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LBM 2026 (3): Small is beautiful

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Kunst, Literatur, Medien, Politik, Unterhaltung | 24. März 2026 | 11:37:50 | Roland Müller

Ein letztes Mal anstehen. Ein letztes Mal den diesmal gut organisierten Zugang zur Leipziger Buchmesse genießen. Diesmal wollen wir uns auf die Suche machen nach den kleinen Highlights im großen Rummel. Und ja, auch diesmal lassen wir uns wieder treiben. Schauen wir mal, wohin uns das führt.

Schon jetzt bemerken wir: Am Wochenende ist der Andrang deutlich größer als am Donnerstag oder Freitag. Erwartbar. Alles sieht nach einem neuen Besucherrekord aus. Erstmals über der magischen Schwelle von 300.000 lesebegeisterten Menschen? Sehr wahrscheinlich.

Unser erster Anlaufpunkt ist der Hybrid-Verlag. Der uns da mit breitestmöglichem Lächeln begrüßt, ist Michael Knabe, der Autor der „Flüchtlingschroniken“, einer Fantasyreihe, die komplett ohne Magie, Drachen, Elfen, Zwerge oder sonstige mystische Wesen auskommt. Das geht? Und ob das geht! Wir haben selten eine so fesselnde und menschlich berührende Geschichte gelesen; mit Figuren, die in all ihrer Unvollkommenheit exzellent ausgearbeitet sind und uns wie jeden anderen, den wir kennen, in die dramatische Geschichte hineinziehen. Großes Fantasy-Kino weitab der üblichen und zu Tode gerittenen Klischees. Großer Lesetipp! Aktuell ist mit „Yelco“ der fünfte Band der Reihe erschienen.

Müssen wir noch erwähnen, dass wir uns direkt am Hybrid-Stand „Yelco“ gesichert haben, natürlich mit Signatur von Michael?

Nicht weit vom Stand des Hybrid-Verlags finden wir eine uns wohlbekannte Selfpublisherin: Carolin Lüdemann. Seit ihrem Roman-Debüt „Eine Zeit in Orangen“hier sehr gut rezensiert – hat sie fleißig nachgelegt. Nämlich mit „Eine Zeit in Thymian“, dem zweiten Band der ungewöhnlichen Fantasy-Trilogie, wie das Debüt ein fesselnder, erfrischend schräger und dabei romantischer Zeitreise-Roman. Und das mit einer sehr gehobenen Ausstattung inklusive ästhetisch sehr gelungenem Farbschnitt; was bei weitem nicht allen Selfpublishern gelingt. Wir warten gespannt auf den Abschluss der Trilogie.

Small is beautiful. Wir nehmen das wörtlich und greifen spontan nach „Das Leben der Ameisen“ von Maurice Maeterlinck. Erschienen im Czernin Verlag. Schon nach kurzem Hineinlesen sind wir fasziniert von dieser gelungenen Neuübersetzung des 1949 verstorbenen belgischen Schriftstellers, Dramatikers und Naturkundlers, der 1911 den Literaturnobelpreis erhalten hatte. Selten haben wir eine so poetische und trotzdem präzise Sprache erlebt. Und das bei einem Thema, an dem wir sonst achtlos vorübergegangen wären. Ameisen. Ausgerechnet Ameisen. Große Leseempfehlung!

Nächster Halt: Der mare Verlag, unlängst zur Genossenschaft „umgebaut“ und seit jeher einer der sympathischsten und literarisch entdeckungsfreudigsten unabhängigen Verlage. Gleich daneben ein ebenfalls alter Freund von uns: der Verlag Klaus Wagenbach. Wir gehen gar nicht im Einzelnen auf die reichhaltigen Verlagsprogramm ein. Lediglich der kleine Hinweis sei gestattet: Bei Wagenbach erwerben wir aus der Reihe der legendären roten SALTO-Bändchen Egon Erwin Kischs bereits 2013 erschienenen Berliner Reportagen „Aus dem Café Größenwahn“. Ein Klassiker, der auch heute noch merkwürdig aktuell klingt. Nicht nur vom Titel her. Lesetipp!

Wenn Lesen zur Mutprobe wird, landet man unweigerlich am Stand des Festa Verlags. Vielleicht nicht gerade unser literarischer Geschmack, aber wow! Was für eine Positionierung Im Buchmarkt. Noch deutlich jenseits von Fitzek und Co.

Wenn das Essen zur Mutprobe wird … Eingedenk des kulinarischen Angebots auf der Messe verschieben wir die mittägliche Nahrungsaufnahme und suchen uns abends lieber eine nette Adresse in der Stadt. Beispielsweise eines der zahlreichen und in der Regel sehr guten und zudem preiswerten vietnamesischen Restaurants. Tipp: Nicht weit von der Messe gibt’s das Wied-Nam. Aber pssst!

