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Archiv für die Kategorie ‘Politik’

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Der 9. November am 8.

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Politik | 09. November 2012 | 19:21:14 | Roland Müller

PK_Peter_Feldmann

Sie nennt sich „Gedenkstunde zur Erinnerung an die Wiederkehr der Ereignisse der Pogromnacht 1938“. Und sie findet traditionell statt in der Frankfurter Paulskirche. Und dies am gestrigen 8. November 2012, ab 16 Uhr. Der, wie halbwegs in Zeitgeschichte Bewanderte wissen, nicht der Jahrestag der Pogrome im nationalsozialistischen Deutschland des Jahres 1938 war, sondern der darauf folgende 9. November. Aber der ist ja mittlerweile „belegt“ durch die deutsch-deutsche Wiedervereinigung des Jahres 1989, um nicht zu sagen in ihrem langen Schatten seitdem in der Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten. Und wenn wir hier schon am Kritikastern sind, sei uns auch der Hinweis gestattet, dass der Titel der Veranstaltung schlicht schlechtes und damit missverständliches Deutsch beinhaltet: Die Götter und die Demokratie mögen uns davor bewahren, dass die Ereignisse jener Pogromnacht wiederkehren, sich also erneut vollziehen! Aber genug der Kritik an verschobenem Zeitpunkt und verschrobener Betitelung. Es war, davon konnten wir uns überzeugen, eine wichtige und bewegende Gedenkstunde, eröffnet vom neuen Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmannmehr… »

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Amerikas zweite Chance – ein Kommentar

Veröffentlicht in Gesellschaft, Medien, Politik | 07. November 2012 | 12:20:40 | Roland Müller

ObamaWin2012

Was für eine Wahlnacht! Schlussendlich dann doch noch der von Vielen erhoffte Sieg Barack Obamas über seinen republikanischen Herausforderer. Mit dem Gewinn des traditionell alles entscheidenden Swing States Ohio kam die Wende im dramatischen Kopf-an-Kopf Rennen um die Präsidentschaft der immer noch mächtigsten militärischen und wirtschaftlichen Macht des Planeten. Was sind die Konsequenzen? Darüber haben wir uns ein paar Gedanken gemacht… mehr… »

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Totgeglaubte und so

Veröffentlicht in Gesellschaft, Medien, Mobilität, Politik, Technologie | 01. Mai 2012 | 19:11:53 | Dirk Kirchberg

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In unserem ersten – und bisher einzigen – Artikel in diesem Jahr gelobten wir Besserung. Doch spätestens seit John Lennon wissen wir, dass das Leben das ist, was passiert, während wir damit beschäftigt sind, andere Pläne zu machen. Nach einer langen Durststrecke wird es nun, zumindest laut unserer bescheidenen Pläne, wieder etwas häufiger was auf die Augen und den Geist geben im Café. Wir beginnen mit einer kleinen Berichterstattung von der morgen in Berlin beginnenden re:publica 2012, die unter dem Motto ACT!ON steht. Wir stellen uns auf eine gehörige Portion Kopfkribbeln ein. Wer von Euch ist auch da? Wir sehen uns in Berlin – oder hier im Café.
Foto: Robby van Moor/CC/flickr

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Frankfurter Buchmesse 2010 (2)

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Kunst, Literatur, Medien, Politik | 10. Oktober 2010 | 14:31:53 | Roland Müller

Titel2BM10_WagenbachTango

Wer ist noch mal gleich der diesjährige Gaststar der Frankfurter Buchmesse? Richtig, Argentinien, das klischeebehaftete Land der Gauchos, des Tango und einer großartigen Literatur. Aber bevor wir uns diesem Thema ein wenig mehr widmen und den argentinischen Pavillon besuchen, stolpern wir noch über ein, zwei weitere Prominente und machen uns so unsere Gedanken über den literarischen Jahrmarkt der Eitelkeiten…

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Google Street View – die Rettung?

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Mobilität, Politik, Technologie | 16. August 2010 | 15:05:12 | Dirk Kirchberg

Ebstorfer Weltkarte

Ebstorfer Weltkarte

Mir geht diese sommerlochgehypte Entrüstungsberichterstattung über Google Street View gewaltig auf den Zeiger. Kennen die Damen und Herren Politiker denn nicht Dienste wie Sightwalk oder Norc?! Nein, die Hysterie funktioniert nur, wenn Google draufsteht. Versteht mich nicht falsch, ich bin dafür, dass man kontrolliert, was Unternehmen mit unseren Daten und Daten über uns so veranstalten. Aber einen Dienst, den es in anderen Ländern bereits seit zwei Jahren gibt, zu verteufeln, weil man sich (so vermute ich) auf diese Weise profilieren möchte, ist grotesk und bigott. Es folgt mein Artikel, der in der vergangenen Woche im Feuilleton der der Hannoverschen Allgemeinen erschien.

HAZ vom 13. August: Die größte und inhaltsreichste Karte des Mittelalters, die Ebstorfer Weltkarte, war im Durchmesser rund dreieinhalb Meter groß und bestand aus 30 zusammengenähten Pergamentblättern. Experten vermuten, dass die Karte, die 1943 bei einem Luftangriff auf Hannover vernichtet wurde, um 1300 im Benediktinerinnenkloster Ebstorf in der Lüneburger Heide gefertigt wurde.

Sich auf der Karte zu orientieren fällt zuerst schwer. Denn die Karte war anders als moderne Karten nicht nach Norden ausgerichtet, sondern nach Osten, was auf mittelalterlichen Weltkarten durchaus üblich war. Schließlich glaubte man, das Heil würde von Osten kommen. Zudem ist die Karte mit einer Christusdarstellung verziert. Das Haupt Christi liegt im Osten, die Hände im Norden und Süden, die Füße im Westen.

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