Kamera
Schokolade

Mugabe und die geknickte Demokratie

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien | 06. Juli 2008 | 13:07:02 | Dirk Kirchberg

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Wo wir gerade bei Unabhängigkeit, Demokatrie und Menschenrechten waren: Robert Mugabe, seit 21 Jahren Tyrann Staatspräsident von Simbabwe, hat 18 Jahre lang immer wieder bestritten, Wahlen zu manipulieren. Nun aber hat ein mittlerweile mit seiner Familie geflüchteter ehemaliger Gefängniswärter, Shepherd Yuda, mit versteckter Kamera gefilmt, wie in Simbabwe Wahlen ablaufen.

Man sieht, wie der Mann vor einem Kampfgefährten Mugabes seinen Wahlzettel ausfüllen muss. Außerdem wird in dem Film gezeigt, wie gegen die demokratischen Bewegungen agitiert wird, wie Oppositionelle eingekerkert und „umerzogen“ werden. Sollte letztere Maßnahme nicht ausreichen, greifen Mugabes Schärgen auch gern zu drastischeren Mitteln bis hin zum Mord.

Yudas Film ist wichtig und sehenswert. Also, ab zum Guardian.

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Moonshine!

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur | 04. Juli 2008 | 09:27:34 | Dirk Kirchberg

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Heute morgen, als ich noch nicht ganz wach Brötchen holte, stand ich in der Straßenbahn und war schwer mit Atmen beschäftigt, als plötzlich eine Gruppe von amerikanischen Jugendlichen – vermutlich Studenten auf ihrer Grand Tour – ihre Nationalhymne anstimmten. Für ein paar Sekunden wunderte ich mich, bis mir plötzlich einfiel: „Natürlich – 4. Juli!“

Dieser Moment kurzer Verwirrung, gefolgt von einem Geistesblitz, erinnerte mich an eine Szene aus einem meiner Lieblingsfilme. In John Sturges‘ The Great Escape gibt es die großartigste 4. Juli-Szene, die ich kenne. Zusammen mit seinen Kumpels destilliert Cooler King Virgil Hilts, gespielt vom unangefochtenen King of Cool Steve McQueen, ein wenig Moonshine, um den Tag der amerikanischen Unabhängigkeit von den Briten zu feiern.

Weil wir hier im Café die amerikanische Idee – wenn auch nicht ansatzweise die derzeitige Umsetzung – sehr schätzen, präsentieren wir anlässlich des 4. Julis eine der besten Szenen dieses Filmklassikers.

Erinnern wir uns der wahren Worte Benjamin Franklins:

Diejenigen, die grundlegende Freiheiten aufgeben, um ein wenig mehr vorrübergehende Sicherheit zu erkaufen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.

Wir wünschen einen schönen Unabhängigkeitstag!

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Einfach verständlich

Veröffentlicht in Internet | 03. Juli 2008 | 12:48:10 | Roland Müller

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Klar, es gibt jede Menge Lexika im Internet, die selbiges zu erklären versuchen. Und darunter ganz gewiss auch etliche, die ansprechender designt sind als ausgerechnet netplanet. Aber: Uns hier im digitalen Café ist derzeit keines bekannt, das so sauber strukturiert und vor allem in so klaren und verständlichen Worten Adressierung, Aufbau, Dienste, Geschichte, Kryptografie, Netiquette, Organisation, recht, Sicherheit Traditionen und Zugang zum Internet beschreibt und erklärt. Und genau deshaln ziert ein Link zu netplanet ab heute auch unsere Linkliste. Wer sich also bei einem Tässchen Kaffee vergewissern möchte, ob das, was er bisher für gesichertes Wissen hielt, auch tatsächlich der Realität entspricht und nicht das weit verbreitete Halbwissen repräsentiert, das allseits grassiert, der wirft ab und an mal einen Blick auf den Netzplaneten von Besim Karadeniz…

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ALT+TAB

Veröffentlicht in Gesellschaft, Technologie | 28. Juni 2008 | 14:12:03 | Roland Müller

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Am 1. Juli 2008 ist es soweit. Eine Frühverrentung erschüttert die IT-Welt, wenn nicht gar die Welt. Nach mehr als 12.000 Tagen in Diensten von Microsoft scheidet der Gründer Bill Gates – korrekter: William H. Gates III. – aus dem Unternehmen aus. Er bleibt dem Software-Moloch zwar noch verbunden, dies aber nur wenige Stunden wöchentlich. Ansonsten wird er sich um seine Bill-and-Melinda-Gates-Foundation kümmern. Löblich. Anerkennenswert. Respekt dafür. Nichtdestotrotz die Frage: Kann es ein Microsoft „nach“ Bill Gates geben?Und wenn ja, wie wird es aussehen? Oder, um die Headline dieses Artikels aufzulösen: Wird es selbst nach der zweijährigen Vorbereitungszeit auf diesen Moment möglich sein, einfach „in eine andere Anwendung zu wechseln“ – nichts anderes bedeutet ja der obige Tastaturkürzel unter Windows…?

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Schau‘ mir in die Iris, Kleines

Veröffentlicht in Apple & Co, Fotografie | 24. Juni 2008 | 14:34:21 | Roland Müller

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Professionelle Bildbearbeiter stehen auf Adobe Photoshop (oder Gimp, je nach Vorlieben). Gelegenheits-Bildbearbeiter nutzen Adobe Photoshop Elements, den kleinen Bruder des mächtigen Platzhirsches. Anhänger des Zonensystems schwören auf Lightzone (was eine andere Geschichte ist). Stellt sich also die Frage: Braucht es da noch ein weiteres leichtgewichtiges Bildbearbeitungsprogramm unter Mac OS X? Nun, Nolobes IRIS ist angetreten, alle Zweifel an seiner Existenzberechtigung zu zerstreuen und präsentiert sich bereits in Version 1.0 recht vollmundig als „ultimate image editor for Mac OS X“. Hoppla?

Immerhin, die Software ist exklusiv für Mac OS X 10.5 ‚Leopard‘ (!) entwickelt worden und läuft auch nur darunter. Mit einem minimalistischen Ein-Fenster-muss-reichen Konzept besticht Iris zumindest schon mal rein optisch. Das immerhin hat uns im Café doch so neugierig gemacht, dass wir in den nächsten Tagen die Schnittblume mal im Tagesgeschäft mitlaufen lassen. Das Ergebnis unserer Beobachtungen gibt’s dann bei einem Tässchen Kaffee zu lesen und zu bewerten. CU!

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