Spannend, aber nicht unerwartet ist die zunehmende Diskussion in Verlagen, wie sich welche Fach-KI sinnvoll einsetzen lässt, um verlagsinterne Prozesse effizienter zu machen. Ein Thema, dem man sich im Fachforum+ intensiv widmete. Wobei offensichtlich wird: KI hält Einzug in den Verlagen. Aber man ist sorgfältig bemüht, sie vollständig aus dem Lektorats-Tagesgeschäft herauszuhalten. Wie lange noch?

Während das Aufreger-Thema KI im Buch- und Verlagsgeschäft weiter durch unsere Gedanken wirbelt, mäandrieren wir weiter durch die Hallen. Vorüber an Plüschratten und …

… immer wieder zwischen aufwändig kostümierten VeretreterInnen der CosPlayer-Szene hindurch. Wir haben kein festes Ziel. Außer, so langsam wieder Richtung Ausgang zu streben.

Auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat sortiert Denis Scheck ein letztes Mal seine Bücherstapel mit Leseempfehlungen von der Buchmesse.

Für uns jedoch endet die Messe hier und heute. Erschöpft und mit müden Beinen reiten wir hinaus in den Sonnenuntergang. Nächstes Jahr kommen wir wieder ins schöne Leipzig, um den Bücherfrühliung zu feiern. Versprochen.

Wir hoffen, dass Euch unser kleiner Rundritt durch die Messehallen gefallen hat. Wir gestehen, dass wir diesmal ein wenig unkonzentriert waren, verglichen mit früheren Messe-Reportagen. Das war der Tatsache geschuldet, dass und zu Hause eine zwar gut versorgte, aber todkranke Katze erwartete. Etwas, was wir in all den Tagen nicht abzuschütteln vermochten. Wir hoffen, Ihr entschuldigt das und bleibt uns treu. Im Oktober melden wir uns von der Frankfurter Buchmesse. CU there!

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LBM 2026 (2): It’s all about stories

Veröffentlicht in Apple & Co, Gesellschaft, Kultur, Kunst, Literatur, Medien, Unterhaltung | 22. März 2026 | 16:11:18 | Roland Müller

Vielleicht mehr noch als bei jener anderen, noch größeren und deutlich kommerzielleren Buchmesse stehen auf der Leipziger Buchmesse die Geschichten im Zentrum. Gute Geschichten. Geschichten, die Leserinnen und Leser berühren, begeistern und fesseln.

Wie immer beginnt unser Rundgang vor der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat. Das üppige Programm im 45-Minuten-Takt zieht mit jedem einzelnen Auftritt Massen von Publikum an. Das Gerangel um freie Sitzplätze auf den Kubushockern nervt durchaus. Fast so sehr wie die Tatsache, dass mitunter auch der freie Raum vor den Sitzgelegenheiten bis an den Rand der Bühne von „Wildsitzern“ beleght, nein besetzt wird. Aber egal! Hauptsache die Menschen interessieren sich für die präsentierten Bücher.

Wir stolpern mitten hinein in die 3sat Buchzeit. Das mehr oder weniger literarische Rezensenten-Quartett bespricht „Meine Liebe stirbt nicht“, den neuen und allerersten Roman des berühmten Mafia-Investigativjournalisten Roberto Saviano. Ein profunder Sachbuchautor und Journalist traut sich an seinen ersten Roman? Kann das gutgehen? Die Rezensentenrunde zweifelt, findet, dass Saviano mit dem ihm ungewohnten Format der Belletristik fremdelt, in Klischees verfällt. Auch oder weil der Liebesgeschichte eine wahre Geschichte zugrunde liegt?

Einigkeit nach erstaunlich kurzer Diskussion herrscht hingegen bei Kais Harrabi, Katrin Schumacher (r.), Kai Sina (l.) und Sandra Kegel bezüglich Judith Herrmanns „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“. Der Titel avisiert die Suche der berühmten Autorin nach der Geschichte ihres bei der SS dienenden und in Polen stationierten Großvaters. Die Raffinesse der Erzählung besteht jedoch darin, vieles Faktische (weil nicht mehr verifizierbar) offenzulassen und den Vorgang der Expedition in die Vergangenheit als solchen zu beleuchten . Ein ungewöhnlicher Ansatz. Lesetipp? Gut möglich.

„Erzähl mir alles“ von Elizabeth Strout führt die Leserinnhen und Leser zurück in das schnarchige Crosby, ein Küstenstädtchen in Maine, also an der US-Ostküste und den bekannten Protagonisten Olive Kitteridge und Lucy Barton. Für die Pulitzer-Preisträgerin bekanntes Terroir, in dem sie eine bewegende Geschichte über Rückkehr, Liebe und Freundschaft ansiedelt. Wunderbar lesbar wie alle Romane der US-Autorin, die meist dann über das Genre hinauswächst, wenn sie das Alltägliche beschreibt, ohne es zu überhöhen. Klingt nach einem Lesetipp.

