Kamera
Schokolade

Welcome to the New America

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Politik | 05. November 2008 | 10:59:39 | Dirk Kirchberg

Meine Nacht war kurz. Insgesamt habe ich höchstens eine Stunde „geschlafen“. Nun sitze ich in der Online-Redaktion und kann es kaum glauben, dass mein inniger Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Barack Obama wird der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Welche von seinen Versprechen er tatsächlich einlösen kann, bleibt abzuwarten. Allerdings hat er schon jetzt den Menschen etwas gegeben, was sie seit acht Jahren vermisst haben: Hoffnung auf Besserung.

Vergegenwärtigen wir uns, was in der vergangenen Nacht in den USA passiert ist: Ein Afro-Amerikaner ist zum Präsidenten des mächtigsten Landes der Welt gewählt worden. Und nicht einmal annähernd so knapp, wie viele von uns befürchtet haben. Was in den USA der Afro-Amerikaner ist, entspricht – trotz eines deutlich hinkenden Vergleichs – in etwa in Deutschland einem türkischstämmigen Politiker, der Kanzler wird. Wir haben ja gerade erst eine Frau zur Kanzlerin gemacht – aber einen türkischstämmigen Deutschen? Für die breite Masse sicherlich nicht vorstellbar.

Schauen wir uns an, wie viele deutsche Politiker mit türkischen Wurzeln im Bundestag sitzen. Gerade mal eine Handvoll. Während also die USA sich gerade neu erfunden und den amerikanischen Traum wiederbelebt haben, ist Deutschland wahrscheinlich noch lange nicht bereit für einen türkischstämmigen deutschen Kanzler. Lale Akgün, islampolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, fasste das so zusammen: »Ich habe neun Jahre in der Türkei und 44 Jahre in Deutschland gelebt. Für die meisten zählen nur die neun Jahre Türkei.«

Wir befinden uns im Zeitalter der Netzwerke und Communities. Höchste Zeit also für ein Netzwerk deutscher Politiker, die mit ihren ausländischen und deutschen Wurzeln unseren Horizont erweitern. Und ja – auch wir können das.

Die Überschrift dieses Artikel ist übrigens inspiriert von einem Tweet des von uns geschätzten Thomas Knüwer, der gerade in San Francisco weilt und folgendes nach dem Wahlsieg von Barack Obama erlebte: Valet parking guy at the hotel: „Welcome to the new America. Finally we did the right thing“.

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Schnappschuss (4)

Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik, Schnappschuss | 04. November 2008 | 14:42:22 | Dirk Kirchberg

Auf einem meiner Spaziergänge durch die Eilenriede entdeckte ich diesen Baumstamm. Auf seiner Rinde der Name eines bekannten deutschen Autoren. Oder doch der eines Waldarbeiters, der sich den Stamm sichern will für den heimischen Kamin? Egal, wir halten uns an den Literaten, dessen Aussage hinsichtlich der heute stattfindenden US-Wahl bestens als Mahnung geeignet ist.

In einem Brief an seinen Cousin Wilhelm Gundert schrieb Hermann Hesse im Jahre 1960: »Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.« Nicht der schlechteste Ansatz für Politiker und andere Menschen, die die Welt verändern wollen.

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Palin ist die Ypsilanti der USA

Veröffentlicht in Politik | 03. November 2008 | 14:01:24 | Dirk Kirchberg

Es ist offiziell: Sarah Palin ist die dümmste Kandidatin für ein öffentliches Amt in den USA. Denn Palin ließ sich von einem kanadischen Radiomoderator aufs Glatteis führen. Der Moderator tat so, als sei er der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Und während sie sich geschmeichelt fühlte und sich schon auf die geplante Helikopterjagd auf Robben freute, legte der falsche Nic immer noch einen drauf. Selbst die durchsichtigsten Anspielungen durchschaute sie nicht. Erst als es der Moderator deutlich aussprach – »You’ve been pranked!« –, begriff sie und gab den Hörer an eine ihrer Assistentinnen ab.

Ob sie direkt nach dem Telefonat eine ihrer Flinten aus dem Schrank holte und einen Flug nach Montreal buchte, entzieht sich unserer Kenntnis.

via HAZ.de

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25,000,000,000 US$

Veröffentlicht in Apple & Co | 02. November 2008 | 15:12:01 | Roland Müller

Nach dem letzten Kassensturz verfügt Apple derzeit über liquide Reserven in Höhe von 25 Mrd. US$. Ein überaus stattlicher Betrag, größer noch als die aktuellen Barmittel von Microsoft und durchaus geeignet, unter Ausnutzung des aufgrund der Finanzkrise derzeit billigen Marktes geschickt zuzukaufen. Frage also: Welche Optionen bieten sich Cupertino, das eigene Portfolio von Produkten und Dienstleistungen strategisch geschickt zu ergänzen? Wir machen uns ein paar Gedanken…

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Der ultimative Schokoladentest (15)

Veröffentlicht in Apple & Co | 01. November 2008 | 16:35:43 | Roland Müller

Höchste Zeit, hier im Café mal wieder einen Tafelschokoladentest zu präsentieren. Diesmal von einesm kleinen, feinen Erzeuger aus deutschen Landen. Die Chocolaterie Holzderber aus Worms, ein Familienunternehmen jüngeren Datums – das Ladengeschäft in der Gaustraße 117-119 in Worms existiert seit rund 25 Jahren – tritt an, sich mit den Topmarken des Genres zu messen. Wir wollen sehen, riechen und  und schmecken, ob dies den ambitionierten Chocolatiers im Schatten des Wormser Doms gelingt. Wir haben eine Tafel „Sao Thome“ verkostet, eine Edelbitter-Schokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil, die 100-Gramm-Tafel zu 2,95 EUR…

Die Café Digital Bewertung:

Duft: feiner, durchaus markanter Kakaoduft mit einem Hauch von hellem Tabak, 17 Punkte
Optik: glänzend, sehr dünn, große, sehr glatte Rippen ohne Prägung, transparente Verpackung, 18 Punkte
Konsistenz: fester Biss mit kräftigem Knack, harter, extrem feinkörniger Bruch, 19 Punkte
Geschmack: fulminante Kakaonote mit sehr dezenter Fruchtsäure und einem zunehmenden Lederton, 18 Punkte
Abgang: mittellang bis lang, überaus angenehme, schwach süße Bitternote, die den Mund füllt, 18 Punkte

Gesamtwertung: 90/100

[Bezugsquelle D/A/CH: im Holzderber Online-Shop]

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