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Archiv für die Kategorie ‘Fotografie’

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Apple lädt zum Final Cut nach Berlin

Veröffentlicht in Apple & Co, Fotografie, Mobilität, Technologie | 07. Juni 2008 | 11:50:10 | Dirk Kirchberg

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Wir – das sind ein befreundeter Journalist namens Jörg und ich – machten uns am 5. Juni auf den Weg nach Berlin, denn Apple hatte im Rahmen der Final Cut World Tour zur einzigen Station in Deutschland nach Berlin geladen. Da Jörg und ich das neue iMovie in letzter Zeit so ziemlich ausgereizt hatten, wollten wir uns mal anschauen, was denn der ganz große Spross der Schnittfamilie, Final Cut Studio 2, so drauf hat.

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Einmal ist schon zu viel

Veröffentlicht in Fotografie, Gesellschaft, Medien | 31. März 2008 | 16:33:35 | Dirk Kirchberg

Es gibt kaum einen Film, der mich so nachhaltig beeindruckt hat wie The Killing Fields. Ich habe die Geschichte der beiden Reporter Sydney Schanberg und Dith Pran unzählige Male gesehen. Dith Pran überlebte vier Jahre lang die Killing Fields der Roten Khmer, flüchtete dann nach Thailand, wanderte in die USA aus, wurde Fotograf für die Times und gründete das The Dith Pran Holocaust Awareness Project, das sich für die Anerkennung der Opfer des kambodschanischen Völkermords einsetzt.

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Am gestrigen Sonntag ist Dith Pran im Alter von 65 Jahren an Krebs gestorben. Die New York Times würdigte sein Lebenswerk in einem Nachruf und veröffentlichte ein Video, das Dith Prans Leben nachzeichnet wird und in dem er sein letztes Interview gibt.

Wir vom Café verneigen uns vor Dith Pran und seinem Lebenswerk.

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Der digitale Allesfresser (2)

Veröffentlicht in Fotografie | 13. Dezember 2007 | 13:14:11 | Roland Müller

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Analogue meets Digital. Obiges Foto wurde mit einem Makro-Elmarit-R an der Olympus E-330 aufgenommen. Aber nicht nur Leica-R-Objektive lassen sich an den Kameras des Four-Thirds-Standards adaptieren, auch die Zeiss-Objektive im Contax/Yashica-Anschluss, Minolta, Nikon, Pentax-K, Olympus OM, Konica, M42, … ja, mit dem passenden Adapter lässt sich so ziemlich alles an der Olympus E-330 (und den anderen Kameras des Four-Thirds Standards) anschließen, was einst im SLR-Kamerabau Rang und Namen hatte, abgesehen vielleicht von Canon. Müsste ich aus dieser Auswahl meine derzeitigen All-Time-Favorites benennen, dann wären dies:

Das 19mm/f2,8 Elmarit-R (Serie II mit ROM) von Leica, das 35mm/f2,8 PC-Nikkor Shiftobjektiv von Nikon, das 35mm/f1,8 Rokkor MC und das 58mm/f1,2 Rokkor MC von Minolta, das 60mm/f2,8 Elmarit-R Makro von Leica, das 85mm/f1,8 Hexanon AR von Konica und das 180mm/f3,4 APO-Elmarit-R von Leica. Jedes einzelne Objektiv zu seiner Zeit fast legendär gut in der Abbildungsleistung, im Kontrast, in der Schärfe und im Bokeh. Wobei letzteres eine Eigenschaft ist, die entweder nur Wenigen bekannt zu sein scheint, in ihrer Bedeutung unterschätzt oder sogar falsch verstanden wird. Als Bokeh bezeichnet man das Darstellungsverhalten des Objektivs in der Unschärfe, also beispielsweise im Hintergrund eines im Vordergrund scharfgestellten Porträtfotos.