Dass das Rezensions-Team im Anschluss (oder war’s zu Beginn?) auf der Bühne ein Selfie-Shooting mit Mainzelmann Ded etwas überinszeniert, nun ja, dem Publikum hat’s gefallen.

Podcast live gab’s zu erleben auf dem Forum Offene Gesellschaft. Die beiden Podcaster Torsten Fremer und Prof. Dr. Friedrich von Borries diskutierten im Monopol-Podcast mit dem schönen Titel Fantasiemuskel mit Heike Geißler. Was uns beim Vorbeigehen stoppte, war tatsächlich der Titel „Optimieren verlernen“. Zum einen, weil wir jegliche Form von Selbstoptimierung und das damit verbundene Geschäftsmodell für obsolet halten. Zum anderen, weil wir die Autorin Heike Geißler als kritischen Geist sehr hoch schätzen (auch wenn ihre Homepage sicherheitstechnisch nicht up to date ist).

Der Preis der Leipziger Buchmesse beziehungsweise dessen Verleihung bildet einen der Höhepunkte der vier Messetage. Entsprechend aufwändig gerät die Präsentation der Nominierten, insbesondere im Bereioch Belletristik. Auf der Hauptbühne der Messe stellten sich die diesjährigen vier Kandidatinnen und ein Kandidat mit kurzen Lesungen vor, gefolgt von jeweils einem recht unterhaltsamen Interview. Und auch wenn unser ganz persönlicher Favorit „Die Wut ist ein heller Stern“ von Anja Kampmann gewesen ist, entschied sich die Jury schlussendlich anders …

And the winner is: „Goldstrand“ von Katerina Poladjan! Die natürlich umgehend auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat interviewt wurde. So viel ist klar: Die Auszeichnung wird den Abverkauf des Romans mächtig befeuern. Im Gegensatz dazu werden die vier Mitnominierten deutlich zurückfallen. Die Gesetze des Buchmarkts sind da leider gnadenlos.

Was generell bei unseren Rundgängen auf der Messe auffiel, war die an fast allen Ständen pr¨sente Solidarität mit den Buchhandlungen. Stichwort causa Weimer. Am großformatigsten wohl bei den S. Fischer Verlagen und bei Hanser.

Vielleicht können wir aus dem von Kulturstaatsminister Weimer ohne Not losgetretenen Skandal eines lernen: Wir alle müssen in Zukunft „Besser um die Zukunft streiten“. Nicht nur, wenn es um Reizthemen wie die Klimakrise geht, sondern ebenso bei Über- und Durchgriffen – ob mit Intention und Plan oder ohne – in die Freiheit von Kunst und Kultur oder gar unsere Demokratie als solche.

Trotz der wachsenden Erschöpfung nach unserem mehrstündigen Ritt durch die Messehallen wollten wir uns eines nicht entgehen lassen: Die abendliche Lesung von Anne Stern aus ihrem neuen (und ersten) historischen Kriminalroman „Die weiße Nacht“, moderiert von dem von uns sehr geschätzten Bücherblogger und Literaturkritiker Uwe Kalkowski, bekannt unter dem Arbeitspseudonym „Kaffeehaussitzer“. Der Ort der Veranstaltung: Eine Privatwohnung im Dachgeschoss einer Villa im Leipziger Bachviertel. Unser Dank gilt dem Gastgeber Hannes und seiner charmanten Gattin. Die überaus intime Atmosphäre der Veranstaltung harmonierte wunderbar mit der unglaublich dichten und fesselnden Atmosphärew inne Anne Sterns neuem Bestseller. Bestseller? Ja, daran besteht für uns schon jetzt kein Zweifel. Wir haben den Roman bereits zur Hälfte gelesen (Rezension folgt demnächst) und sind mächtig beeindruckt!

So, das war’s für heute. Morgen ist auch noch ein Tag und Gelegenheit für eine kurze Nachlese, Treffen mit alten Bekannten nach dem Motto „Small is beautiful“ und einem abschließenden, angemessen launigen Fazit der diesjährigen Leipziger Buchmesse.

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LBM 2026 (1): Alles passt

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Kunst, Literatur, Medien, Politik, Unterhaltung | 20. März 2026 | 18:23:53 | Roland Müller

Zugegeben, nach dem Eingangs-Desaster des vergangenen Jahres sind wir mit einem gewissen Bauchgrimmen nach Leipzig gereist. Würde diesmal alles gutgehen, ganz ohne stundenlanges Warten auf den Einlass? Und was sollen wir sagen: Diesmal klappte die Organisation. Manga-Event- und Buchmessebesucher waren sauber voneinander getrennt, die Zugangswege sauber ausgeschildert und die erhobenen Zeigefinger für alle Gäste leichtverstandlich.

