Kamera
Schokolade

Archiv für die Kategorie ‘Technologie’

« Ältere Artikel | Neuere Artikel »

Googles ‚Lively‘ 3D-Welt und die Folgen

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Technologie | 10. Juli 2008 | 13:21:29 | Roland Müller

livelylogo.jpg

Da hat Google ja wohl eine dicke Überraschung gelandet. Mit ‚Lively‘, einem vorerst nur unter Windows Vista/XP in den Browser integrierten 3D-Chatroom betritt man ein Terrain, auf dem sich das derzeit arg schwächelnde ‚Second Life‘ bisher tummelte. Allerdings nicht mit dem Konzept einer monolithischen Welt, sondern mit den individuellen Welten der einzelnen Nutzer, in denen nicht mehr als 20 Besucher sich gleichzeitig tummeln können. Und entgegen der bisher so Google-typischen intuitiven Einfachheit der Bedienung muss der ‚Lively‘-Nutzer erstmal Hausaufgaben machen und sich anhand eines vorgegebenen Baukastens einen 3D-Raum ausdenken und einrichten, in dem er sich zuhause fühlen will, bevor er seinen Avatar kreiert und sich mit anderen austauscht. Immerhin, wenn Google mit seinen gewaltigen Ressourcen in diesen Sektor der interaktiven Kommunikation einsteigt, dann kann dies neben den üblichen medialen Bebenwellen einiges auslösen. Auch wenn der aktuelle Status der 3D-Welt manches zu wünschen übrig lässt, kann man wohl davon ausgehen, dass allein der magische Name Google eine Nuztermenge generiert, die groß genug sein wird, um als kritische Masse die Welt mit Leben zu erfüllen. Genug Leben jedenfalls, um jenen Effekt auszulösen, der derlei Welten überleben oder schnell sterben lässt: funktionierendes social networking. Die Voraussetzungen zum Mitmachen – ein Google- oder Facebook-Account, Windows Vista oder XP Betriebssystem und Internet Explorer oder FirefoxBrowser – lassen aufrechte Mac-User außen vor. Vorerst.

mehr… »

Kommentare deaktiviert für Googles ‚Lively‘ 3D-Welt und die Folgen

ALT+TAB

Veröffentlicht in Gesellschaft, Technologie | 28. Juni 2008 | 14:12:03 | Roland Müller

gates_end.jpg

Am 1. Juli 2008 ist es soweit. Eine Frühverrentung erschüttert die IT-Welt, wenn nicht gar die Welt. Nach mehr als 12.000 Tagen in Diensten von Microsoft scheidet der Gründer Bill Gates – korrekter: William H. Gates III. – aus dem Unternehmen aus. Er bleibt dem Software-Moloch zwar noch verbunden, dies aber nur wenige Stunden wöchentlich. Ansonsten wird er sich um seine Bill-and-Melinda-Gates-Foundation kümmern. Löblich. Anerkennenswert. Respekt dafür. Nichtdestotrotz die Frage: Kann es ein Microsoft „nach“ Bill Gates geben?Und wenn ja, wie wird es aussehen? Oder, um die Headline dieses Artikels aufzulösen: Wird es selbst nach der zweijährigen Vorbereitungszeit auf diesen Moment möglich sein, einfach „in eine andere Anwendung zu wechseln“ – nichts anderes bedeutet ja der obige Tastaturkürzel unter Windows…?

mehr… »

Kommentare deaktiviert für ALT+TAB

Apple lädt zum Final Cut nach Berlin

Veröffentlicht in Apple & Co, Fotografie, Mobilität, Technologie | 07. Juni 2008 | 11:50:10 | Dirk Kirchberg

dk_teaser.jpg

Wir – das sind ein befreundeter Journalist namens Jörg und ich – machten uns am 5. Juni auf den Weg nach Berlin, denn Apple hatte im Rahmen der Final Cut World Tour zur einzigen Station in Deutschland nach Berlin geladen. Da Jörg und ich das neue iMovie in letzter Zeit so ziemlich ausgereizt hatten, wollten wir uns mal anschauen, was denn der ganz große Spross der Schnittfamilie, Final Cut Studio 2, so drauf hat.

mehr… »

Kommentare deaktiviert für Apple lädt zum Final Cut nach Berlin

Flug LH 8802 – eine Zeitreise

Veröffentlicht in Kultur, Technologie | 20. Mai 2008 | 20:56:31 | Roland Müller

ju_flugnummer.jpg

Ich gebe es gerne zu: In ein, zwei Dingen sind wir hier im Café ganz schrecklich nostalgisch. Das mag einerseits ein gewisses Gegengewicht sein zur durch immer wieder neue Technologieschübe befeuerten Beschleunigung unseres Alltagslebens. Andererseits ist gerade der wache, vergleichende Blick zurück auf das, was vielleicht vor Jahrzehnten State-of-the-art war, mitunter recht erhellend. Wie sagte doch neulich jemand: Der Stress von heute ist die gute alte Zeit von morgen. In diesem Sinne soll dieser Artikel einer Erfahrung geschuldet sein, die erst wenige Tage jung und zugleich über 70 Jahre alt ist – einem Flug mit der perfekt restaurierten Junkers Ju 52-3m der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung vom Flughafen Frankfurt quer über Hochtaunus und das Rhein-Main-Becken zurück zum Flughafen Frankfurt.

mehr… »

5 Kommentare »

Der Informatikprofessor und der Tod

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien, Technologie | 23. April 2008 | 21:41:35 | Dirk Kirchberg

Das Vermächtnis eines Sterbenden: Der unheilbar an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte Informatikprofessor Randy Pausch will mit Botschaften im Netz Menschen zum mutigeren Leben anregen.

Es ist Tradition an Universitäten: Professoren werden zu einer „letzten Vorlesung“ eingeladen. Sie sollen im Hörsaal auftreten, als wäre es das letzte Mal, als sei dieser Vortrag ihr Vermächtnis an die Welt. Auch der Informatikprofessor Randy Pausch von der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh wurde zu einer solchen Vorlesung eingeladen. Doch für Pausch war es tatsächlich die letzte Vorlesung: Der 47-Jährige leidet an unheilbarem Bauchspeicheldrüsenkrebs.

dk_pausch.jpg

Foto: Pam Panchak/Post-Gazette

Eigentlich müsste er längst tot sein. Denn die Ärzte hatten ihm schon im September 2006 nur noch eine Lebenserwartung von maximal sechs Monaten prognostiziert. Doch Pausch lebt immer noch, intensiver denn je. Er kämpft mit einer besonders aggressiven Chemotherapie gegen den Krebs, der inzwischen auch Leber und Milz befallen hat. Doch selbst eine neue Therapie, die er ausprobieren möchte, wird ihm nur einen kleinen Aufschub verschaffen. Die Zeit, die er der Krankheit abringt, nutzt Pausch, um im Internet sein Lebenswerk zu errichten.

mehr… »

1 Kommentar »