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Eine Domäne beispielsweise des hoch lichtstarken 58mm-Rokkors, dessen softes, cremiges Bokeh Fotos etwas mitgibt, was die gerade mit einem weichen Rendern der Unschärfen überforderten „modernen“ und für digitale SLRs optimierten Optiken reichlich alt aussehen lässt mit ihren harten, sechseckigen Zerstreuungskreisen, die zudem ungleichmäßige Helligkeitsverteilung aufweisen. Grauselig! Insofern ist ein gutes Bokeh für mich mittlerweile ein wichtiges Selektionskriterium beim Kauf von Objektiven. Ein Tipp hierzu: Man sagt den Sonnaren von Carl Zeiss Jena außergewöhnlich feines Bokeh nach. Überhaupt sind die Glaswaren der ehemaligen DDR-Zeissige – mit M42-Schraubanschluss – eine dicke Empfehlung wert! Was sich leider bei Ebay langsam herumspricht. Zum Thema Bokeh finden sich übrigens bei Andreas Hurni aufschlussreiche Informationen.

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Noch weitgehend unbekannt hingegen ist die außerordentliche Qualität der Konica Hexanon AR Objektive. Konica, man vergisst das gerne, galt über viele Jahre hinweg als Japans führende Optikschmiede. Qualitativ vor Nikon, Canon, Minolta, Olympus etc. Insbesondere in der Güte der Beschichtung waren die Hexanone das Maß der Dinge. Und die Verarbeitung ließ ebenfalls nichts zu wünschen übrig. Spannenderweise sind die Geometrie des Bajonetts und das Auflagemaß der alten Hexanone praktisch identisch mit dem Bajonett der Four-Thirds-Kameras. was nicht mehr und nicht weniger bedeutet als dass sie ohne Adapter ansetzbar sind! Zuvor sollte man allerdings zwei Dinge tun: Einmal den Blendenmitnehmer entfernen, sprich: wegdremeln. Und zum anderen drei oder vier Filz-Pads aus dem Baumarkt zuschneiden und auf die Auflagefläche des Bajonettrings kleben (Filzunterkleber für Möbel passen dafür gut, die Dinger, die Parkettböden vor harten Stuhlbeinen schützen). Wer mag, kann sich dann noch die Mühe machen, mit einer Blende aus schwarzem Fotokarton die Rückseite des Objektivs auf das für Four-Thirds-Kameras passende Format zu reduzieren und so Streulichteinfluss zu minimieren. Eine Anleitung dazu findet sich bei Morten Øen oder aufwändiger hier. Eine alternative Methode beschreibt Robert Rohonczy hier. Eine Bewertung der wichtigsten Hexanone gibt Andreas Buhl auf seiner umfangreichen Konica-Website. Und wenn wir schon mal dabei sind: Als Experte für alte Minolta-Rokkore der MC- und MD-Baureihe gilt der Australier Anthony Hands, dessen Website „The Rokkor Files“ allemal eine Bookmark wert ist.

Wie welche Olympus Zuiko Objektive der Analogära an einer digitalen Olympus abschneiden, klärt erschöpfend John Foster auf seiner Cornucopia-Website. Und dass die feinen alten Pentax-K Objektive wie auch die SMC-Takumare der M42-Generation erste Wahl waren und sind, hat sich spätestens mit Aufkommen der digitalen Pentax-SLRs (leider) herumgesprochen und die Preise nach oben getrieben. Nichtdestotrotz: Stan Halpin gibt erschöpfend Auskunft darüber, was sich lohnt anzuschaffen und was nicht.

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Zu den Leica-R Objektiven muss ich wohl weiter nichts sagen. Allenfalls ein dezenter Hinweis auf eines der besten je gebauten kurzen Teleobjektive und dessen Leistungsfähigkeit sei mir erlaubt – das APO-Telyt-R 180mm/f3,4 – das derzeit für schlappe 500 EUR verramscht wird und in Gary Todoroffs Händen beweist, was es drauf hat.

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So, mit diesen Appetizern will ich es heute, in der zweiten Folge über den digitalen Allesfresser bewenden lassen. Im dritten und letzten Teil unserer kleinen Serie folgen Anwendungsbeispiele aus der Praxis. Eine Lobpreisung der Möglichkeiten, die das Shiftobjektiv PC-Nikkor 35mm/f2,8 an der Olympus liefert und natürlich Beispielfotos, die zeigen, wie man in digitalen Zeiten aus Altglas feine Fotos fabriziert. Insofern: stay tuned!

