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Schokolade

Der ultimative Schokoladentest (5)

Veröffentlicht in Genuss | 19. November 2007 | 14:38:59 | Roland Müller

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Was könnte besser zu solch einem kalten, feuchten, nebligen Novembertag passen als ein gehöriger Schub Endorphine? Diesmal aus Frankreich, wo man ebenfalls die Tradition der Chocolaterie hoch zu halten weiß. Wir testen diesmal etwas Hochdosiertes. Nämlich die aus Kakao der venezolanischen Plantage ‚Hazienda del Rosario‘ hergestellte Tafelschokolade von Chocolat Bonnat aus dem kleinen Städtchen Voiron in der Nähe von Grenoble. Die immerhin 75 Pozent Kakaoanteil dieser Tafelschokolade lassen die ca. 3,45 EUR teure 100-gr-Tafel mit 75 % als teuer, aber gerade noch angemessen ausgepreist erscheinen. Wenn die Qualität denn diesen Anspruch zu halten vermag. Tut sie’s? Wir kosten…

Die Café Digital Bewertung:

Duft: sehr intensiver, sehr feiner Kakaoton ohne jede Säure, 19 Punkte
Optik: seidenmatt, minimal porig, 16 Punkte
Konsistenz: mittelhart, etwas splittrig, knackiger Biss, 17 Punkte
Geschmack: trotz des hohen Kakaoanteils keine Säuredominanz, sehr dezente, angenehme Bitternote und ein Hauch von Zedernholz, exzellent! 19 Punkte
Abgang: sehr ausgeprägter, sehr langer Nachhall, 19 Punkte

Gesamtwertung: 90/100

[Bezugsquelle in D: Berliner Kaffeerösterei, in A: Zehrer]

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Das Aus für Aust

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Medien | 16. November 2007 | 13:17:32 | Roland Müller

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Sie werden rarer in der immer kommerzielleren deutschen Medienlandschaft, aber es gibt sie noch, die sogenannten Alpha-Journalisten. Stefan Aust, 13 Jahre lang Augstein-geadelter, designierter Chefredakteur des Spiegel, zählt unbestritten dazu. Seit gestern ist in seinem Fall – wobei Fall durchaus wörtlich zu nehmen ist – in der Vergangenheitsform zu berichten. Denn unter großem Mediengetöse hat ihm die traditionell die Spiegelgeschicke mitbestimmende Mitarbeiter KG einvernehmlich das Vertrauen entzogen. Dass dies ausgerechnet in seiner urlaubsbedingten Abwesenheit vom Arbeitsplatz geschehen ist, kann man nicht als allerbesten Stil interpretieren. Bei aller sicher berechtigten Kritik an seinem Führungsstil und der von ihm forcierten Umpositionierung des Spiegel im seit Focus wesentlich härter gewordenen Markt der meinungsprägenden politischen Magazine sollten gewisse Spielregeln doch eingehalten werden, finde ich. Sei es, wie es sei, er hat es geschafft, die Auflage des Spiegel über der magischen Einmillionenschwelle zu halten, auch wenn er dazu inhaltliche Kompromisse eingegangen ist. Es wird spannend sein, zu beobachten, wer seine Nachfolge antreten wird und auf wessen Betreiben er oder sie in Austs Fußstapfen treten wird, um die „frischen Ideen“ zu liefern, an denen es den Betreibern seines Abgangs zu mangeln schien. Sollte, wie hier und da kolportiert wird, Mathias Müller von Blumencron, der alerte Chef von Spiegel Online, auf den verwaisten Chefredakteurssessel gehievt werden, wäre dies zumindest etwas Neues. Denn damit würde meines Wissens erstmals ein „Onliner“ die Marschrichtung eines großen, klassischen Printmediums übernehmen. Allerdings einer von einiger Ambivalenz…

(©Foto ausschnittsweise: spiegelgruppe.de)

Nachtrag: Wer sich einen schnellen Überblick auf die Kollegen-Kommentare zum Aust-Abgang verschaffen will, klickt sich durch die hier im Café Digital traditionell ausliegenden Zeitungen, in der alle zu Worte kommen – FAZ, taz, Tagesspiegel, Die Presse, W&V, Netzeitung, Süddeutsche, Financial Times, Frankfurter Rundschau, Der Standard, Hamburger Abendblatt, Berliner Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, NZZ, RP, Welt, Horizont…

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iPhone – eine Bildergeschichte…

Veröffentlicht in Apple & Co, Internet, Mobilität, Technologie | 14. November 2007 | 11:04:53 | Roland Müller

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Gestern stand der DHL-Mann endlich vor der Tür. Und ich durfte mir nach der etwas langwierigen Identitätsprüfung das Auspack-Ritual gönnen, das üblicherweise bei allen Apple-Produkten von besonderem Reiz ist. Statt vieler Worte hier nun also die Bildergeschichte meines neuen Spielzeugs, ähem, Kommunikationsinstruments…

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Morgen, Kinder, wird’s was geben

Veröffentlicht in Apple & Co, Gesellschaft | 11. November 2007 | 12:17:49 | Roland Müller

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Nachdem die Mehrzahl meiner Bekannten und Freunde sich höchstpersönlich am 9. November zum nächstgelegenen T-Mobile-Shop begeben haben, war ich ein wenig fauler und habe mein iPhone online bestellt. Zugegebenermaßen eingedenk früherer Erfahrungen mit dem Magentamonster mit einem gewissen Unwohlsein bezüglich zügiger Auslieferung. Aber auch ein Verschleppen des Versands hätte ja durchaus eine reizvolle Geschichte fürs Café Digital ergeben, keine Frage. Stattdessen jedoch kann ich hier nur vermelden, dass die Mannen des neuen Maybrit-Illner-Schwarms René „Dobermann“ Obermann tatsächlich ihre Aufträge zügig abgearbeitet haben. Vielleicht ja, weil die Lawine nur ein Lawinchen war? Würde mich nicht wundern. Man weiß ja, dass der deutsche Konsument voll des Misstrauens ist gegenüber jedweder Neuerung, insbesondere wenn diese sonstwo auf der Welt Technikbegeisterung auszulösen vermag, igitt! Wie auch immer, ich erfreue mich noch voller 24 Stunden Vorfreude (*grins*).

