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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

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rp08.2: Buzzwords und eingeschlafene Füße

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien, Technologie | 04. April 2008 | 09:34:49 | Dirk Kirchberg

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Während ich am Mittwoch Abend schön artig früh ins Bett gegangen bin, um am Donnerstag fit zu sein, feierte Sascha Lobo eine Twitter-Follower-Party in seiner Wohnung. Als er dann am nächsten Morgen auf dem Panel zum Thema „Mit Blogs Geld verdienen: Reloaded“ erschien, wirkte er ein wenig lethargisch, so, als habe er höchstens zwei Stunden Schlaf bekommen. Der Iro stand trotzdem wie eine eins.

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Mit Robert Basic saß Deutschlands Blogger Nr. 1 mit auf der Bühne. Dieser gab durchgehend das enfant terrible mit einer ziemlich selbstgerechneten Note und motzte über dies und das. Einzige wichtige Info, die ich von diesem Schauspiel mitgenommen habe: Basic verdient mit seinem Blog zwischen 3.000 und 3.500 Euro pro Monat.

Die Diskussion explodierte, nachdem sich Basic und Lobo gegenseitig ihrer Abneigung versichert hatten. Fast-O-Ton Lobo: „Er hasst mich, ich finde seine Einträge ätzend.“ Und schon war Stimmung in der Scheune!

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rp08.1: Qualitätsjournalismus vs. Blogs

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien | 02. April 2008 | 15:56:42 | Dirk Kirchberg

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Das nicht totzukriegende Thema schlechthin. Auf dem Panel (v.l.n.r.): Thomas Knüwer, Printjournalist – darauf legt er Wert – und Blogger für das Handelsblatt, Mercedes Bunz, Chefredakteurin Tagesspiegel Online, und letztlich Stefan Niggemeier, Medienjournalist und BILDblog-Betreiber. Zufälliger Moderator war Johnny Haeusler, unter anderem Spreeblick-Betreiber.

Die Diskussion förderte wenig Neues zutage, außer vielleicht der Prognose von Mercedes Bunz, dass es in einigen Jahren nicht mehr getrennte Redaktionen für Print und Online bei Zeitungen geben wird, sondern eine Redaktion, die darüber entscheidet, in welchem Medium welcher Inhalt in einer bestimmten Form publiziert wird.

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rp08.1: Ankommen und vergessen lernen

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Medien, Technologie | 02. April 2008 | 12:32:35 | Dirk Kirchberg

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Mit Bahn und Bahn bei ich bei der re:publica 08 in Berlin angekommen. Der Lehrter Bahnhof und seine vielen Ebenen sind an sich schon den einen und anderen Blick wert. Darum hat der Architekt Meinhard von Gerkan ja auch hart genug kämpfen müssen. Es hat sich gelohnt, wie ich finde, zumal man als Ankommender gleich mit einer Aussicht auf die Bundespolitik von ihrer schönen Seite belohnt wird: Die gläserne Reichstagskuppel hinter einer monströsen Eingangshallenscheibenwand.

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Vom Lehrter Bahnhof aus bin ich via Friedrichstraße und Oranienburger Tor dann endlich bei der Kalkscheune angekommen, vor der sich bereits eine Stunde vor Beginn eine lange Blogger-Schlange gebildet hatte.

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Einmal ist schon zu viel

Veröffentlicht in Fotografie, Gesellschaft, Medien | 31. März 2008 | 16:33:35 | Dirk Kirchberg

Es gibt kaum einen Film, der mich so nachhaltig beeindruckt hat wie The Killing Fields. Ich habe die Geschichte der beiden Reporter Sydney Schanberg und Dith Pran unzählige Male gesehen. Dith Pran überlebte vier Jahre lang die Killing Fields der Roten Khmer, flüchtete dann nach Thailand, wanderte in die USA aus, wurde Fotograf für die Times und gründete das The Dith Pran Holocaust Awareness Project, das sich für die Anerkennung der Opfer des kambodschanischen Völkermords einsetzt.

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Am gestrigen Sonntag ist Dith Pran im Alter von 65 Jahren an Krebs gestorben. Die New York Times würdigte sein Lebenswerk in einem Nachruf und veröffentlichte ein Video, das Dith Prans Leben nachzeichnet wird und in dem er sein letztes Interview gibt.

Wir vom Café verneigen uns vor Dith Pran und seinem Lebenswerk.

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Hilliary

Veröffentlicht in Apple & Co, Gesellschaft, Internet, Medien | 25. März 2008 | 17:54:13 | Dirk Kirchberg

Ich verstehe ja, dass Politiker im Wahlkampf gern mal ein wenig ausschmücken, was sie getan haben, dass sie schönen, was sie falsch gemacht haben, und dass so manche offensichtlich hirnrissige Aussage trotzdem getätigt wird, weil man sich ein paar Stimmen davon verspricht. Ich erinnere nur mal an die blühenden Landschaften

Hillary Clinton hat mal behauptet, sie wäre maßgeblich am Friedensprozess in Nordirland beteiligt gewesen – nicht richtig –, sie sagte, sie sei in wichtige Sicherheitsentscheidungen involviert gewesen – nicht richtig (sie hatte nicht die nötige Sicherheitsfreigabe…). Aber nun hat Hillary Clinton eine Bruchlandung hingelegt, die von den Medien süffisant immer und immer wieder vorgespielt und widerlegt wird.

Worum es geht? Nun, Hillary erinnert sich daran, dass sie als First Lady 1996 in Tuzla unter Beschuss gelandet und zu ihrem Fahrzeug gelaufen ist. Das Problem ist: CBS war dabei und hat gefilmt, was damals passiert ist.

Es wurde nicht geschossen, niemand musste laufen, und die Landezone war sogar so sicher, dass ein kleines Mädchen ein Gedicht aufsagen und Hillary küssen konnte.

Hillary und ihre Kampagnenköppe sprechen nun von einem minor blip. Wie resümiert die CBS-Dame so schön? »Memory should always match the videotape…« Wie wahr…

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