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Der digitale Allesfresser (1)

Veröffentlicht in Fotografie | 25. November 2007 | 17:33:37 | Roland Müller

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Ich fotografiere viel und durchaus ambitioniert. Einerseits beruflich, andererseits als Hobby. Oft geht das eine in das andere fließend über. Überfließen tut allerdings auch iPhoto auf meinem Mac. Aktuell beläuft sich die Zahl der dort gespeicherten Bilder aus 35.512 Fotos. Immer mehr davon sind ganz klassisch in schwarzweiß aufgenommen. Und immer mehr davon stammen aus einer reichlich gewagten Verbindung. Der Verbindung von digitaler und analoger Fotowelt.

Während ich mit der Nikon D2H und vielleicht bald der D3 einen Teil meiner Brötchen digital aufgenommen und automatisch scharfgestellt verdiene, nutze ich seit einiger Zeit, ausgelöst durch Gary Todoroffs Erfahrungen, eine Olympus E-330 im sogenannten Four Thirds Format als Versuchsplattform zur Wiederentdeckung vergangener, vielleicht sogar vergessener fotografischer Tugenden. Mittels eines Adapters verträgt sich die Oly mit so ziemlich jeder jemals produzierten Optik.

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Ganz besonders feine Ergebnisse stellen sich ein, wenn man die derzeit bei Ebay geradezu verschleuderten Leica-R Objektive erjagt. Meine Sammlung umfasst mittlerweile das 19mm f/2,8 Elmarit-R (ROM-Version), Elmarit-R 28mm f/2,8, Summicron-R 35mm f/2,0 und 50mm f/2,0, das legendäre Makro-Elmarit-R 60mm f/2,8 mit 1:1 Adapter, das kompakte Summicron-R 90-mm f/2,0 sowie das bis heute im mittleren Telebereich Maßstäbe setzende APO-Telyt-R 180mm f/3,4. Jede einzelne dieser „Scherben“ liefert Kontrast und Schärfe genau jener Preisklasse, in der diese Objektive zu ihrer aktiven Zeit mal anzutreffen waren – weit außerhalb meiner damaligen finanziellen Möglichkeiten. Vor allem aber erziehen sie mich wieder zum Sehen! Die von mir eigenhändig,mit zittrigen Fingern und Chirurgenbesteck mit einer Schnittbild-Mikroprismenscheibe von Katz Eye Optics umgerüstete Olympus E-330 weiß zwar das Potenzial der Leica-R-Optiken zu nutzen, erfordert aber manuelles Scharfstellen mit Arbeitsblende. Bevor nun jemand herumnöhlt, das sei ja vorsintflutlich: Vorsicht! Der bewusste und gewollte Nebeneffekt dieser Rückkehr zu fotografischen Ursprüngen ist der, dass man wieder denkt und komponiert, bevor man den Auslöser betätigt. Was ich in einer weiteren Folge dieses Erfahrungsberichts gerne mit Bildern belegen werde…

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Dieses archaische Vorherdenken und Komponieren befriedigt um so mehr, wenn man zugleich eine weitere sehr eigene Option der Olympus nutzt, den Monochrom-Modus, der die Bilder in Schwarzweiß umsetzt und sie auch auf dem LCD-Display in Schwarzweiß anzeigt. Gewissermaßen als Gegenentwurf zur überbunten Welt des Jahres 2007. Nimmt man dann noch den Live View Modus B der Oly in Anspruch, dann kann man das fotografische Objekt der Begierde in 10facher Vergrößerung aufs Display bringen, um so punktgenau scharfzustellen. Keine Funktion für Actionfotografie, klar. Aber die Gewähr genau jener einzigartigen Schärfe und Plastizität, die Leica-Objektive aus den Motiven herauskitzeln können.

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Übrigens nicht nur Leica-Objektive. Im zweiten Teil meines Erfahrungsberichts im Umgang mit dem unterschätzten digitalen Allesfresser Olympus E-330 werde ich von A bis Z auf die schönen Töchter anderer Mütter eingehen – Asahi Pentax, Konica, Minolta, Nikon, Olympus und Zeiss – und wie man sie mit der Oly vermählt. Insofern: stay tuned!

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