
Ausgerechnet am MIT, Amerikas legendärer Hightech-Schmiede und Elite-Denkfabrik, wird derzeit an der Wiedergeburt eines legendären Urahns der iElektronikmarke aus Cupertino gewerkelt. Derek Lomas, Anuj Nanavati und Jesse Austin-Breneman haben es sich in den Kopf gesetzt, mit einem 12-US$-Budget einen funktionierenden Apple-II-Clone zu entwickeln, der Nicholas Negropontes ambitioniertem 100$-Laptop-Projekt den Rang ablaufen kann bei der Computerisierung der 3. Welt. Durchaus ein Projekt mit einigem Ehrgeiz. Denn die drei Studenten wollen ihre technische Ausgangsbasis, den Apple II, mit einigen neuzeitlichen Komponenten internetfähig machen, ohne das gesetzte Budget zu überziehen.Ein weiteres sechsköpfiges MIT-Team arbeitet derweil an „neuer“ Software, mit der sich der Apple II Modell 2008 via Mobiltelefon ins Internet einwählen kann. Die im Rahmen des International Development Design Summit 2008 entstandene Idee hat spätestens auf den zweiten Blick eine gewisse Faszination, verbindet sie doch einen sehr ganzheitlichen und hoch ethischen Bildungsansatz mit verblüffendem Kostenbewusstsein und kreativer Intelligenz. Dass ausgerechnet der Apple II als Ausgangspunkt des Aufbaus einer funktionierenden, bezahlbaren Computer-unterstützten Bildung in Drittweltländerndienen soll, kommt nicht von ungefähr. Immerhin war dieser 8-bit Rechner eine gute Dekade lang der dominierende Computer im US-Bildungssystem. Ein Erfolg, der an anderem Ort und unter anderen Zwängen durchaus wiederholbar scheint…
(©Foto: computercloset.org)




Als bekannt wurde, dass Obama in Berlin eine Rede halten würde, spielte ich kurzzeitig mit dem Gedanken, in die Hauptstadt zu fahren, um live dabei zu sein. Dann erinnerte ich mich daran, dass ich mich auch schon auf der kleinen WM-Fanmeile in Hannover nicht sehr wohl gefühlt und damals nach handgestoppten zwei Minuten die Flucht ergriffen hatte. So entschloss ich mich, Obamas Rede live im Fernsehen zu verfolgen.