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Archiv für die Kategorie ‘Politik’

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Zähne zeigen

Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik | 01. September 2009 | 01:34:42 | Dirk Kirchberg

Alles, was ich zu diesem Bild sagen möchte, schrieb ich bereits in meinem Tweet: „Merke: Auf Plakaten ist es von Vorteil, dem politischen Gegner nicht die Zähne zu zeigen.“ Wobei ich klarstellen möchte, dass ich niemanden anpacke für unser Land, schon gar nicht Frank-Walter. Anpacken fällt also aus. Aber einpacken kann ich ganz gut. Damit kenne ich mich aus. Habe schließlich bei vielen Umzügen geholfen. Und was beim Einpacken für Umzüge gilt, sollte auch für die Politik gelten: Die Klappe Kartons immer nur halbvoll nehmen machen. Sonst lassen sich schwere Dinge nicht heben – oder aber dem Karton schlägt es den Boden raus…

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Ruckzuckige Zensursula

Veröffentlicht in Internet, Medien, Politik | 19. August 2009 | 10:42:02 | Dirk Kirchberg

So richtig viel fällt mir zu Uschi von der Leyen, der Mutter der Nation, nicht mehr ein. Mittlerweile wundere ich mich auch nicht mehr über ihre demagogischen Reden, über ihr halsstarriges Festhalten an einmal bezogenen Positionen, an den nachweislich falschen Fakten, mit denen sie zur zweitbeliebtesten Politikerin in Deutschland aufgestiegen ist.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass in ihrem Ministerium in Berlin täglich die Korken knallen, denn von dem ganzen Trara bleibt in den meisten Köpfen draußen im Land nur eines übrig: „Die tut was gegen Kinderpornografie.“ Und wer will sich schon gegen den Kampf gegen Kinderpornografie stellen?!

Dabei ist schon der Begriff Kinderpornografie völlig falsch. Es geht hier nicht um Pornografie – zu der man stehen kann, wie man will -, es geht um dokumentierten Kindesmissbrauch. Völlig anderes Spielfeld. Aber das ist Uschi anscheinend egal. Solange sie die Öffentlichkeit mit Empörung versorgen kann – „Himmel noch mal!“ -, kann der wirkliche Kampf gegen Kindesmissbrauch warten.

via netzpolitik.org

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Das Kabel verneint und schweigt

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Politik | 26. Juli 2009 | 22:35:52 | Dirk Kirchberg

Als hätte ich es mir nicht denken können: Herr Gassen, Leiter Externe Kommunikation bei Kabel Deutschland, hat natürlich nicht auf meine E-Mail geantwortet. Nachdem Vodafone gerade die Mutter aller PR-Schiffbrüche hingelegt hat, steckt man bei Kabel Deutschland anscheinend lieber den Kopf in den Sand, in der Hoffnung, dass diese fürchterlichen Blogger aufgeben und weiterziehen.

Die Nichtstellungnahme überrascht mich keineswegs. Viel spannender finde ich dagegen den Brief, den ich dieser Tage von Kabel Deutschland erhielt, in dem mir die Herrschaften bestätigen, dass ich „zukünftig keine Werbepost oder Anrufe von Kabel Deutschland“ erhalten werde, denn nun schlummern meine Daten in ihrer Sperrliste.

Doch dann folgt der Satz, der mich wütend macht: „Nach interner Recherche konnten wir nicht feststellen, dass Sie durch unser Unternehmen kontaktiert wurden.“

Kabel Deutschland hat mich natürlich niemals selbst angerufen. Für die illegalen Spamanrufe gibt es schließlich Callcenter, die man beauftragen kann. Bei dieser Art von Haarspalterei zieht sich Kabel Deutschland für meinen Geschmack gerade einen Scheitel auf der polierten Vollglatze der Unternehmenskommunikation. Und wenn sie schon keine Haare mehr auf dem Kopf und die eigenen PR-Leute leider auch keine auf den Zähnen haben, sondern alle Probleme wie die drei Affen angehen, beweisen sie, dass sie nicht die leiseste Ahnung haben, wo der Frosch die Locken hat, die Kundenfreundlichkeit, Respekt und Transparenz repräsentieren.

