Während ich darauf warte, dass mein iPhone-Vertrag alt genug ist, damit ich das 3GS bestellen kann, schaue ich mich so um, was meiner Flip Mino HD bis dahin gefährlich werden könnte. Größtes Manko dieser kleinen Taschencams: das fehlende externe Mikro. Brian Storm hat völlig recht: Unscharfe und körnige / pixelige Bilder gelten unter Umständen als dokumentarisch. Bei schlechtem Ton sind die Zuschauer schnell weg.
Und so stolperte ich vor einigen Wochen über die Lumix GH1 von Panasonic. Die GH1 bietet die Möglichkeit, extern ein Mikro auf den Blitzschuh zu stecken und via Miniklinke mit der Knipse zu verbinden.
Zudem ist die GH1 die erste DSLR, die während des Filmens des Fokus automatisch mitzieht. Bei Canon und Nikon und Co. muss man bisher manuell die Schärfe mitziehen.
GenugInfosüber die GH1 finden sich im Netz, aber ein Testvideo, das sich nicht mit Landschaft oder Pflanzen beschäftigt, war schwer zu finden – auch wenn so manches Landscape-Video wirklich beeindruckend ist.
Wenn der Preis dieses Schätzchens noch ein wenig in den Keller rutscht, könnte meine Flip zum Staubfänger werden.
Klar, der CCD-Chip, mit dem das iPhone seine Fotos in Bilddaten umsetzt, ist mangels Fläche im Vergleich zu ausgewachsenen Digitalkameras nur ein Notbehelf. Aber zumindest beim neuesten iPhone 3Gs liefert er bei halbwegs vernünftigem Licht akzeptable Bilder. Die eigentliche Schwäche des iPhones ist die Kameralinse. jeder Fotograf weiß, dass selbst ein mittelprächtiger Chip mit erstklassiger Optik Erstaunliches zu leisten vermag. Da lag es auf der Hand, dass die foto- und designverliebten Japaner versuchen würden, Digitalnägel mit Analogköpfen zu machen, sprich: für das iPhone eine Schale zu bauen, die es ermöglicht, Wechselobjektive an Apples smartem Smartphone zu montieren. Klingt verrückt, und ist es auch…
Die japanische Band Sour hat vermutlich das für lange Zeit coolste Musikvideo produziert, nur mit Fans (nicht außergewöhnlich) und darüber hinaus nur mit Webcams. Das Video ist wohl der Alptraum eines jeden Cutters. Aber das Ergebnis rechtfertigt jede schlaflose Nacht, die die Planung, Produktion und Fertigstellung dieses Videos sicherlich gekostet hat.
Wer jetzt noch an der Kraft und Macht des Webs zweifelt, dem ist nicht mehr zu helfen. (gefunden bei CrunchGear via homofaber)
J. J. Abrams ist so ein Typ, auf den man durchaus neidisch sein kann. Er ist einfallsreich, enthusiastisch, erfolgreich. Da ich in einigen Fällen Serien gern antizyklisch schaue, bin ich gestern Abend in das Lost-Universum eingetaucht.
Was sofort auffällt: Hier werden zig Erzählstränge parallel angelegt, man erfährt nur Fragmente und muss das Puzzle selbst zusammensetzen. Nichts wird zu explizit. Hemingway nannte dieses Prinzip die Eisberg-Theorie, nach der nur ein Achtel eines Eisbergs über Wasser zu sehen ist. Der Rest liegt unterhalb der Sichtlinie.
So ein inspirierter und inspirierender Typ wie Abrams musste natürlich auch irgendwann bei den TED Talks landen. Daher without further ado… J. J. Abrams und seine Mystery Box!
Zuerst einmal der Disclaimer: Ich bin seit Jahren Mitglied bei Freelens und arbeite in der Redaktion des Freelens Magazins mit.
Jetzt zum wichtigen Teil: Immer mehr Verlage versuchen, den Fotografen über engmaschige KnebelVerträge möglichst alle Rechte abzunehmen. Und ich meine wirklich komplett. Auf alle Zeiten, für alle Zwecke.
Ich finde zwar auch, dass man in digitalen Zeiten eine andere Idee von Rechten in Betracht ziehen sollte – hier sei nur kurz Creative Commons erwähnt –, es muss aber gewährleistet bleiben, dass die (im wahrsten Sinne des Wortes) Urheber für ihr Werk entlohnt und im professionellen Fall davon leben können. Wenn aber Verlage nun im Zuge der voranschreitenden Gewinnmaximierung ihren Autoren – ob Text oder Foto ist egal – alle Rechte abnehmen und ihnen nur Pfennige Cent als Entlohnung hinwerfen, wird das System über kurz oder lang, höchstwahrscheinlich über viel kürzer, kippen.
Und da wir nun mit den digitalen Mitteln eigentlich keine Verleger mehr brauchen, um unsere Inhalte zu publizieren, sollten sich die Verleger, deren Geschäftsmodelle noch sehr stark auf Papier angewiesen sind, es zweimal überlegen, ob sie es sich mit den Schaffenden verscherzen.
Freelens, der Verband der Fotojournalistinnen und Fotojournalisten e.V., hat nun gegen einen dieser Verlage demonstriert und die eigenen Fotos im Rahmen des ersten G-Days lieber selbst verschenkt als sie zu übelsten Bedingungen für immer abzugeben.
„Mit dieser Aktion wollen die Fotografen auf die unsäglichen Vertragsbedingungen des Jahreszeitenverlages aufmerksam machen. In diesen Verträgen nimmt sich der Verlag das Recht, Fotos die aus Aufträgen resultieren, beliebig oft auch in anderen Objekten der Ganske-Gruppe, zu die der Jahreszeiten-Verlag gehört, zu verwenden – ohne jegliche weitere Honorierung.
Nach wie vor ist der Verlag nicht bereit, mit den Fotografen, die z.T. Jahrzehnte für die Magazine des Verlages arbeiten, über den Vertrag zu verhandeln.
Bereits über 4.000 Fotografen unterstützen diesen Appell gegen solche Vertragsbedingungen:
Wir protestieren gegen die aktuellen Verträge für Fotoproduktionen des Jahreszeiten Verlages. Sie sind ein eklatantes Beispiel für den Versuch, die Rechte der Fotografen, Journalisten und Autoren zu beschneiden.
Wir wehren uns grundsätzlich gegen Rahmenbedingungen, die
– die journalistische Freiheit und die Rechte von Autoren bedrohen
– die Urheberrechte untergraben und die Übertragung von Nutzungsrechten nicht angemessen entlohnen
– die wirtschaftliche Existenz von Fotografinnen und Fotografen gefährden
– einen Angriff auf den Markt der Bild- und Fotoagenturen darstellen
Das Ergebnis kreativer Arbeit muss weiterhin den Urhebern gehören!“