Kamera
Schokolade

All Things Kaffee

Veröffentlicht in Genuss | 24. Mai 2008 | 00:57:58 | Dirk Kirchberg

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Ich war vor einer Weile bei einem Kaffeeseminar bei Thomas Brinkmann. Der Mann ist nicht nur stolzer Geschäftsführer eines Fairtrade-Kaffeefachgeschäfts, sondern auch Deutschlands amtierender Kaffeeröstmeister. Also der beste Ansprechpartner, um herauszufinden, wie der Kaffee im Café noch professioneller zubereitet und somit noch ausgewogener genossen werden kann.

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Flug LH 8802 – eine Zeitreise

Veröffentlicht in Kultur, Technologie | 20. Mai 2008 | 20:56:31 | Roland Müller

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Ich gebe es gerne zu: In ein, zwei Dingen sind wir hier im Café ganz schrecklich nostalgisch. Das mag einerseits ein gewisses Gegengewicht sein zur durch immer wieder neue Technologieschübe befeuerten Beschleunigung unseres Alltagslebens. Andererseits ist gerade der wache, vergleichende Blick zurück auf das, was vielleicht vor Jahrzehnten State-of-the-art war, mitunter recht erhellend. Wie sagte doch neulich jemand: Der Stress von heute ist die gute alte Zeit von morgen. In diesem Sinne soll dieser Artikel einer Erfahrung geschuldet sein, die erst wenige Tage jung und zugleich über 70 Jahre alt ist – einem Flug mit der perfekt restaurierten Junkers Ju 52-3m der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung vom Flughafen Frankfurt quer über Hochtaunus und das Rhein-Main-Becken zurück zum Flughafen Frankfurt.

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Das größte Missverständnis des Westens

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur | 13. Mai 2008 | 13:03:01 | Roland Müller

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Bevor es hier im Café nach einem sonnigen (und faulen) Pfingstfest mit einem ziemlich heißen Apple-Thema weitergeht – nämlich dem Thema Sicherheit unter Mac OS X – nutze ich aus aktuellem Anlass die Gelegenheit, auf Prof. Harro von Sengers neuestes Werk hinzuweisen. Aktueller Anlass? Aber ja! Denn im Vorfeld der Olympischen Spiele und des medial so trefflich in Szene gesetzten Tibet-Konflikts möchte ich ein wenig näher auf dieses Buch eingehen, das wie derzeit kein zweites mit dem vielleicht größten Missverständnis des Westens aufräumt, das im Umgang mit der VR China im Schwange ist. Eigentlich müsste diese kurze Rezension ja ähnlich wie Kapitel 4 von Harro von Sengers wirklich erhellendem Buch mit „Supraplanung, Sinomarxismus und Strategemkunde“ überschrieben sein. Denn genau darum geht es in seiner präzisen Analyse des politischen und wirtschaftlichen Langzeitplanungssystems der VR China. Die Kombination jahrtausendealter systematischer Listenerkennung und -anwendung in Kombination mit dem sinomarxistischen Ideologie, basierend auf (immer noch!) Maos Dreiweltenmodell und der Hauptwiderspruchslogik sowie die in Dekaden bis Jahrhunderten zielgebende und vorausplanende Suypraplanungsmethodik „Moulüe“ stellen in ihrer methodischen und praktischen Gesamtheit eine Herausforderung gerade für die westlich geprägte Kultur dar, die historische Ausmaße hat. Tragischerweise wird dies aber nahezu komplett ignoriert. Insbesondere die von Harro von Senger unwiderlegbar bewiesene Tatsache, dass a) der von westlichen Medien und Politikern den Chinesen unterstellte „Pragmatismus“ überhaupt nicht existiert und b) die VR China entgegen allem ebenfalls medial befeuerten Kapitalismusgerede ein durch und durch marxistisch gelenkter Staat ist und bleibt, hat mir persönlich einige regelrecht einzementierte Vorurteile genommen und buchstäblich die Augen geöffnet. Ich folge von Senger darin, dass es allerhöchste Zeit ist, sich intensiv – neben Strategemen und Supraplanung – mit der Ideologie des von der VR China aus dem herkömmlichen und im Westen gescheiterten Marxismus zu einem sehr spezifischen und offensichtlich sehr erfolgreichen Sinomarxismus auseinanderzusetzen. Der, um dies hier vorweg zu nehmen, „mangelnde Produktivität der Staatswirtschaft gegen wachsende materielle und geistige Bedürfnisse des Volkes“ seit 1978 als zu lösenden Hauptwiderspruch formuliert hat und als Mittel eine sozialistische Marktwirtschaft realisiert. Ohne dies und die Dialektik des Sinomarxismus zu verstehen, kann man China nicht verstehen, geschweige denn seine Intentionen erkennen und mit diesen aktiv umgehen! Mein vorläufiges Fazit zu diesem neuen Buch des führenden Sinologen der westlichen Welt lautet somit: Ein „must read“ ohne jede Einschränkung und vielleicht das wichtigste Buch, das in den letzten 50 jahren über China erschienen ist.