Und klar. Es herrschte wieder heftiger Andrang. Also warfen wiruns ins Getümmel und ließen uns treiben. Wie immer war der erste frontal platzierte Ort, an dem kein Weg vorbeiführte – außer den beiden Treppen rechts und links davon – die zentrale Literaturbühne von ARD/ZDF und 3sat.

Unser Glück: Miljenko Jergovic, der unvergleichliche, wunderbar selbstironische Autor und Erzähler saß auf der Bühne. Frisch ausgezeichnet mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.

Der Anlass hatte Gewicht wie das Buch, das er präsentierte: „Das verrückte Herz“ mit dem Untertitel „Sarajevo Marlboro Remastered“, in dem Jergovic enmal mehr das prägendste Erlebnis seines Lebens verarbeitet: Die Belagerung Sarajevos während des Bosnien-Krieges.

Tief beeindruckt von einem Mann, der wie kaum ein anderer für die Erzählkunst der serbokroatischen Kultur steht, machen wir uns auf den Weg zum Generalthema der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Erstmals gibt es keinen Ehrengast mehr, sondern stattdessen enen thematischen Schwerpunkt. „Donau – unter Strom und zwischen Welten“ versucht etwas, was kaum möglich scheint: Die velfältigen Kulturräume, die Europas längster Strom durchschneidet, unter einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Schwierig.

Immer noch über das Motto snnierend wandern wir weiter und stoppen am Stand der Ukraine. Wie immer ist er auch dieses Jahr wieder umlagert. Und wen entdecken wir da zwischen all den quirligen Besucherinnen und Besuchern? Maryja Kalesnikawa, die gerade vor kurzem wieder aus der Haft entlassene belarussische Bürgerrechtlerin und Oppositionspolitikerin, die als Mitglied des Koordinierungsrats der Oppositionsbewegung zusammen mit ihren Mitstreiterinnen Zichanouskaja und Zepkala fast das autoritäre weißrussische Regime zu Fall gebracht hätte.

Immer noch das Donau-Konzept der Messe im Hinterkopf schlagen wir bei einem kleinen, unabhängigen Verag auf, der kaum weiter weg sein könnte vom thematischen Schwerpunkt der LBM. Der Inuit-Verlag, die mutige unternehmerische Initiative eines deutsch-grönländischen Ehepaars, schickt sich an, dem deutsprachigen Publikum die eingedenk der geringen Bevölkerungszahl unfassbare Vielfalt und Krearivität der grönländischen Literatur nahezubringen. Chapeau!

Wir unterhalten uns am kleinen, aber gut platzierten Messestand eingangs von Halle 4 mit Laali Lyberth, die für die Auswahl der Literatur und die Leitung des Verlags verantwortlich zeichnet. Das Verlagsprogramm wird sowohl zeitgenössische Werke als auch Klassiker der Inuit-Literatur umfassen und ist vergangenes Jahr mit einem ausgewählten Programm zur Frankfurter Buchmesse 2025 gestartet. Als gebürtige Grönländerin ist Laali, die seit einigen Jahren mit ihrer Familie in der Eifel lebt, die Vermittlung authentischer grönländischer Kultur ein Herzensanliegen. Wie uns auch. Nicht umsnst weht vor unserem Büro im Taunus die Grönlandflagge! Und dreimal dürft Ihr raten, was wie am Messestand erworben haben, um unsere heutigen Messekäufe unterzubringen … 😉

Da unsere Schwäche für kleine, unabhängige Verlage ja bekannt ist, machen wir uns direkt auf den Weg zum nächsten Kandidaten. 8280-edition.ch ist ein kleiner, feiner Verlag aus dem schweizerisch-deutschen Grenzland am Bodensee. Wir sind immer wieder verblüfft, was für spannende Entdeckungen sich bei ihm machen lassen.

Diesmal springt uns allein schon aufgrnd der Regalfläche ene Neuerscheinung ins Auge. Ein erzählendes Sachbuch, das in der Schweiz längst zum Bestseller geworden ist. Was aber am hiesigen Markt bisher völlig unbeobachtet geblieben ist. Der Schweizer Sportjournalist Kristian Kapp erzählt darin die unglaubliche Geschichte von Jeff Tomlinson, einem prominenten Schweizer Eishockeytrainer.

Wieso unglaublich? Nun, Jeff Tomlinson hat seine Mannschaft in der Schweizerischen Eishockey-Liga, einer der härtesten der Welt, in die höchste Spielklasse gebracht. Und er ist praktisch blind! Was niemand während der Jahre, die er die Mannschaft tranierte, bemerkte. Wir finden das Buch einen Hammer und die Geschichte berührender als so ziemlich alles, was an Sportliteratur auf dem Markt ist. Unbedingter Lesetipp!

