Kamera
Schokolade

Frankfurter Buchmesse 2012 – Kiaora!

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Kunst, Literatur, Medien | 10. Oktober 2012 | 09:47:06 | Roland Müller

BM_NewZ_Intro

In diesem zweiten Teil unserer Buchmesse-Vor- und Anschau wird es ganz im Gegensatz zum Motto des Beitrages wenig Worte und viele Bilder geben. Anlass ist unser gestriger Presserundgang durch den Pavillon des Gastlandes Neuseeland vor der offiziellen Eröffnung der Buchmesse. Und hier sei nur so viel gesagt: Die Besucher, die mit offenen Augen und vor allem Ohren, vielleicht auch Herzen den Pavillon besuchen, werden vom ersten Moment an von der Magie der gesprochenen und gesungenen Worte überwältigt werden. Nicht zuletzt, weil unsere eigene westliche Zivilisation längst der mystischen Kraft intonierter Sprache entfremdet ist, zugemüllt mit Worthülsen und bedeutungslosen Aneinanderreihungen von Konsonanten und Vokalen. Das Idiom der Maori, ihre mehr als tausendjährige lebendige Erzählkultur und nicht zuletzt die emotionale Expressivität ihrer Sprachbeherrschung geht tief unter unsere Haut. Lassen wir es geschehen!

BM_NewZ_Presse

Zuerst einmal hieß es gestern aber warten vor den Toren…

BM_NewZ_Vorrede

…Warten auf die „Bescherung“. Denn genau so fühlte es sich an: eine Bescherung, ein Geschenk Neuseelands an die Welt, das es auszupacken galt.

BM_NewZ_Motto

Und dann war es so weit. Wir gingen hinein in die Dunkelheit. Das Motto des Pavillons spielt mit der Tatsache, dass die Zeitzone Neuseelands der unsrigen diametral entgegengesetzt ist. Durchaus doppeldeutig…

BM_NewZ_Water

Wir waren gewarnt worden, nicht versehentlich ins Wasser zu treten. Denn Wasser und Himmel sind die prägenden Elemente unserer Antipoden. Und Geräusche, wie wir sie längst vergessen haben zu hören. Meeresrauschen, Vogelgekreisch, daraus sich erhebend Sprache, flüsternd erst, dann stimmgewaltig intoniert…

BM_NewZ_Maori

…und in ihrer Ausdruckskraft überwältigend dargestellt von den auf der Bühne agierenden Maori. Ist es nicht interessant, dass sich Neuseeland hier und jetzt anhand der Kultur seiner Ureinwohner definiert und präsentiert? Eine vielleicht späte Einsicht?

BM_NewZ_Multi01

Eine wirklich perfekte Multimedia-Installation entführte uns dann in die vielfältigen Aspekte der literarischen…

BM_NewZ_Multi02

…aber auch filmischen Kultur der Inseln.

BM_NewZ_Multi03

„Whale Rider“, der vielleicht anrührendste Kinofilm Neuseelands, wurde zitiert.

BM_NewZ_Multi04

„Once were warriors“, die filmische Umsetzung von Alan Duffs bereits legendärem Erstlingswerk, durfte nicht fehlen.

BM_NewZ_Multi05

Aber auch die ausgeprägte Kinderbuchkultur des Gastlandes kam zu Bild und zu Wort. Mehr wollen wir hier gar nicht verraten. Nur so viel: Die visuelle und verbale Verknüpfung, die Effekte und die Bilderflut als solche lässt niemanden unberührt. Zumal überall die machtvolle Sprache der Maori ihre Magie verströmt…

BM_BookCave

Eine Magie, die, da sind wir uns jetzt schon sicher, auch dem literarischen Schaffen unserer Antipoden innewohnt, innewohnen muss! Auch davon werden wir uns in den kommenden Messetagen ab heute einen Eindruck verschaffen.

Insofern: Kiaora! Und willkommen auf der Frankfurter Buchmesse 2012!

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Eine Antwort zu “Frankfurter Buchmesse 2012 – Kiaora!”

  1. 11. Oktober 2012 um 08:44:06 | RaF sagt:

    Neuseeland, ein ausgesprochen interessantes Land in mehreren Punkten wie Kultur, Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft usw., weshalb anspruchsvolle Konsumenten dieses Gastland vollends ansprechen dürfte. PS: Für Normale definitiv eine Nummer zu groß, alleine aufgrund der Vorkenntnisse, die sie/ er in diesem Kontext benötigt! 🙂

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