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Archiv für die Kategorie ‘Politik’

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27 Minuten für die Hoffnung

Veröffentlicht in Gesellschaft, Medien, Politik | 30. Oktober 2008 | 15:21:45 | Dirk Kirchberg

Barack Obama hat gestern Nacht im amerikanischen Fernsehen ein Feuerwerk abgebrannt, das sicherlich so schnell niemand vergessen wird. In einem 27-minütigen Spot erzählt er von amerikanischen Familien, ihren Sorgen und Problemen – und von seinen Lösungsansätzen. Kein einziges schlechtes Wort über den Noch-Präsidenten Bush, kein Seitenhieb auf seinen republikanischen Kontrahenten McCain.

Obama erzählte aber nicht nur Amerikas Geschichte, sondern natürlich auch seine eigene und die seiner Eltern und Großeltern. Und er verstand es, den amerikanischen Traum wiederzubeleben. Nächste Woche, am 4. November werden wir erfahren, ob die USA wirklich für eine radikale Richtungsänderung bereit sind. Eine Richtungsänderung, die nicht nur die USA brauchen, sondern die gesamte Welt. Sollte Obama gewählt werden, würde ich wieder ein bißchen mehr an das Amerika glauben können, das ich als Teenager so aufregend fand.

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Schnappschuss (2)

Veröffentlicht in Fotografie, Gesellschaft, Politik, Schnappschuss | 29. Oktober 2008 | 11:28:13 | Dirk Kirchberg

Wenn Roland mit einem Gedicht die Finanzkrise kommentiert, dann mache ich das mit einem Foto, dem Schnappschuss des Tages.

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Überraschung im Wahlkampf: Powell kämpft für Obama

Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik | 20. Oktober 2008 | 07:38:00 | Dirk Kirchberg

John McCain hat’s wohl hinter sich – politisch. Langsam aber sicher zeichnet sich ab, dass Barack Obama tatsächlich Präsident der USA werden könnte. Ich schreibe könnte, weil ich von Freunden in den Staaten immer wieder die Warnung bekam: „Ihr Europäer würdet natürlich Obama wählen. Aber so einfach ist das hier nicht.“ Genau vor dieser anderen Haltung, die immer wieder mal durchkommt, wenn die Amerikaner sich angegriffen fühlen, hatte ich verstärkt Angst. Denn die USA haben sich deutlich verändert.

Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder. Denn Colin Powell, der ehemalige Vorsitzende des Generalstabs, Nationaler Sicherheitsberater und Ex-Außenminister der USA, dieser Colin Powell, eigentlich ein Republikaner, hat sich öffentlich gegen John McCain und Sarah Palin und sehr deutlich für Barack Obama ausgesprochen. Er sprach sieben Minuten über die Unterschiede der Kandidaten. Es könnten die wichtigen sieben Minuten dieses Wahlkampfes sein…

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Rip Mix Burn 2.0

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Medien, Politik, Technologie | 19. Oktober 2008 | 10:41:01 | Dirk Kirchberg

Ich nehme an, dass die meisten von uns früher mal ein Mixtape aufgenommen haben – und damit nach Meinung der Musikindustrie illegal gehandelt haben. Hat uns das damals interessiert? Waren wir uns darüber überhaupt bewusst? Ich sicherlich nicht. Und selbst wenn, hätte es mich dennoch nicht davon abgehalten, das Supertape aufzunehmen. *press rec-play on tape*

In unserer digitalen Gegenwart mixen wir auch, wenn auch anders. Wir rippen alte Filme, um daraus neue Clips zu schneiden. Wir kreieren – und auch hier wieder illegal, wenn wir uns das Urheberrecht bzw. Copyright vergegenwärtigen. Was zeigt, dass das Urheberrecht erneuert und angepasst werden muss. In Deutschland kümmert sich Markus Beckedahl um die Implementierung von Creative Commons.

Lawrence Lessig, der Godfather of CC, hat bei den TED-Talks einen Vortrag gehalten, der genau beschreibt, in welchem Dilemma wir uns befinden. Und in seiner unvergleichlich genialen Art konturiert er das Problem und zeigt einen Weg aus dem Chaos auf.

In die gleiche Kerbe schlägt Richard Baraniuk und zeigt, welche Möglichkeiten das Web und Apps bieten, um uns nicht alle in die Piratenecke zu stellen. Wobei – seit Apple wissen wir, dass es besser ist, ein Pirat zu sein denn der Navy beizutreten. Hoffentlich erinnert sich Steve dieses Mottos auch mal wieder. Ich sage nur iPhone Blacklist…

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Hallo Franz? Bist Du’s wirklich?

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien, Politik, Technologie | 18. September 2008 | 07:47:06 | Dirk Kirchberg

Einer Sekretärin in Hessen geht’s „hundeelend“: Sie hatte das Gespräch zwischen einem ffn-Moderator und der SPD-Vorsitzenden Andrea Ypsilanti weitervermittelt, das nun in Teilen im Netz aufgetaucht ist. Wie halten es Politiker mit Anrufen vermeintlich Vertrauter? Fragen an die Parteien.

So kann’s gehen: Das Telefon klingelt, der Chef scheint dran. Natürlich will man ihm sofort kompetent Auskunft geben und fragt nicht nach, ob’s denn auch wirklich der Chef ist – da am Hörer, am anderen Ende der Leitung.

So in etwa ist es der hessischen SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti ergangen. Ein vermeintlicher Franz Müntefering, der designierte SPD-Bundesvorsitzende, sollte am Telefon sein. In Wahrheit war es ein Radiomoderator von ffn, der stimmlich Müntefering nicht einmal besonders ähnelt (und sich im Nachhinein für seine Leistung selbst nur eine „3 minus“ gegeben hat). Der vermeintliche „Müntefering“ also ließ anrufen und wurde sofort zur SPD-Politikerin aus Hessen durchgestellt. Keine Nachfrage, kein Rückruf, offenbar auch keine nachhaltige Skepsis nach einem Blick auf die Telefonanzeige.

Laut ffn telefonierte der Radio-„Franz“ mit der Politikerin sieben Minuten lang. Sie ließ sich anscheinend nicht durch die sporadisch eingeworfenen Floskeln des in die Bundespolitik zurückkehrenden SPD-Veteranen, für den sie den Gesprächspartner hielt, irritieren. Eine Nachfrage in der Art: „Hallo Franz, bist Du es wirklich?“, gab es nach vorliegenden Informationen nicht.

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