Nun gut an Lesetipps mangelt es auf der Leipziger Buchmesse nun wirklich nicht. Aber die erscheinen meist in großen Publikumsverlagen. Denis Scheck weiß ein Lied davon zu singen (auch wenn er diesmal auf der Bühne auch zwei Newcomer-Verlage päsentierte).

Mit den Stapeln Scheck’scher Leseempfehlungen werden wir uns demnächst noch auseinandersetzen. Hier nur so viel: Nicht in jedem Fall folgen wir seiner Empfehlung. Zumal viele der Bücher längst durch die Feuilletons getrieben wurden.

Der Zufall spülte uns nach den Scheck’schen Verheißungen aus den führenden Publikumsverlagen fast zwangsläufig zum Gemeinschaftsstand der Unabhängigen. Gerade rechtzeitig, um dort die Verleihung des Kurt-Wolff-Preises an einen Verleger mitzuerleben, der im besten und positivstenSnne des Wortes als Wahnsinniger bezeichnet werden kann: Klaus Bittermann vom Berliner Verlag Edition Tiamat. In seiner Dankesrede zur Preisverleihung hieß er den warmen Geldsegen willkommen, um damit die Finanzierngslücke seines aktuellen Projekts zu füllen. Worum geht’s? Um die Veröffentlichung eines tausend Seiten starken bildreichen Werks über einen Kulturschatz, der kurz davor steht, verloren zu gehen: Stummfilm. Wahnsinn, sagte ich ja! Wir drücken die Daumen.

Na ja, wir drücken natürlich nicht nur die Daumen, sondern lassen uns auch gern eine perlende Erfrischung aufdrängen, um angemessen mitfeiern können. Salute!

Bevor wir mit malträtierten Füßen, aber gottlob nicht dehydriert der Messe für diesen Tag den Rücken kehren, bleiben wir noch ein letztes Mal am Gemeinschaftssand von ARD/ZDF/3sat hängen. Aus gutem und hochaktuellen Grund. Denn den 3sat Kulturzeit Talk zum Thema „Demokratie unter Druck“ wollten wir uns nicht entgehen lassen. Zumal neben der Moderatorin drei Autorinnen auf der Bühne saßen, um uns allen den Marsch zu blasen. Zuerst kam Angelique Geray zu Wort, die sich zu ihren erfahrungen als „Undercover unter Nazis“ äußerte. Wobei die besagten Nazis in der Regel zwischen 14 und 17 Jahren waren.

Sally Lisa Starken erzählte über USA, Italien und Polen, die ihrer Beobachtung nach als Demokratien am Kipppunkt anzusehen sind und damit bestens geeignet scheinen, uns aus ihren Fehlern lernen zu lassen, bevor anno 2029 eine Bundekanzlerin namens Weidel das Regiment führt.

Ruth Hoffmann schließlich stellte anschaulich dar, mit welch perfiden Methoden ein gut organisierter „Raubzug von rechts“ unsere Werte und Symbole stiehlt und mit rechten Inhalten befüllt. Es ist kein Zufall, dass af Demonstrationen der Neonaziszene längst die schwarz-rot-goldene Flagge die zuvor ach so beliebte Kaiserliche Reichskriegsflagge verdrängt hat. Nur ein Beispiel von vielen für den besagte Raubzug.

Mit diesem letzten, bewusst gesellschaftspolitisch motivierten Beitrag nebst der inkludierten Lesetipps beenden wir unsere heutige Messerunde. Morgen geht’s in alter Frische weiter. Stay tuned!

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Leipziger Buchmesse 2026 – eine Vorfreude

Veröffentlicht in Kultur, Kunst, Literatur, Medien | 28. Januar 2026 | 16:33:29 | Roland Müller

In rund sieben Wochen ist es wieder soweit: Die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Pforten. Diesmal hoffentlich mit weniger Eingangsstaus als im vergangenen Jahr. Ganz sicher aber wird der Gegenentwurf zum deutlich kommerzielleren Pendant Frankfurt dem in den vergangenen Monaten etwas schwächelnden Buchmarkt einen positiven und Optimismus fördernden Tritt in den Allerwertesten versetzen. Das ist nämlich dringend geboten: Fast ein Viertel der inhabergeführten Buchhandlungen ist 2025 vom Markt verschwunden. Zahlreiche Genres haben Einbußen hinnehmen müssen. Lediglich Krimi und Thriller halten ihre Abverkaufsposition. Romantasy und Dark Romance boomen weiter, haben aber möglicherweise ein Plateau erreicht. Was wird das „next big thing“? Das wissen die hoffentlich belesenen Götter. Eines ist schon jetzt klar: Auch auf der LBM 2026 wird der Einfluss von KI auf das Schreiben und den Buchmarkt hei diskutiert werden.

