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Archiv für die Kategorie ‘Kultur’

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Die Lust an der List (2)

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur | 20. März 2008 | 21:46:33 | Roland Müller

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So, heute wird es wie versprochen konkret. Damit sich ein jeder schon mal einen ersten Eindruck vom Sinngehalt der 36 Strategeme machen kann, werde ich sie im folgenden erst einmal alle auflisten. Allerdings bin ich so frei, sie der leichteren Verständlichkeit halber mit deutschen Bezeichnungen zu versehen, ihren von Sun Wu (siehe oben) inspirierten kriegerischen Gehalt ziviler fassen und jenen deutschen Sprichwörtern zuzuordnen, die dem Sinngehalt des chinesischen Urtextes am ehesten (wenn auch nicht hundertprozentig!) entsprechen. Ansonsten werde ich Harro von Senger folgen und diese 36 Strategeme in fünf (eigentlich sieben, doch dazu später mehr) logische Gruppen zusammengefasst präsentieren und besprechen.
 Hier also erst einmal der große Überblick, der für den geneigten Leser schon einiges durchblicken lässt und eine vielleicht etwas wenig christliche, aber dafür umso anregendere Osterlektüre hergibt…

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re:publica 08 – Das Café ist dabei

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Medien | 19. März 2008 | 17:26:08 | Dirk Kirchberg

Nach dem 1. BarCamp in Hannover (1, 2, 3) fahre in nun Anfang April zur re:publica 08 nach Berlin. Der Info-Text und das Beta-Programm klingen spannend. Zugfahrkarte ist gebucht, Zimmer hoffentlich auch bald im DNA-lastigen Heart of Gold-Hostel, Ticket für die drei Tage dauernde Konferenz wird gleich geblockt. Und dann kann’s los gehen. Worum es eigentlich geht? Darum:

Zwischen Kultur, Medien, Politik und alltäglich genutzter Technik: Vom 2. bis 4. April 2008 treffen sich in Berlin Blogger und andere Netzbewohner zur re:publica’08. Das Konferenz-Motto “Die kritische Masse” steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.

Harvard-Professor Viktor Mayer-Schönberger von der John F. Kennedy-School of Government wird die Keynote über “Nützliches Vergessen” halten: Wie funktioniert Datenschutz im Web 2.0 heute – wie könnte er besser funktionieren? Und wer ist dafür zuständig?

re:publica 08

Die ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann wird mit den Besuchern diskutieren, wie die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Anstalten im digitalen Zeitalter aussehen könnte. Die Internet-Strategie der ARD soll dabei einem Realitätscheck unterzogen werden. Im direkten Gespräch zwischen denen, die das neue Web gestalten und Vertretern des herkömmlichen Rundfunks sollen dabei Wege und Irrwege aufgezeigt werden. Der Schriftsteller Peter Glaser wird mit Tim Pritlove in einem Live-Podcast für Chaosradio Express über “Die kritische Masse” diskutieren.

Bereits jetzt stehen gut 50 Programmpunkte für die dreitägige Konferenz im vorläufigen Programm. Die Veranstalter erwarten, dass die Besucher im April die Wahl zwischen fast 100 Vorträgen, Diskussionen und Workshops haben werden.

Sehen wir uns in Berlin?

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Die Lust an der List (1)

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur | 14. März 2008 | 10:48:52 | Roland Müller

