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Schokolade

Archiv für die Kategorie ‘Genuss’

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Der ultimative Schokoladentest (5)

Veröffentlicht in Genuss | 19. November 2007 | 14:38:59 | Roland Müller

bonnat_haciendaelrosario.jpg

Was könnte besser zu solch einem kalten, feuchten, nebligen Novembertag passen als ein gehöriger Schub Endorphine? Diesmal aus Frankreich, wo man ebenfalls die Tradition der Chocolaterie hoch zu halten weiß. Wir testen diesmal etwas Hochdosiertes. Nämlich die aus Kakao der venezolanischen Plantage ‚Hazienda del Rosario‘ hergestellte Tafelschokolade von Chocolat Bonnat aus dem kleinen Städtchen Voiron in der Nähe von Grenoble. Die immerhin 75 Pozent Kakaoanteil dieser Tafelschokolade lassen die ca. 3,45 EUR teure 100-gr-Tafel mit 75 % als teuer, aber gerade noch angemessen ausgepreist erscheinen. Wenn die Qualität denn diesen Anspruch zu halten vermag. Tut sie’s? Wir kosten…

Die Café Digital Bewertung:

Duft: sehr intensiver, sehr feiner Kakaoton ohne jede Säure, 19 Punkte
Optik: seidenmatt, minimal porig, 16 Punkte
Konsistenz: mittelhart, etwas splittrig, knackiger Biss, 17 Punkte
Geschmack: trotz des hohen Kakaoanteils keine Säuredominanz, sehr dezente, angenehme Bitternote und ein Hauch von Zedernholz, exzellent! 19 Punkte
Abgang: sehr ausgeprägter, sehr langer Nachhall, 19 Punkte

Gesamtwertung: 90/100

[Bezugsquelle in D: Berliner Kaffeerösterei, in A: Zehrer]

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Der ultimative Schokoladentest (4)

Veröffentlicht in Genuss | 07. November 2007 | 16:40:29 | Roland Müller

zotter_blaetterkrokant.jpg

So, nach zwei Telefoninterviews widme ich nun wieder kurz aber intensiv den süßeren, sprich: analogen Seiten des Lebens. Auch wenn sie so süß gar nicht ist, die High-End-Tafelschokolade der aktuellen Verkostungsrunde im Café Digital. Wer wie wir hier mit den zuckersüßen Milkas und Alpias dieser Welt nichts anzufangen weiß, dem steht heute ein alpenländisches Produkt ins Haus: die mit Hippen-Krokant gefüllte Edelbitterschokolade Blätterkrokant Christine Ferber des so kreativen wie marketingerfahrenen österreichischen Herstellers Zotter. Wieso Christine Ferber? Nun, ich sagte ja schon, der Herr Zotter ist ausgesprochen fit im Marketing und bedient sich deswegen des Namens von Frankreichs berühmtester Konditorin. Dieser endorphinhaltige Stoff muss also etwas ganz Besonderes sein. Zudem ist die handgeschöpfte Schokolade nach einer Preiserhöhung, die für einigen Aufruhr gesorgt hatte, mit nunmehr 2,90 EUR für die 70-gr-Tafel mit ihren immerhin knapp 70% Kakaoanteil Fairtrade-zertifiziert. Respekt! Auch da ebenfalls das Marketing so seine Hintergedanken gehabt haben mag…

Die Café Digital Bewertung:

Duft: ausgeprägte Kakaonase mit einem Hauch Lavendel 17 Punkte
Optik: quasi naturbelassen, matte, unregelmäßige, handgeschöpfte Couvertüre 16 Punkte
Konsistenz: fest, ohne hart zu sein, mit gutem, glatten Biss ins knusprige, sehr feinstrukturierte Krokant 18 Punkte
Geschmack: exzellent, angenehm verhaltene Süße, perfekter Gleichklang aus intensivem Kakaoton und kräftigem Mandel-Nusskrokant mit wiederum einem Hauch Lavendel 18 Punkte
Abgang: lang und ausgewogen, gewissermaßen die (wirklich!) längste Krokantpraline der Welt 18 Punkte

Ich gebe einen halben Extrapunkt für die Fairtrade-Zertifizierung, deshalb:

Gesamtwertung: 87,5/100

[Bezugsquelle in D: Berliner Kaffeerösterei; in A: Manni’s Laden]

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Der ultimative Schokoladentest (3)

Veröffentlicht in Genuss | 13. Oktober 2007 | 21:10:38 | Roland Müller

rausch.jpgBevor Apples Leopard offiziell ins Café springt, bevor der erste Café Digital Softwaretest startet und sogar noch bevor die Telekomiker ihre sorgsam geheim gehaltenen iPhone-Tarife veröffentlichen, stärken wir uns schnell mit einer weiteren, feinen Tafelschokolade. Der heutige Kandidat stammt zur Abwechslung mal aus deutschen Landen, und zwar von dem Berliner Schokoladenhersteller Rausch, der bekannt ist für seine „Plantagenschokoladen“ – Tafelschokoladen also, die voll im Trend liegend aus Kakao einer einzelnen Plantage produziert werden. Durchaus vergleichbar mit Lagenchampagner oder hochwertigen Weinen aus definierten Einzellagen. Das Produkt nennt sich klangvoll „Puerto Cabello Plantagenschokolade“ und fällt in die Kategorie „Herbe Vollmilchschokolade“. Das mag nicht unbedingt meine persönliche Vorliebe sein, aber egal, zum passenden Kaffee… 😉

