Kamera
Schokolade

Archiv für die Kategorie ‘Internet’

« Ältere Artikel |

Erkenntnis zum Sonntag

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien, Politik | 16. Februar 2020 | 10:59:02 | Roland Müller

Ein Journalist ist ein Mensch mit eigenen Überzeugungen, der nicht die Überzeugungen des Organs zu vertreten hat, bei dem er beschäftigt ist. Er braucht Zeit für die Reflexion und sollte frei sein von dem Druck, über jedes Ereignis exklusiv und vor den Kollegen zu berichten. Nicht schnell muss man informieren, sondern gut. Ein Journalist sollte so über Ereignisse berichten, dass man sie versteht. er hat die Quellen offenzulegen, zu hinterfragen und nicht selbst Schlussfolgerungen anzubieten, sondern den Leser in die bestmögliche Lage zu versetzen, dies selbst zu tun. Sein Ziel sollte es nicht sein, dem Leser zu gefallen, sondern ihn aufzuklären. Er sollte über die Glaubwürdigkeit der Quellen informieren und stets die Wahrheit im Blick haben, und scheint sie historisch betrachtet noch so zerbrechlich. Er soll die Funktionsweise der internationalen Presseagenturen offenlegen, um den kritischen Geist der Leser zu wecken. Seine politisch-moralischen Kommentare sollte er in dem Bewusstsein verfassen, dass die Verpflichtung zur Wahrheit nicht ausschließt, Position zu beziehen. Er sollte die Fakten in Bezug zueinander setzen, ein gewisses Talent zur Ironie haben, sich weder oberlehrerhaft noch als Moralapostel oder Richter gerieren, stets um Objektivität bemüht sein und die Bedeutung einer Information einschätzen können. Er muss wissen, dass sein Recht auf Kritik mit der Pflicht zur Selbstkritik einhergeht.

(Nach Albert Camus in La Démocratie à faire, II, S. 523)

Kommentare deaktiviert für Erkenntnis zum Sonntag

Frankfurter Buchmesse 2018 (6): Skurrilitäten am Rande

Veröffentlicht in Apple & Co, Gesellschaft, Internet, Kultur, Kunst, Literatur, Medien | 15. Oktober 2018 | 18:13:06 | Roland Müller

FBM18_S01_Titel

Jede Buchmesse, so auch diese, hat ihre ganz eigenen Skurrilitäten aufzuweisen. Einigen davon sind wir begegnet. Andere schienen uns zwar offenkundig, fielen vielen aber überhaupt nicht auf. weil manchmal der Kontext des Gesehenen erst im Umfeld seinen Sinn ergibt. Machen wir uns also ein letztes Mal auf den Weg durch die heiligen Bücherhallen Frankfurts…

mehr… »

Kommentare deaktiviert für Frankfurter Buchmesse 2018 (6): Skurrilitäten am Rande

Frankfurter Buchmesse 2018 (5): Ein Auf und Ab

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Kunst, Literatur, Medien | 15. Oktober 2018 | 13:45:08 | Roland Müller

FBM18_0001_Treppen

Keine Frage, das immerwährende Auf und Ab des Büchermarktes tendiert derzeit eher zu einem Abwärtsschwung. Die Zahl der Bücherkäufer geht, absolut gesehen, zurück. Gleichwohl steigt die Zahl der Bücherkäufe pro LeserIn. Anlass zum Jammern und Wehklagen hat die Branche also nicht. Solange es ihr gelingt, neben den Big Playern des Literaturgeschäfts auch einen fröhlichen Wildwuchs kleiner und kleinster Verlagsprojekte zuzulassen und diese nicht aus dem Markt zu drängen, besteht Hoffnung. Einige davon haben wir aufgesucht. Aber auch lesenswerte Veröffentlichungen zur aktuellen politischen Entwicklung stehen auf unserer Agenda, diese meist aus etablierten Verlagen…

mehr… »

Kommentare deaktiviert für Frankfurter Buchmesse 2018 (5): Ein Auf und Ab

Frankfurter Buchmesse 2018 (4): Zu Gast in Georgien

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Kunst, Literatur, Medien | 14. Oktober 2018 | 13:38:36 | Roland Müller

FBM18_G01_Georgia

„Georgia – Made by Characters“ – so lautet das Motto Georgiens auf der diesjährigen Buchmesse. Ein deutlicher Verweis auf eine Besonderheit der georgischen Kultur: ein eigenes Alphabet aus 33 Buchstaben und eine eigene Sprache. Allein dies schon macht uns neugierig darauf, was die an der Schnittstelle von Okzident und Orient gelegene jahrtausendealte Kulturnation literarisch zu bieten hat…

mehr… »

Kommentare deaktiviert für Frankfurter Buchmesse 2018 (4): Zu Gast in Georgien

Frankfurter Buchmesse 2018 (3): Deutscher Cartoon Preis

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Kunst, Literatur, Medien | 13. Oktober 2018 | 11:35:05 | Roland Müller

FBM18_C01_Spinat

Bücher erzählen Geschichten. Bilder tun dies auch. Zum Beispiel obiges von Ari Plikat. Wenn Cartoons richtig gut sind, schaffen sie es, mit wenigen Strichen das zu kommentieren, was unsere Zeit ausmacht. Und da gibt’s weißgott eine Menge zu kommentieren. Bitterböses, dem man sich nur mit ebensolcher Satire zu nähern vermag. Cartoons, wenn sie auf dem Punkt sind, schaffen das. Und nur Wenige sind berufen, unserer alles andere als heilen Welt mit der gebotenen Schärfe den Spiegel vorzuhalten, bevor sie erneut zur Heil brüllenden Welt wird. Wir haben uns auf den Weg gemacht zur Verleihung des Deutschen Cartoon Preises im Frankfurt-Pavillon auf dem Messegelände…

mehr… »

Kommentare deaktiviert für Frankfurter Buchmesse 2018 (3): Deutscher Cartoon Preis