Während ich darauf warte, dass mein iPhone-Vertrag alt genug ist, damit ich das 3GS bestellen kann, schaue ich mich so um, was meiner Flip Mino HD bis dahin gefährlich werden könnte. Größtes Manko dieser kleinen Taschencams: das fehlende externe Mikro. Brian Storm hat völlig recht: Unscharfe und körnige / pixelige Bilder gelten unter Umständen als dokumentarisch. Bei schlechtem Ton sind die Zuschauer schnell weg.
Und so stolperte ich vor einigen Wochen über die Lumix GH1 von Panasonic. Die GH1 bietet die Möglichkeit, extern ein Mikro auf den Blitzschuh zu stecken und via Miniklinke mit der Knipse zu verbinden.
Zudem ist die GH1 die erste DSLR, die während des Filmens des Fokus automatisch mitzieht. Bei Canon und Nikon und Co. muss man bisher manuell die Schärfe mitziehen.
GenugInfosüber die GH1 finden sich im Netz, aber ein Testvideo, das sich nicht mit Landschaft oder Pflanzen beschäftigt, war schwer zu finden – auch wenn so manches Landscape-Video wirklich beeindruckend ist.
Wenn der Preis dieses Schätzchens noch ein wenig in den Keller rutscht, könnte meine Flip zum Staubfänger werden.
Zuerst einmal der Disclaimer: Ich bin seit Jahren Mitglied bei Freelens und arbeite in der Redaktion des Freelens Magazins mit.
Jetzt zum wichtigen Teil: Immer mehr Verlage versuchen, den Fotografen über engmaschige KnebelVerträge möglichst alle Rechte abzunehmen. Und ich meine wirklich komplett. Auf alle Zeiten, für alle Zwecke.
Ich finde zwar auch, dass man in digitalen Zeiten eine andere Idee von Rechten in Betracht ziehen sollte – hier sei nur kurz Creative Commons erwähnt –, es muss aber gewährleistet bleiben, dass die (im wahrsten Sinne des Wortes) Urheber für ihr Werk entlohnt und im professionellen Fall davon leben können. Wenn aber Verlage nun im Zuge der voranschreitenden Gewinnmaximierung ihren Autoren – ob Text oder Foto ist egal – alle Rechte abnehmen und ihnen nur Pfennige Cent als Entlohnung hinwerfen, wird das System über kurz oder lang, höchstwahrscheinlich über viel kürzer, kippen.
Und da wir nun mit den digitalen Mitteln eigentlich keine Verleger mehr brauchen, um unsere Inhalte zu publizieren, sollten sich die Verleger, deren Geschäftsmodelle noch sehr stark auf Papier angewiesen sind, es zweimal überlegen, ob sie es sich mit den Schaffenden verscherzen.
Freelens, der Verband der Fotojournalistinnen und Fotojournalisten e.V., hat nun gegen einen dieser Verlage demonstriert und die eigenen Fotos im Rahmen des ersten G-Days lieber selbst verschenkt als sie zu übelsten Bedingungen für immer abzugeben.
„Mit dieser Aktion wollen die Fotografen auf die unsäglichen Vertragsbedingungen des Jahreszeitenverlages aufmerksam machen. In diesen Verträgen nimmt sich der Verlag das Recht, Fotos die aus Aufträgen resultieren, beliebig oft auch in anderen Objekten der Ganske-Gruppe, zu die der Jahreszeiten-Verlag gehört, zu verwenden – ohne jegliche weitere Honorierung.
Nach wie vor ist der Verlag nicht bereit, mit den Fotografen, die z.T. Jahrzehnte für die Magazine des Verlages arbeiten, über den Vertrag zu verhandeln.
Bereits über 4.000 Fotografen unterstützen diesen Appell gegen solche Vertragsbedingungen:
Wir protestieren gegen die aktuellen Verträge für Fotoproduktionen des Jahreszeiten Verlages. Sie sind ein eklatantes Beispiel für den Versuch, die Rechte der Fotografen, Journalisten und Autoren zu beschneiden.
Wir wehren uns grundsätzlich gegen Rahmenbedingungen, die
– die journalistische Freiheit und die Rechte von Autoren bedrohen
– die Urheberrechte untergraben und die Übertragung von Nutzungsrechten nicht angemessen entlohnen
– die wirtschaftliche Existenz von Fotografinnen und Fotografen gefährden
– einen Angriff auf den Markt der Bild- und Fotoagenturen darstellen
Das Ergebnis kreativer Arbeit muss weiterhin den Urhebern gehören!“
Ich verfolge sehr gespannt, was sich im Iran abspielt. Hunderttausende Menschen – ein BBC-Reporter sprach gar von mehreren Millionen – gehen auf die Straßen und demonstrieren. Sie wehren sich, auch auf die Gefahr hin, wie hunderte Oppositionelle in den Kellern des Regimes zu verschwinden. Oder getötet zu werden, wie heute bereits gerüchteweise berichtet wurde.
Ob die Wahlen nun manipuliert wurden, bleibt abzuwarten. Ob wir die echten Ergebnisse erfahren werden, bleibt ebenfalls abzuwarten. Dass die Medien eingeschüchtert wurden, ist kein Geheimnis mehr. Und dass die iranische Regierung anscheinend zerrissen ist, ebenfalls nicht.
Natürlich organisieren sich die Gegner Ahmadinedschads auch und vor allem über das Internet. Ich empfehle an dieser Stelle zwei Fotoserien bei The Big Picture. Die erste thematisiert die Wahlen im Iran, die zweite die erneuten Proteste. Die Mussawi-Stencils gibt’s übrigens hier.
Das Deutsche Welle Global Media Forum (#dwgmf) stand in diesem Jahr unter dem Slogan Conflict Prevention in the Multimedia Age und fand im ehemaligen Bundestag in Bonn statt. Da die Konferenzsprache Englisch war, und ich vorwiegend Journalisten aus aller Welt kennengelernt habe, wird dies hier der erste zweisprachige Artikel im Café. Es folgen zahlreiche Fotos, Videointerviews und Links sowie meine pur subjektiven Eindrücke.
The 2009 edition of the Deutsche Welle Global Media Forum (#dwgmf) was titled Conflict Prevention in the Multimedia Age and was located at the former German Bundestag in Bonn. Since the main language at the forum was English and I mostly met journalists from all over the world, this here will be the first bilingual article in the Café. Up next are many photos, video interviews and links plus my purely subjective impressions.
Die next09 in Hamburg hat mich überrascht. Nachdem ich letzten Jahr auch schon dabei war, die Konferenz mir damals aber eher wie ein Web-Einführungsseminar für Werbeagenturen vorkam – und ich so genervt war, dass ich die 08er Ausgabe nicht einmal verreißen wollte –, hat mich die next in diesem Jahr überzeugt. Und das lag nicht nicht nur an Jeff Jarvis, mit dem ich ein kleines Interview geführt habe.