Die Café Digital Bewertung:

Duft: sehr verhalten, kaum wahrnehmbar, generischer Milchton, 13 Punkte
Optik: matt, helles Braun, 16 Punkte
Konsistenz: sehr fest für Vollmilchschokolade, feine Struktur, im Mund etwas karamelig, 16 Punkte
Geschmack: angenehm verhaltene Süße mit guter, fein ausbalancierter Kakaonote, 17 Punkte
Abgang: mittlere Länge mit delikat feinherbem Nachhall, 18 Punkte

Gesamtwertung: 80/100

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Der ultimative Schokoladentest (2)

Veröffentlicht in Genuss | 21. September 2007 | 20:53:43 | Roland Müller

Eigentlich brauche ich mich heute Abend gar nicht aufzuputschen. Schließlich wird ein Teil der Café-Digital-Redaktion für eine Woche seine Aktivitäten ins weinselige Piemont verlagern, wo Barolo, Barbaresco, Nebbiolo und Dolcetto fließen. Die Aussicht auf diesen eigentlich viel zu kurzen Urlaub ist für mich inspirierend genug. Die lieben Zurückgebliebenen indes – was selbstverständlich rein geographisch gemeint ist – sollen sich’s auch gut gehen lassen. Bestens dazu geeignet sind die feinen Tafelschokoladen der 1989 gegründeten belgischen Marke Dolfin der Gebrüder Poncelet. Belgien ist bekanntlich ein wahres Paradies der Schokoladen- und Pralinenkultur. Aus dem Dolfin-Portfolio habe ich die Milchschokolade „Au Café Moulu“ verkostet. Entgegen sonstigen Gewohnheiten übrigens. Denn ich persönlich bevorzuge Tafelschokolade mit hohem Kakaoanteil, die als Zartbitter oder Bitter klassifiziert sind. Da aber der eine oder andere Leser möglicherweise andere Geschmackspräferenzen hat und Dolfin zudem unter Kennern einen exzellenten Ruf genießt – zu Recht, ohne etwas hier vorwegzunehmen – darf eine Ausnahme von der Regel durchaus mal sein. Here we go…

dolfin_aucafemoulu.jpg

Die Café Digital Bewertung:

Duft: eher verhalten, erkennbare Milchnote, 15 Punkte
Optik: seidenmatt mit schwachem Fettglanz, extrem aufwändige Verpackung im äußerst praktischen, wiederverschließbaren Wickeletui: 18 Punkte
Konsistenz: leicht körnige Struktur, durch Kaffeepulver im Biss schwach sandig, aber zart schmelzend, 18 Punkte
Geschmack: schöner Blend aus Schokolade und Kaffee, perfekte Balance, einen Tick zu süß, 17 Punkte
Abgang: mittellang, mit einem dezenten „Kaffeeschwänzchen“, 16 Punkte

Gesamtwertung: 84/100

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Der ultimative Schokoladentest (1)

Veröffentlicht in Genuss | 04. September 2007 | 11:33:30 | Roland Müller

Die einzige „Droge“, die man sich als Redakteur von Café Digital hin und wieder gönnen sollte, beruht auf der Frucht des Cacahuaquchtl, die schon die Maya und Azteken sehr zu schätzen wussten. Richtig, vom Kakao ist die Rede, der heutzutage vorwiegend in Form von Schokolade verzehrt wird. Der darin enthaltene Wirkstoff Phenylethylalanin gehört zur Gruppe der Endorphine, der so genannten „Glückshormone“. Dass diese Bezeichnung durchaus ihre Berechtigung hat, wird jeder Schokoladengenießer gerne bestätigen. Da aber leider ein großer Teil der herkömmlichen „Geiz-ist-geil“-Schokolade aus industrieller Produktion nur sehr wenig Kakao enthält, dafür um so mehr Fett und Zucker, werden wir hier und heute mit einer Serie von Verkostungen beginnen, die sich ausschließlich mit den besten Tafelschokoladen der Welt beschäftigen. Einige dieser Tests sind schon mal an anderer Stelle erschienen, haben aber nichts von ihrer Relevanz verloren. Bewertet wird mit gebührender Gnadenlosigkeit. Und zwar mit jeweils maximal 20 Punkten in den Kategorien Duft, Optik, Konsistenz, Geschmack und Abgang. Den Anfang unserer Serie macht heute die Marke Domori mit dem Produkt Caru pano, einer Zartbitterschokolade mit 70 % Kakaoanteil – eines Kakaos übrigens, der exklusiv von Plantagen in Venezuela bezogen wird. Was sich in einem ausgesprochen deftigen Preis ausdrückt, der jedem Aldilidler nur einen Schauder über den Rücken jagen kann.

domori_1.jpg

Die Café Digital Bewertung:

Duft: feiner, intensiver Kakaoduft ohne Begleittöne, 17 Punkte
Optik: porenfrei seidenmatt, ohne Fettglanz, nahezu perfekt, 18 Punkte
Konsistenz: mittelhart, glatte Bruchkante, feine Struktur, leicht schmelzend, 18 Punkte
Geschmack: kräftiger Kakaoton, deutliche Fruchtnote, dezente Säure, 18 Punkte
Abgang: mittellang, ohne Bitternote, 16 Punkte

Gesamtwertung: 87/100

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