Und klar: Auch diesmal wieder werden wir wie im Vorjahr wieder live vor Ort sein und berichten. Stay tuned!

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FBM 2025 Tag 5: Wölfe, Lämmer und Buchmarktretter

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Kunst, Literatur, Medien, Unterhaltung | 20. Oktober 2025 | 15:16:15 | Roland Müller

Messe-Sonntag auf der Frankfurter Buchmesse. So langsam schwinden uns die Körner, vor allem in den Beinen und im Rücken. Was man von Klaus-Peter Wolf nicht behaupten kann. Denn der turnt wohlgemut über alle Bühnen, die die Messe bereithält. Sensationelle Energie, der Kollege!

Wir schaffen es irgendwie, bis zum Stand des Hanser Verlags vorzustoßen, quer durch die nun reichlich vollen Gänge. Und tatsächlich, zumindest hier am Stand gibt’s noch Exemplare des diesjährigen Gewinners des Deutschen Buchpreises, „Die Holländerinnen“ von Dorothee Elmiger. In sehr vielen Buchhandlungen ist das Buch bereits vergriffen, und der Verlag tut sich aufgrund der Druckereienkrise schwer, zeitnah Nachschub herbeizuschaffen. Die Hanser-Website zeigt jedenfalls ein „in Kürze wieder lieferbar“ an. Ein Luxusproblem, irgendwie.

Gleich rechts vom mittleren Eingang zu Halle 3.0 hat ein chinesisches Unternehmen seine Zelte aufgeschlagen und bietet faszinierend detaillierte Bastelsätze für Dioramen an, die man sich ins Bücherregal stellen kann, sollte da noch Platz sein (was in der Regel eher nicht der Fall ist). Fertig zusammengebaut werden diese dreidimensionalen, schummerig LED-beleuchteten Teile tief in die Herzen der Leserinnen und Leser vorstoßen, jede Wette!

Wir lassen die Dioramen hinter uns und picken querbeet noch ein paar empfehlenswerte Lektüren für Euch auf. Eines davon, erschienen beim Imprint Blumenbar der Aufbau Verlage ist „Mauerpogo“ von Sonja M. Schulz, mit der wir uns neulich in Berlin beim Jubiläum der Aufbau Verlage recht lange unterhalten konnten. Ein tiefer Blick in die DDR, sieben Jahre vor dem Mauerfall, in dessen Verlauf wir an die Haut einer Vierzehnjährigen schlüpfen, die kurz vor der anstehenden Jugendweihe den Punk für sich entdeckt.

Rau, rotzig, mit einer Sprache, in die, wie wir wissen, die Autorin sehr viel Arbeit gesteckt hat, bis sie so direkt und authentisch fließen konnte wie in diesem wunderbaren Coming-of-age Roman. Für uns ein ideales Buch für NA- und YA-Fans, die Magie, Drachen und Tropes mal hinter sich lassen möchten. Ein Ausflug in die Welt Gleichaltriger zu einer Zeit, als noch an den real existierenden Sozialismus geglaubt wurde. Unser sehr spezieller 13. Lesetipp!

Und wo wir schon mal am Aufbau Stand herumlungern, müssen wir auch auf „Israel“ von Sabine Adler zu sprechen kommen. Womit wir noch ein Stück näher ans Zeitgeschen rücken. Die renommierte Journalistin stellt mit diesem Buch Fragen an ein Land, das sich seit dem 7. Oktober 2023 in seinen Grundfesten erschüttert sieht.

Im Unterschied zu vielen anderen Schreibenden, die sich dieses Themas annehmen, tritt sie aber einen Schritt zurück und hört Bürgerinnen und Bürgern aus allen Milieus und Lagern Israels zu, die auf ihre Fragen antworten. Vorbildlicher und zunehmend seltener werdender Journalismus ohne Bewertung und Moralisierung und genau deshalb ein wichtiger Beitrag zu einem vernünftigen, vorurteilsfreien Diskurs der Situation im Nahen Osten. Unser 14. Lesetipp!

Vorsicht, jetzt wird’s thematisch sprunghaft! Denn schon stehen wir am Stand von Luchterhand und greifen nach dem aktuellen Saša Stanišić mit dem gewohnt schrägen Titel „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“. Der Hamburger Autor lässt damit die Witwe hinter sich, geht einen Schritt weiter und legt diese Ermutigung vor, wie der verschämte Untertitel verspricht.

Nach ausführlicher Lektüre schwingen wir uns zu der Behauptung auf, dass Saša Stanišić mit diesem Buch etwas gelungen ist, was wir eigentlich nicht erwartet hatten: ein Lebensratgeber, über den man schallend lachen oder stundenlang grübeln kann!

Gehaltene und ungehaltene Reden, egal was, in jedem Fall aber großes Kino. Deshalb unsere dringende Empfehlung, den Schalter umzulegen und den Stromkreis zu schließen: unser 15. Lesetipp und vielleicht der absurdeste von allen!