Nachtrag: Nachdem mich die DHL-Lieferung nicht angetroffen hatte, bestellte ich für den Folgetag eine Zweitauslieferung. Die hat auch tatsächlich geklappt. Nach langwierigem procedere an der Haustür (Identitätsnachweis, insgesamt fünf Unterschriften…) hatte ich endlich das Apfelstückchen in den zittrigen Händen. Womit aber das weitere Warten leider noch kein Ende hatte. Denn nun galt es (laut beiliegendem T-Mobile-Schrieb) bis zu 24 Stunden zu warten auf die immerhin automatische Freischaltung der mitgelieferten SIM-Karte. Sobald die Karte dann freigeschaltet ist, kann das schon bekannte Aktivierungsverfahren im iTunes Store stattfinden. Allerdings: Meine persönliche T-Mobile-Rufnummer wird mir eh erst später, zusammen mit dem postalischen Begrüßungsschreiben, anvertraut. Mann, Warten aufs Christkind ist da ja nichts dagegen!

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To iPhone or not to iPhone – that’s the question

Veröffentlicht in Apple & Co, Internet, Mobilität, Technologie | 08. November 2007 | 18:18:22 | Roland Müller

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Frei nach Shakespeares so tragischem wie entscheidungsschwachem Prinzen von Dänemark stellt sich mir heute, am Vorabend des offiziellen Verkaufsstarts von Apples iPhone bei (leider!) dem magentafarbenen Freund aller Telekommunikationsanwender, exakt jene Frage, die einst Hamlet bewegte: Soll ich oder soll ich nicht? Allerdings werde ich es mir bei der Entscheidungsfindung etwas einfacher machen als der berühmteste Prinz der Weltliteratur.

Die Haben-Seite

Über Apples zumindest von Design und Bedienungsfreundlichkeit her revolutionäres Handy muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Wer Apples geführte Demotour hinter sich gebracht hat, sollte gebührend beeindruckt sein. Selbst als Nicht-Apple-User. Bisher haben weder die Nokias noch Sonys und noch nicht einmal die einfallsreichen Samsungs das Teil toppen können. Die Preisstellung entspricht mit 399 EUR den im High-end-Bereich üblichen Gepflogenheiten. Es sei denn, man hat eine ausgeprägte Neigung zum Erbsenzählen. Der inkludierte freie Zugang zu allen deutschen (warum eigentlich nur die?) T-Mobile Hotspots ist zudem ein angenehmes magentafarbenes Bonbon. Auch die Kommunikation nicht nur mit dem Mac ist gewährleistet. Und sei es via MissingSync for iPhone, das Mark/Space gerade angekündigt hat. Last but noy least bleiben iPhone-benutzer von der lästigen T-Mobile Corporate Identity verschont: Apples iPhone bleibt also auch optisch Apples iPhone. So weit, so gut.

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Die Soll-Seite

Kein UMTS, okay, damit kann ich leben. Besonders unerfreulich ist in meinen Augen hingegen, dass das iPhone offenbar auch nach dem Ablauf des Zweijahresvertrags sein SIM-Lock behält. Ein sehr unfeiner Zug von T-Mobile, der in der Tat nicht in Cupertino entstanden ist. Wer ein iPhone anschafft, fesselt sich damit also zeitlebens an T-Mobile. Was, ganz ehrlich gesagt, niemand ernsthaft in Erwägung ziehen mag, oder? Zumindest nicht zu den derzeitigen Tarifbedingungen, die laut Chip so ihre Tücken haben. T-Mobile pokert also ziemlich hoch mit dem massiv vorhandenen Habenwollen-Faktor. Man wird sehen müssen, ob diese Rechnung aufgeht. Oder darauf spekulieren, dass findige iPhoniacs Mittel und Wege finden, das SIM-Lock zu umgehen, ohne bei jedem Firmware-Update wieder von vorne anfangen zu müssen.

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Meine Entscheidung

Ich bin nur ein schwacher Mensch! Und zudem überzeugter Apple-User. Statt auf eine vielleicht kommende, dann UMTS-taugliche iPhone-Generation zu warten, werde ich also trotz der erwähnten Nachteile ein iPhone anschaffen. Und das, obwohl ich einen Vodafone-Account habe. Das mag wenig logisch sein und auch nicht Hamlet-gemäß, geht aber in meinem Fall bestens als Geburtstagsgeschenk durch – schließlich kann es nur ein cupertinöses Omen sein, dass Apple via T-Mobile sein iPhone hierzulande ausgerechnet am Tag vor meinem Wiegenfest einführt…

Sobald das Teil fester Bestandteil meines privaten und beruflichen Alltags geworden ist, werde ich dann gerne weiter von meinen Erfahrungen berichten. Hier, im Café Digital, wo analoges Leben und digitales Arbeiten sich hart im Raume treffen.

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