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Hüh und Hott bei Microflott

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet | 08. Mai 2008 | 16:14:01 | Roland Müller

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Nachdem Yahoo entweder a) eine Nummer zu groß oder b) eine Nummer zu unverschämt oder c) eine Nummer zu ungeschickt war, schaut sich Redmond nun bei anderen Web 2.0 Applikationen um. Und wird laut dem Wallstreet Journal möglicherweise fündig bei Facebook, einer „Plattform, die dich mit den Leuten um dich herum verbindet“. Neue Zuckerli für Mark Zuckerberg, der Facebook vor gerade mal vier Jahren an der Harvard University entwickelt hat? Durchaus möglich. Denn Microsoft hält seit 2007 einen 1,6-Prozentanteil im Wert von (damals) 240 Millionen US$, der sich sicher problemlos aufstocken ließe. Vielleicht ist das ganze aber auch nur ein geschickter Schachzug von Ballmer und Co., um Yahoo doch noch auf den Boden der monetären Tatsachen zurückzuzwingen? Immerhin hat Yahoo-CEO Jerry Yang laut NZZ zwischenzweitlich durchblicken lassen, dass man durchaus zu weiteren Gesprächen zur Verfügung stünde. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass MS sich in der „Eternal Battle“ mit Google lediglich auf die jeden Datenschutzbeauftragten in die Verzweiflung treibende Freundschaftplattform Facebook verlassen würde. Da braucht es schon mehr, andere und schärfere Munition, um gegen den innovationsfreudigen Googleganten anzutreten. Auch wenn der in letzter Zeit immer wieder mal Topleute an Facebook verliert. Wie gerade eben wieder.

Bei der Gelegenheit stelle ich einmal mehr fest, dass Networking über derlei Plattformen ein zweischneidiges Schwert ist. Hätte ich nicht die Disziplin, mich auf XING und nebenher noch ein paar ehrenamtliche Tätigkeiten zu konzentrieren, könnte ich locker 90 Pozent meiner Arbeitszeit damit vergeuden, an meinen Netzwerken zu basteln und Tausenden von Leuten, darunter sicher jede Menge argusäugiger Marketingprofis, mehr oder weniger intime Details meiner Vita, meiner Einkommensverhältnisse und meiner persönlichen Vorlieben zu verraten. Nur um dann noch gezielter mit Werbung zugemüllt zu werden. Nö! Das muss nicht sein. schon gar nicht, wenn irgendwo dahinter Google oder Microsoft stehen, worauf es im Endeffekt und über einen Zeithorizont von vielleicht 10 Jahren wohl hinauslaufen wird…

(©Logo: facebook.com)

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Keith nimmt HillBill volley

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien | 07. Mai 2008 | 11:48:18 | Dirk Kirchberg

Keith Olbermann ist die schärfste Zunge von MSNBC. Und keinem US-amerikanischen Medienmenschen schaue ich lieber beim Zerpflücken von Politikern und ihren Worthülsen bzw. Lügen zu als ihm.

Nun steht’s ja nicht gerade gut um Hillarys Kampagne, aber wie sagte schon Churchill so schön (Hat er wohl nicht gesagt, aber für das Gegenteil gibt’s eben auch keinen Beweis…): »Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.« Und getreu diesem Motto wird vom Team Clinton nach jeder verlorenen Wahl die Aussagekraft der gerade verlorenen Wahl neu definiert.

Was lernen wir daraus? Es gibt eben nicht nur swing states, sondern auch swing politicians. Und jetzt viel Spaß bei Olbermanns kleiner Sezierstunde:

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