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China, das ist längst Allgemeingut, hat sich nach dem ambivalenten ersten auf einen neuen langen Marsch gemacht. Diesmal geht es darum, zur führenden Wirtschaftsmacht des Planeten aufzusteigen. Nachdem das längst wieder von Konfuzius statt Mao vorangetriebene Milliardenvolk vermutlich bereits in diesem Jahr Deutschland vom Thron des Exportweltmeisters verdrängen wird und zudem gerade auch hierzulande zunehmende Unternehmenspräsenz zeigt, kann man nicht länger ignorieren, dass Chinesen anders „ticken“ als wir barbarischen Langnasen. Gerade wer die zwar begründeten, aber oft ungelenken deutschen Statements in Sachen Menschenrechte bei irgendwelchen Staatsbesuchen und die oft mit brillanter Dialektik geführten Reaktionen der Chinesen beobachtet, kommt ins Grübeln. Und recherchiert dann vielleicht ein wenig. So wie ich dies vor Jahren getan habe. Damals noch für eine Artikelserie im Multiuser-Blog Mehrzweckbeutel, die der hier und heute startenden Serie zugrunde liegt. Wie auch immer, jedenfalls bin ich seit damals fasziniert von einem der gravierendsten kulturellen Unterschiede zwischen dem Westen und dem Reich der Mitte, nämlich dem grundsätzlich anderen Verständnis von dem, was wir als „List“ bezeichnen. Und was die Chinesen über Jahrhunderte in Form der berühmten, aber hierzulande kaum beachteten 36 Strategeme niedergelegt haben. Ich will versuchen, hier in der entspannten Umgebung des Café Digital geneigten Besuchern in loser Folge eine Einführung in das listorientierte Agieren einer Kultur zu geben, die als einzige dieser Welt Überlistungstechniken benannt und systematisch zusammengestellt hat.

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John von Düffel und der Regen

Veröffentlicht in Kultur | 12. März 2008 | 00:18:12 | Dirk Kirchberg

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Heute Abend war ich bei einer Lesung / Diskussion von John von Düffel, der sich anlässlich des von den Vereinten Nationen 1992 ins Leben gerufenen Tag des Wassers mit Moderator Wend Kässens über den Mythos Wasser unterhielt und zwischendurch aus seinen Essays und seinen Romanen las – während es draußen in Strömen regnete.

Es war ein wunderbarer Abend, der den Verstand mal wieder spazieren führte. Solche Inspirationen sollte man sich viel öfter selbst verschreiben. Denn der mistige Alltag, der uns mit all seinen ach so wichtigen Problemen außer Atem hält, ist eben nicht so wichtig wie wir ihn meist nehmen. Die Welt dreht sich auch ohne uns, der Fluss fließt weiter, das Wasser verändert sich ständig. Davon können wir lernen.

Wie sagte Bruce Lee doch so richtig?

»Empty your mind. Be formless, shapeless. Like water.

Now you put water into a cup, it becomes the cup. You put water into a bottle, it becomes the bottle. You put it into a teapot, it becomes the teapot.

Now water can flow, or it can crash. Be water, my friend…«

Ach ja, eins noch: Kauft Euch gefälligst alle Bücher von John von Düffel! Das Gespräch des heutigen Abends überträgt NDR Kultur übrigens am 23. März. Und am 17. Mai läuft auf NDR Info um 21:05 Uhr der Radio Tatort Schrei der Gänse – von John von Düffel.

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BCH 2008 Live Report (3)

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Medien | 25. Februar 2008 | 02:07:25 | Dirk Kirchberg

Das 1. BarCamp in Hannover ist Geschichte. Auch wenn ich nur den ersten Tag miterleben konnte, weil ich am Sonntag meinem Brotjob nachgehen musste, habe ich viel Neues gehört und spannende Ansätze vermittelt bekommen. Vom rein Technischen habe ich zwar herzlich wenig verstanden. Aber die Ideen dahinter, abseits der Nullen und Einsen, fand ich faszinierend. Ich habe zudem einige sehr interessante Menschen kennen gelernt, wie etwa Dania und Gregory Gerhardt, mit denen ich mich ja schon auf der Warm-Up-Party sehr angeregt unterhalten habe.

Auf dem BarCamp erklärten mir die beiden ihr Projekt amazee nochmals ausführlich. Und ich muss sagen: Ich bin schwer begeistert! Das könnte von der Größenordnung her das nächste Facebook werden, aber mit dem viel spannenderen Ansatz, wie ich finde. Wer hat’s erfunden? Die Schweizer!

So, alles weitere gibt’s in meinem abschließenden Video. Viel Spaß!


Link: sevenload.com

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