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Von Spam, Callcentern und Robinson Crusoe

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Politik | 16. Juli 2009 | 16:16:11 | Dirk Kirchberg

Heute Mittag klingelte bei mir das Telefon. Im Display erschien die Nummer 034521973031. Ich kenne niemanden, der in diesem Vorwahlbereich wohnt, aber wer weiß, vielleicht ist ja jemand aus meinem Bekannten- oder Kollegenkreis umgezogen. Ich nahm das Gespräch an.

Am anderen Ende der Leitung: eine Callcenter-Mitarbeiterin, die im Auftrag von Kabel Deutschland mir irgendetwas aufschwatzen wollte, denn ich bin und war auch nie Kunde bei Kabel Deutschland. Als ich die Mitarbeiterin, freundlich, aber nachdrücklich darauf hinwies, dass ihr Anruf widerrechtlicher Telefonspam wäre und sie meine Daten doch bitte sofort löschen sollte, legte sie auf.

Ich rief die Kabel-Deutschland-Hotline, natürlich eine kostenpflichtige Hotline, an, um mich 1. zu beschweren und 2. nun endlich meine Daten löschen zu lassen. Und da all diese sogenannten Service-Hotlines immer per Ansage anmerken, dass das Gespräch zur Verbesserung des Services aufgezeichnet werden kann, nahm ich mir die Freiheit raus, meinerseits das folgende Gespräch aufzuzeichnen.

Aus dem folgenden Mitschnitt habe ich lediglich den Namen des Mitarbeiters sowie meine Adresse rausgeschnitten – aber die haben sie ja eh schon. Und an die Wirksamkeit der Robinsonlisten glaube ich nicht. Ich gebe zu, dass ich während des Telefonats nicht durchgehend so professionell war, wie ich vielleicht hätte sein sollen, aber es reichte mir einfach.

Darüber hinaus habe ich Herrn Gassen angeschrieben, der bei Kabel Deutschland laut Website der Leiter Externe Kommunikation ist, und ihn um Stellungnahme zu meinen Fragen gebeten. Mal sehen, ob und wenn ja was als Antwort kommt. Hier meine E-Mail an ihn:

Sehr geehrter Herr Gassen,

ich möchte Sie fragen, warum Kabel Deutschland widerrechtliche Spamanrufe durch Callcenter in Auftrag gibt.

Ich bin heute Mittag von einer Callcenter-Mitarbeiterin im Auftrag von Kabel Deutschland angerufen worden. Ich bin und war nie Kunde bei Kabel Deutschland, und ich habe niemanden autorisiert, meine Daten weiterzugeben. Auf mein Ersuchen, meine Daten in den Datenbanken von Kabel Deutschland umgehend zu löschen, erwiderte die Mitarbeiterin, das könne sie nicht. Als ich insistierte und auf der Löschung meiner Daten beharrte, legte die Mitarbeiterin einfach auf.

So musste ich nun beim Kundenservice von Kabel Deutschland über eine kostenpflichtige Hotline meine Daten ein zweites Mal eintragen lassen, damit genau diese bei Ihnen gesperrt werden. Und das soll dann auch noch sechs bis acht Wochen dauern.

Sieht so Ihrer Meinung nach guter Service aus? Warum hält Kabel Deutschland an dieser widerrechtlichen Praxis fest? Wäre es nicht umso bessere Werbung, wenn Kabel Deutschland genau mit dieser Praxis brechen und sich auf die eigenen Kunden konzentrieren würde?

Mit Bitte um Stellungnahme,

Dirk Kirchberg

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Iran: Eine Nation von Bloggern

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Medien, Politik, Technologie | 22. Juni 2009 | 13:56:05 | Dirk Kirchberg

Dieses Video erinnerte mich daran, dass ein Land eigentlich von den Menschen, die in ihm leben, und nicht von den Politikern geprägt wird. Demokraten, Diktatoren und Extremisten jeglicher Couleur versuchen stets, ihre Macht zu sichern. Dabei sind die eigentlichen Machthaber die Menschen selbst. Und sie sind immer häufiger auch im Angesicht der Gefahr für das eigene Leben bereit, dafür zu kämpfen.

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