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Schokolade

Archiv für Dezember 2007

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Der ultimative Schokoladentest (7)

Veröffentlicht in Genuss | 05. Dezember 2007 | 22:18:29 | Dirk Kirchberg

Blanxart Chocolate Ecológico Leche

So, damit Roland hier nicht allein die Schoko-Lade bedienen muss, habe ich die Bürde einer Verkostung auf meine Hüften genommen. Diesmal kommt das Objekt der Begierde aus Spanien: Eine Bio-Milchschokolade von Blanxart mit einem Kakaoanteil von 32 Prozent.

Die Geschichte des Unternehmens passt zu unserem kleinen unabhängigen Café wie der Siebträger in die Espressomaschine. Denn im weltmeisterlichen Jahre 1954 entschied sich ein Schokoladenmeister aus Barcelona, nachdem er für die besten Konditoren und Schokoladengeschäfte gearbeitet hatte – so zumindest will es die firmeneigene Historie erzählt wissen – , sich mit vier Kollegen selbständig zu machen. Der Rest ist, zumindest für diese Verkostung, nicht weiter wichtig und nachlesbar. Diese Milchschokolade ist mit 3,20 Euro für 100 Gramm zwar nicht billig, aber vielleicht ihren Preis wert. Los geht’s…

Die Café Digital Bewertung:
Duft: so intensiv nach Milch, dass man die glücklichen Kühe auf der Weide förmlich sehen kann 17 Punkte
Optik: ein wenig zu glänzend, acht Viererrippen, 15 Punkte
Konsistenz: bricht leicht, wirkt spröde, leicht rauh, 16 Punkte
Geschmack: Kakao und Milch sind in fast perfekter Harmonie kombiniert, überhaupt nicht vordergründig süß, angenehmes leichtes Kratzen im Hals (Nein, ich bin nicht allergisch…), 18 Punkte
Abgang: Kakaogeschmack klingt angenehm nach und fadet mit angenehmer Süße leicht aus, so dass man sofort wieder kosten will – und kann! 18 Punkte

Gesamtwertung: 84/100
[Bezugsquelle: Zarte Verführung, Lister Meile 26, Hannover]

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Ein schlechter Verlierer

Veröffentlicht in Apple & Co, Internet, Mobilität, Technologie | 02. Dezember 2007 | 16:23:48 | Roland Müller

iphone_voda.jpg

Nach den ersten paar Tagen Umgang mit meinem iPhone kann ich die frohe Botschaft nur wiederholen: Wer Apples Handy einmal in der Hand gehabt hat und sich ohne jegliche Vorbereitung, geschweige das Studium fettleibiger Anleitungen, mit der verblüffend einfachen, logischen und ästhetisch befriedigenden Bedienung vertraut gemacht hat, der wird nie wieder ein Nokia, Samsung, Sony oder Motorola anrühren. Dass derweil in schneller Folge allerlei iPhone-Killer von LG bis Blackberry angekündigt werden, beweist nur, dass bisher die Wenigsten verstanden haben, worum es eigentlich geht. Denn nicht technische Features und Funktionen der Handy-Hardware sind das entscheidende Kriterium des Paradigmenwechsels, den Apple hiermit auf dem Mobilkom-Markt lostritt, sondern intuitive Bedienbarkeit, sprich: das iPhone ist menschenfreundlich statt ingenieurfreundlich! Wer nur auf technische Features schielt, hat nicht verstanden, dass der Trick ähnlich wie im PC-Markt die „Philosophie“ des Betriebssystems und damit jene der Mensch/Maschine-Schnittstelle ist…

So gesehen ist es kein Wunder, dass Vodafones Friedrich Joussen nicht ohne Scheinheiligkeit „das iPhone für alle“ haben möchte und T-Mobile mittels einstweiliger Verfügung die für T-Mobile durchaus schmerzhafte Exklusivität des Vertriebs abzujagen versucht. Ein schlechter Verlierer eben. Der nun durchs Hintertürchen an etwas herankommen will, das er selbst qua Verhandlung mit Apples eigenwilligem CEO zu erreichen nicht in der Lage war.

Schwache Vorstellung, Herr Joussen!

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Der ultimative Schokoladentest (6)

Veröffentlicht in Genuss | 01. Dezember 2007 | 17:46:21 | Roland Müller

hochleitner.jpg

Was kann es Besseres geben als am Ende einer harten Arbeitswoche neue Endorphine zu tanken? Oder, etwas flapsik gesagt, mit einer leckeren Schokolade das Wochenende einzuleitnern… In diesem Falle die in etwas ungelenkem Deutsch auf der Verpackung als „Origin Schokolade aus Edelkakaobohnen von Tanzania (Ostafrika)“ ausgelobte Tanzanie der Confiserie Josef Hochleitner aus dem salzburgischen Tamsweg in Österreich. Zwischenzeitlich durch die 70prozentige Sao Thome ersetzt und deshalb im Handel nur noch in Restbeständen erhältlich, wenn überhaupt. Die Confiserie Hochleitner hält sich auf ihrer Homepage zugute, vom Gault Millau zur Café-Konditorei des Jahres ernannt und von der mindestens genauso renommierten italienischen Genussinstanz Gambero Rosso als Maestro del Cioccolato tituliert worden zu sein. Halten die satten 73 % Kakaoanteil, der Preis von 3,40 EUR und das aufgedruckte hedonistische Miniatur-Manifest „Genießen ist eine Gabe, diese zu erhalten und zu erweitern sei unser aller Ziel!“ diesem Anspruch stand? Wir kosten…

Die Café Digital Bewertung:

Duft: dezenter, purer Kakaoton ohne jedes Fremdaroma, 17 Punkte
Optik: matt, massiv, zwölfrippig, 16 Punkte
Konsistenz: fester Biss mit leicht sandiger Struktur, 15 Punkte
Geschmack: kräftiger, sehr ausgeprägter Kakaoton mit einer erkennbaren, jedoch durchaus angenehmen Bitternote, 17 Punkte
Abgang: mit zunehmender Länge immer weicher und „buttriger“, 17 Punkte

Gesamtwertung: 82/100

[Bezugsquelle D/A Hochleitner Online-Shop]

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