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Archiv für die Kategorie ‘Gesellschaft’

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27 Minuten für die Hoffnung

Veröffentlicht in Gesellschaft, Medien, Politik | 30. Oktober 2008 | 15:21:45 | Dirk Kirchberg

Barack Obama hat gestern Nacht im amerikanischen Fernsehen ein Feuerwerk abgebrannt, das sicherlich so schnell niemand vergessen wird. In einem 27-minütigen Spot erzählt er von amerikanischen Familien, ihren Sorgen und Problemen – und von seinen Lösungsansätzen. Kein einziges schlechtes Wort über den Noch-Präsidenten Bush, kein Seitenhieb auf seinen republikanischen Kontrahenten McCain.

Obama erzählte aber nicht nur Amerikas Geschichte, sondern natürlich auch seine eigene und die seiner Eltern und Großeltern. Und er verstand es, den amerikanischen Traum wiederzubeleben. Nächste Woche, am 4. November werden wir erfahren, ob die USA wirklich für eine radikale Richtungsänderung bereit sind. Eine Richtungsänderung, die nicht nur die USA brauchen, sondern die gesamte Welt. Sollte Obama gewählt werden, würde ich wieder ein bißchen mehr an das Amerika glauben können, das ich als Teenager so aufregend fand.

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Schnappschuss (2)

Veröffentlicht in Fotografie, Gesellschaft, Politik, Schnappschuss | 29. Oktober 2008 | 11:28:13 | Dirk Kirchberg

Wenn Roland mit einem Gedicht die Finanzkrise kommentiert, dann mache ich das mit einem Foto, dem Schnappschuss des Tages.

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Ein Streifzug durch das kulturell hochrangige ZDF-Programm des heutigen Tages

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Medien | 24. Oktober 2008 | 15:56:00 | Roland Müller

Gleich morgens feiern Luisa und Simon ein rauschendes Fest vor der wunderschönen Kulisse des Gutshauses. Kein Wunder, dass kurz darauf Nora der Atem stockt. Wenn auch lediglich deswegen, weil Annabelle sich mit einem Versprecher verrät. Penny Lanz hat es da schon schwerer. Sie entdeckt beim Joggen eine blutige Aktentasche. Igitt! Aber was ist das schon gegen die ach so schweren Sorgen, die sich Dr. Täschner wenig später um Ramona macht, deren sehnlicher Kinderwunsch so übergroß ist, dass ihre Beziehung zu Nicolas darunter leidet? Dabei sollte sie froh sein. Denn als der kleine Jakob und seine Schwester zig Sendeminuten später als Mutprobe spät in der Nacht den Spielplatz besuchen, geht das auch nicht gut aus. Wenn auch immer noch besser als bei Eventmanager Klaus Theim, der zur besten Sendezeit zuhause seine Frau ermordet vorfindet. Da hat es Lehrer Ulises deutlich besser. Der heiratet mitten im Spätprogramm die junge Martina. Allerdings langweilt sich mit ihr und verschwindet, während im Schatten der Leidenschaft langsam der Sendeschluss heraufdämmert.

Was für ein kulturell befriedigender Tag! Aufgelockert allenfalls von Ben Wettervogel, Flachwasser-Historiker Guido Knoop und immer wieder heute heute heute.

So gesehen (und gleich wieder abgeschaltet) können wir gar nicht anders als Marcel Reich-Ranicki zu seiner Spontanität und Elke Heidenreich zu ihrem losen Mundwerk zu gratulieren. Helfen wird beides nicht. Nicht gegen die medialen Angstbeißer der obersten, öffentlich-rechtlichen Anstaltsleitungen. „Public Service“ kann man eben so oder so verstehen…

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Überraschung im Wahlkampf: Powell kämpft für Obama

Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik | 20. Oktober 2008 | 07:38:00 | Dirk Kirchberg

John McCain hat’s wohl hinter sich – politisch. Langsam aber sicher zeichnet sich ab, dass Barack Obama tatsächlich Präsident der USA werden könnte. Ich schreibe könnte, weil ich von Freunden in den Staaten immer wieder die Warnung bekam: „Ihr Europäer würdet natürlich Obama wählen. Aber so einfach ist das hier nicht.“ Genau vor dieser anderen Haltung, die immer wieder mal durchkommt, wenn die Amerikaner sich angegriffen fühlen, hatte ich verstärkt Angst. Denn die USA haben sich deutlich verändert.

Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder. Denn Colin Powell, der ehemalige Vorsitzende des Generalstabs, Nationaler Sicherheitsberater und Ex-Außenminister der USA, dieser Colin Powell, eigentlich ein Republikaner, hat sich öffentlich gegen John McCain und Sarah Palin und sehr deutlich für Barack Obama ausgesprochen. Er sprach sieben Minuten über die Unterschiede der Kandidaten. Es könnten die wichtigen sieben Minuten dieses Wahlkampfes sein…

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Jahrmarkt der Bücher und der Eitelkeiten – ein Spaziergang über die Frankfurter Buchmesse (2)

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Kunst, Literatur, Medien | 19. Oktober 2008 | 17:04:47 | Roland Müller

Unser Aufmacher deutet es bereits an: Am heutigen letzten Tag der 60. Frankfurter Buchmesse wollen wir ein wenig nach der Inspiration suchen, nach dem großen Leitthema der Messe. Was also, abgesehen vom viel diskutierten und überfälligen Ehrengast Türkei, hat uns inspiriert? Nun, da war doch diesen von praktisch allen Medien hochgespielte und -gespülte Thema eBook, oder? Diese neuen, handlichen Buchlesemaschinchen, mit denen Teile des Buchhandels einerseits Angst, andererseits Hoffnungen verknüpfen. Gut, dachten wir uns, dann machen wir uns doch mal auf die Suche…

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