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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

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Was bleibt? Sieben Jahre nach 9/11

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Medien, Politik | 12. September 2008 | 12:36:56 | Dirk Kirchberg

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Gestern habe die Zeitungen rausgesucht, die ich am 12. September 2001 gekauft habe. Ich wollte etwas archivieren, das ich später mal meinen bisher hypothetischen Kindern sein kann. Als ich damals am Kiosk stand und deutsche wie internationale Zeitungen kaufte, war es mir wichtig, die Printausgaben zu Hause in eine Schachtel legen zu können. Es war mir 2001 anscheinend noch nicht bewusst, wie sehr das Internet unser aller Leben nachhaltig verändern würde.

Ich habe auch mehrere Fotobücher zu 9/11 aus dem Regal geholt, darin geblättert, und sofort war dieses Gefühl in der Magengegend wieder da, dieses Gefühl, dass dieses Datum uns für immer gebrandmarkt hat. Nicht von außen sichtbar, aber in der Seele – wenn es denn sowas gibt.

Der 11. September 2001 wird für unsere Generation das Datum sein, von dem wir immer wissen werden, wo wir waren, als wir von den Anschlägen erfuhren. So wie für unsere Eltern vielleicht die Mondlandung oder die Ermordung von JFK prägend war, so ist es für uns 9/11.

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Hofberichterstattung in Afghanistan und die Mona Lisa

Veröffentlicht in Medien, Politik | 15. August 2008 | 13:31:10 | Dirk Kirchberg

Fährt ein Minister ins Ausland, zudem ins kriegerische Ausland, reisen natürlich auch gern Journalisten mit. Schließlich wartet meist eine prächtige Geschichte auf den Vertreter der reportierenden Zunft. Ob das dann alles so stimmt, was da berichtet wird, spielt keine größere Rolle. Denn was schnell und oberflächlich recherchiert und berichtet wird, ist eben auch schnell komsumiert und verdaut.

Wer meint, nur die Amerikaner würden sich auf solche Auftritte verstehen, bei denen ein Senator in den Irak fährt, dort über einen Markt spaziert und hinterher rühmt, wie friedlich alles sei, dabei aber vergisst, die zwei Dutzend Schärfschützen und die Handvoll Black Hawks zu erwähnen, die die gesamte Szenerie abgesichert haben, der irrt. Denn auch Deutschland beherrscht diese Disziplin der Bilderproduktion für die Heimatfront, an der es zu überzeugen gilt. Denn sonst versiegen ganz schnell die Geldquellen, die so wichtig sind, um diesen Krieg, und bestehe er auch nur aus Propaganda, zu gewinnen.

Unser Außenminister, Frank-Walter Steinmeier, reiste kürzlich nach Afghanistan inklusive Pressetross, weihte eine Trinkwasseranlage ein, die seit sechs Jahren in Betrieb ist, eröffnete eine Armeeschule, die ebenfalls seit sechs Jahren in Betrieb ist und schon viermal eröffnet wurde, und präsentiert ein Sanierungsprogramm, das Teile einer sonst zerfallenden Altstadt wieder aufbauen soll.

Und was macht die versammelte Journaille? Sie fragt nicht weiter nach, frisst, was ihr hingeworfen wird und freut sich über starke Bilder und höhere Auflagen bzw. Einschaltquoten. Bill Gates sagte einmal prophetisch: »Wer die Bilder beherrscht, beherrscht die Köpfe.« Jener gründete Corbis und kaufte die digitalen Bildrechte der Mona Lisa und spielt sich jetzt als Retter der Menschheit auf.

Und was lernen wir daraus? Krieg ist nicht immer nur da, wo Männer in Flecktarn rumrennen, sondern auch da, wo die Wahrheit verdreht und benutzt wird.

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Die Live-Berichterstattung, die muss weg!

Veröffentlicht in Medien, Politik | 27. Juli 2008 | 11:09:11 | Dirk Kirchberg

obamaberlin.jpgAls bekannt wurde, dass Obama in Berlin eine Rede halten würde, spielte ich kurzzeitig mit dem Gedanken, in die Hauptstadt zu fahren, um live dabei zu sein. Dann erinnerte ich mich daran, dass ich mich auch schon auf der kleinen WM-Fanmeile in Hannover nicht sehr wohl gefühlt und damals nach handgestoppten zwei Minuten die Flucht ergriffen hatte. So entschloss ich mich, Obamas Rede live im Fernsehen zu verfolgen.

Ich zappte durch die berichtenden Sender, bis ich durch Zufall im ZDF hörte, dass man die Rede im Zweikanalton übertragen würde. Großartig! So musste ich wenigstens nicht die lästigen Dolmetscher ertragen, die die sprachlichen Feinheiten sicher aufgrund der knappen Reaktionszeit würden abschmirgeln müssen. Ich schaltete den Ton, verfolgte nur die Bilder, und als Obama wippenden Schrittes und von Ohr bis Ohr freundlich lächelnd vor der Siegessäule dem Rednerpult entgegenwippte, stellte ich den Ton wieder an und sofort auf die englische Audiospur.

Nach der Rede, die ich übrigens ganz hervorragend fand – weil er mir all das sagte, was ich gern höre –, machte ich den Fernseher aus. Eine weise Entscheidung, wie ich heute bei der Lektüre der FAS feststellte. Denn Peer Schader hat einen wunderbaren Artikel über die peinliche Leistungsverweigerung des deutschen Fernsehens im Falle Live dabei: Obama in Berlin geschrieben. Wer die Rede erst- oder nochmals verfolgen will, klicke hier.

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Randy Pausch ist tot

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien | 26. Juli 2008 | 15:47:46 | Dirk Kirchberg

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Randy Pausch ist am gestrigen Freitag gestorben. Ihr erinnert Euch vielleicht: Pausch, Carnegie–Mellon–Professor, litt unheilbar an Bauchspeicheldrüsenkrebs, ließ aber nichts unversucht, um über diese Krankheit aufzuklären und die Forschungsarbeit zu unterstützen. Er gab sich nicht der Illusion hin, er könne den Tod besiegen. Aber er wollte sich nicht geschlagen geben, Aufmerksamkeit zu erreichen und möglichst viel Geld für den Kampf gegen Krebs sammeln. Und er wollte den Menschen – vornehmlich seinen eigenen drei Kindern – einen Weg aufzeigen, wie sie ihr Leben gehaltvoller leben könnten.

Sein Schlüssel zum Glück: Träume haben und an diese glauben. Wir im Café möchten auf diesem Wege unser Beileid bekunden und dazu beitragen, dass Pauschs Vermächtnis – seine Ermutigung zu einem im wahrsten Sinne des Wortes traumhaften Leben – weitergereicht wird. Hier unser damaliges Portrait von Randy Pausch, der mutig viele Hindernisse überwunden hat, aber sich dem finalen geschlagen geben musste.

Wie sagte Epikur? »Der Tod geht mich eigentlich nichts an, denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und so lange ich bin, ist er nicht.« Randy Pausch ist leider nicht mehr. Aber seine Gedanken sind – und bleiben.

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Time for some campaignin‘

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien | 17. Juli 2008 | 08:50:44 | Dirk Kirchberg

Damit wir hier nicht die Lust am US-amerikanischen Wahlkrampf verlieren – und die Kandidaten machen es uns da sehr leicht… –, präsentieren wir hier den neuesten Clip von JibJab. Dazu ein Stückchen Schokolade, und die Welt sieht gleich ein wenig freundlicher aus.

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