Traditionell machen wir ja auf jeder Buchmesse einen Abstecher zum kleinen, feinen und der Nachhaltigkeit verpflichteten Independent-Verlag Kjona. So auch diesmal. Und wenn wir gerade von Lebensratgebern gesprochen haben (die wir normalerweise scheuen wie der Teufel das sprichwörtliche Weihwasser oder der Verbrennerfahrer das E-Mobil), genau das fällt uns auch hier in die Hände.

Emilia Roig, nicht gerade unbekannt in der Szene und erstmals exklusiv verlegt vom Kjona Verlag, legt mit „Lieber Sohn oder So rettest du die Welt“ ein dünnes Bändchen vor. Aber was für eins! Irgendwie schafft sie es, auf hundertundeinpaar Seiten einen Brief an die kommende Generation zu schreiben, der es in sich hat. Fast eine Kurzanleitung zur Rettung unserer Welt.

Selbst nach kurzem Hineinlesen wird uns klar: Mehr als dieses dünne Buch und den zuvor beschriebenen Stromschlag von Saša Stanišić braucht es tatsächlich nicht, um die Welt, um uns alle zu retten. Außer dem Mut, zu lesen und dann auch danach zu handeln! Der dünnste 16. Lesetipp, den wir je abgegeben haben!

Wir mäandrieren weiter, die Füße werden schwerer und uns steht der Sinn nach kriminell guter Unterhaltung der eher zerstreuenden Art. Und natürlich werden wir fündig. Ein fesselnder historischer Kriminalroman im feinsten englischen Stil springt uns ins Auge, ein bisschen lieblos wie auf einem Krabbeltisch neben Dutzenden weiterer Vertreter der Spannungsliteratur platziert. Der im London des Jahres 1901 spielende „Der Tote in der Crown Row“ von Sally Smith, selbst Anwältin mit Temple-District-Erfahrung, erschienen bei Goldmann, macht uns gleichwohl neugierig. Denn an historischen Krimis herrscht derzeit ja nicht unbedingt Mangel.

Aber der hier ist schon speziell. Liegt’s an seiner „Britishness“? Vermutlich. Ein adliger Anwalt ermittelt im historischen Rechtsviertel von London. Ohne Hast erzählt, mit sehr viel feinem britischem Humor ist das ein perfekter und zugleich komplexer Krimi zum Runterkommen nach einem hektischen Messetag (beispielsweise). Und das verdient in jedem Fall einen 17. Lesetipp!

Und weil wir nicht bei Klett-Cotta vorbeigehen können, ohne auch hier in die Regale zu spähen, gebührt diesem Lieblingsverlag vieler (wir zählen uns durchaus dazu) die letzte Empfehlung unseres diesjährigen Messerundgangs. „Schon wieder Katzen!“, mag jetzt jemand stöhnen. Okay. Aber „Die Magnolienkatzen“ von Noriko Morishita erinnern uns unwillkürlich an Durian Sukegawas „Die Katzen von Shinjuku“, das wir im vergangenen Jahr auf unserer Empfehlungsliste hatten.

In einer geradezu schwebenden, leichtfüßigen Erzählweise, wie sie in Japan (und von uns) geschätzt wird, entspinnt sich ein Bild des kätzischen Wesens, wie es bisher noch keiner der langsam zahlreicher werdenden japanischen Romane für Katzenliebhaber entworfen hat. Unaufgeregt und alltagsnah und dabei konsequent den Titel umsetzend, der im japanischen Original sehr viel treffender 猫といっしょにいるだけで („einfach nur mit Katzen zusammensein“) lautet, ist dies unser abschließender 18. Lesetipp – ausschließlich für Katzenliebhaber!

Halbwegs ermattet vom letzten Messetag werfen wir kurz einen Blick zur Bühne von XPLR Media in Bavaria (was für ein nichtssagender Titel), wo sich mit Knut, Miri, Thomas et al drei bis vier Säulen der Buchkritik und des Bloggings gerade sitzend ein Stelldichein geben. Entgegen unserer Erwartung wird dabei nicht Gravierendes verbreitet, eher ein allgemeines Wohlfühl-Statement darüber, wie toll diese Messe ist und überhaupt und so weiter. Also gehen wir weiter …

Denn da ist ja noch die vielbeschworene Halle 1.1! Das Mekka der New Adult und Young Adult Kultur. Und in diesem Jahr auch sinnvollerweise ausschließlich auf die junge Zielgruppe ausgerichtet. Offenbar hat die Messegesellschaft dazugelernt. Klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen wollen. Schließlich ist das der Ort, von dem sich Verlage und Buchhandel den Wiederaufschwung erhoffen.

Platzhirsch Lyx hat natürlich einen der größten Stande aufgebaut. Das ist auch nötig, denn das Gedränge am Sonntagvormittag ist erwartbar gewaltig.

Mindestens dasselbe kann man auch rund um den Buchhändler Buchmädchen feststellen. Hier ist der Name Programm. Und wir fragen uns ganz heimlich, woran es liegen mag, dass das Pendant dieser begeisterunsfähigen jungen Leserinnenschaft, die im vergleichbaren Alter befindlichen jungen Männer, für sich noch keine adäquaten Genres entdeckt haben. Verdammt nochmal, Ihr Jungs! Könnt Ihr nicht lesen oder wollt Ihr es nicht? Manchmal könnte man als Autor am männlichen Geschlecht verzweifeln. Aber wem sagen wir das? Indgesamt war dieser Besuch in Halle 1.1 ein sehr hoffnungsvoller und positiver. Das einzig Negative, das uns auffiel: Viele der Merchandise-Artikel waren mit Preisen versehen, die hart an der Grenze zur Abzocke lagen. Das muss nicht sein!

So viel Rumlauferei macht durstig. Passenderweise entdecken wir am Gemeinschaftsstand der österreichischen Verlage ein schlankes, aber überaus interessante Buch, das unseren Zustand gewissermaßen reziprok aufgreift. „Trocken“ von Daniel Wagner. Erschienen bei Kremayr & Scherlau.

Ein sehr lesenswertes Elaborat eines bekennenden Ex-Alkoholikers, der damit feiert, dass er seit mittlerweile fünf Jahren wieder trocken ist. Die Texte darin sind alles andere als trocken. Und oft genug schmerzhaft. Aber auf eine brutale und geradezu verstörende Art und Weise ehrlich. Was einen intensiven Blick hinter die Kulissen des Monsters der Alkoholsucht zulässt.

Zudem ist der Autor Daniel Wagner ein früherer Berufskollege. Und einer von den gar nicht so wenigen, die in der oft unerzählt stressigen Werbebranche irgendwann zur Flasche und dann nicht mehr von ihr loskamen. Respekt, lieber Daniel, dass du wieder schreibst, arbeitest und gedeihst!

Ist es unpassend, nach diesem etwas schwierigen, weil alkoholreichen Thema die Kurve ausgerechnet mit Alkohol zu kriegen? Aber was will man machen? Drei Stunden Standdienst bei den Kolleginnen und Kollegen vom Syndikat gehen nun mal nicht spurlos vorüber. Schon gar nicht, wenn sich irgendwo in den gut gekühlten Tiefen noch ein paar Flaschen Perlendes entdecken lassen. Zumal uns der Kommunikationsvorstand geradezu befohlen hat, alles zu vernichten und zu verschenken, was der Stand hergibt. Einfach, um sich die nach dem abendlichen Abbau (des Standes, nicht der Kondition!) anfallende Schlepperei der Restmengen zum Auto zu ersparen, der Schlawiner! War mir eine Freude, liebe Kolleginnen und Kollegen. Spätestens in Leipzig sehen wir uns wieder. Cheerio!

Ja, das war’s dann von der Frankfurter Buchmesse 2025. Was bleibt sind Zahlen, die mal wieder den bestehenden Rekord gebrochen haben: In diesem Jahr besuchten 118.000 Fachbesucher*innen und 120.000 Privatbesucher*innen (2024: 115.000 Fachbesucher*innen und 115.000 Privatbesucher*innen) aus 131 Ländern (2024: 153 Länder; 2023: 130 Länder) die Messe – mehr als im Jahr zuvor. 4.350 Aussteller (2024: 4.300) präsentierten sich in den Messehallen. Mit insgesamt 591 Tischen im früh ausgebuchten Literary Agents & Scouts Centre (LitAg) sowie im Publishers Rights Centre (PRC) waren beide Zentren stark nachgefragt (Vorjahr: 593 Tische). Mit Rechtehändler*innen von insgesamt 357 Agenturen und Verlagen aus 33 Ländern sowie mit 44.900 Eintritten waren die beiden Arbeitszentren für den internationalen Rechtehandel stark frequentiert (Vorjahr: 355 Verlage und Agenturen und 38.000 Eintritte). 7.800 Medienvertreter*innen (Vorjahr: 7.500) registrierten sich, um über die mehr als 3.500 Veranstaltungen an den Fach- und Publikumstagen (2024: 3.300 Events) zu berichten.

Wir freuen uns, dass wir erneut Euer Auge und Ohr auf der größten Buchmesse der Welt sein durften. Es hat Spaß gemacht und Kraft gekostet. Aber wie immer werden wir uns ganz schnell erholen. Und im März nächsten Jahres steht dann die Leipziger Buchmesse an. Bis dann: Lest gute Bücher! (Gila & Roland, Euer Messeteam aus dem digitalen Café)

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