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Archiv für die Kategorie ‘Gesellschaft’

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Frankfurter Buchmesse 2013 (2): Bem Vindo Ao Brasil!

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Literatur, Medien | 11. Oktober 2013 | 16:14:02 | Roland Müller

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Kein Carneval. Kein Samba. Kein Futebol. Stattdessen Luiz Ruffato und Ana Paula Maia, Joào Paulo Cuenca, Patricia Melo und Paulo Scott, Andréa del Fuego und Chico Buarque, Daniel Galera und Bernardo Carvalho. Das zeitgenössische Brasilien präsentiert sich hier in Frankfurt in erfrischender Weise klischeefrei und mit rund siebzig seiner aktuellen AutorInnen. Darunter eine erfreulich große Zahl junger, neuer Schriftsteller. Zeit, die neuen, jungen Stimmen (stimmt, Paulo Scott ist eher Alte Garde) zu Wort kommen zu lassen – sie und ihr oft brutal ungeschminktes Bild des heutigen Brasilien…

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Frankfurter Buchmesse 2013 (1): Willkommen, Bienvenue, Welcome…

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Literatur, Medien | 09. Oktober 2013 | 22:28:38 | Roland Müller

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Heute hat die 45. Frankfurter Buchmesse ihre Tore geöffnet. Das Cabaret der literarischen Eitelkeiten hat die Welt in die Mainmetropole eingeladen und wir sind wieder mit von der Partie. Heute und in den kommenden Tagen werden wir von Trends und Hypes, von Autoren und Verlagen, von Lesenswertem und Vernachlässigbarem berichten. Und hinterfragen, wie es um das ein wenig in die Jahre gekommene Geschäftsmodell Buch bestellt ist. Eine Frage, die sich auf dieser Buchmesse mehr und intensiver stellt als auf jeder vorangegangenen…

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In memoriam Marcel Reich-Ranicki

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Literatur, Medien | 30. September 2013 | 15:24:06 | Roland Müller

RR_inmemoriam

Eigentlich ist alles längst gesagt worden zum Tod des unbestritten bedeutendsten Literaturkritikers deutscher Sprache. Eigentlich. Auch seine teils dramatische Vita darf man getrost als bekannt voraussetzen. Seine Gestik, sein Nachdruck, seine Verve, seine Leidenschaft für die Literatur – weniger die Literaten – hat sich zweifellos in die Retina unserer Generation eingebrannt. Nicht zuletzt dank seiner mittlerweile legendären TV-Auftritte beim Literarischen Quartett. Doch kann sich unsereiner, die wir „die Gnade der späten Geburt“ genießen, wirklich vorstellen, wie heiß die Liebe zur deutschsprachigen Literatur in diesem Mann gelodert haben muss, wenn er sich davon getrieben über die brutalen persönlichen Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Barbarei hinwegzusetzen vermochte? Nein, für uns kann das mangels eigener Anschauung nur Theorie bleiben, vor der wir verstummen. Sprachlos. Sprachlos auch vor der Wortgewalt, der oft brillanten Zuspitzung, mit der R-R das in seiner Wahrnehmung Verrisswürdige verriss, ohne Zögern und ohne Gnade. Insbesondere dann, wenn es ihn langweilte. Was eines seiner wesentlichen Kriterien für die literarische Qualität war, wenn denn alle sonstigen Formalien erfüllt waren. Genau so war er aber auch willens, das nach seinen Maßstäben Außergewöhnliche zu loben und zu preisen, ja mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, wenn der Rest der Kritikerwelt ansetzte, es im Detail zu relativieren und im Sowohl als auch zu versinken. R-R wird uns in Erinnerung bleiben als der vielleicht letzte Apologet des radikalen Urteils, der geplanten Dissonanz, der nie eine Auseinandersetzung scheute, sie oft sogar genoss und dabei gerade so viel Eitelkeit aufbrachte, wie notwendig ist, um in der bildgeilen Welt belangloser Abendunterhaltung einen Fixpunkt zu setzen. Zeit, sich das allererste Literarische Quartett noch einmal im Bewegtbild anzuschauen und – falls nicht schon geschehen, R-Rs Autobiographie noch einmal in die Hand zu nehmen. Marcel Reich-Ranicki wird uns, er wird mir fehlen.

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Einen Guten Rutsch!

Veröffentlicht in Freunde, Gesellschaft | 31. Dezember 2012 | 17:28:10 | Roland Müller

CafeDigital_2013

Ein überaus aufregendes und leider auch persönlich anstrengendes Jahr geht zu Ende. Wir haben einige Klippen erfolgreich umschifft, zugegebenermaßen deutlich zu wenig Beiträge im digitalen Café abgeliefert und schlussendlich entschieden, 2013 mit frischem Elan weiterzumachen. Wir sind gespannt auf das, was kommt und werden mit deutlich höherer Frequenz wieder die Zeilen füllen können mit spannenden Berichten. Angefangen vom ersten Probeflug der Café Digital Drohne, über allerlei Schokoladentests und eine Wienreportage im Mai bis zum längst überfälligen Interview mit dem renommierten Sinologen Prof. Senger über die unserem westlichen Blick weitgehend verborgenen Strategien der VR China und deren wachsendem Einfluss nicht nur auf unsere Wirtschaft. Kurz gesagt: 2013 wird ein wirklich spannendes Jahr. In diesem Sinne: Euch allen einen guten Rutsch!

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Der 9. November am 8.

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Politik | 09. November 2012 | 19:21:14 | Roland Müller

PK_Peter_Feldmann

Sie nennt sich „Gedenkstunde zur Erinnerung an die Wiederkehr der Ereignisse der Pogromnacht 1938“. Und sie findet traditionell statt in der Frankfurter Paulskirche. Und dies am gestrigen 8. November 2012, ab 16 Uhr. Der, wie halbwegs in Zeitgeschichte Bewanderte wissen, nicht der Jahrestag der Pogrome im nationalsozialistischen Deutschland des Jahres 1938 war, sondern der darauf folgende 9. November. Aber der ist ja mittlerweile „belegt“ durch die deutsch-deutsche Wiedervereinigung des Jahres 1989, um nicht zu sagen in ihrem langen Schatten seitdem in der Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten. Und wenn wir hier schon am Kritikastern sind, sei uns auch der Hinweis gestattet, dass der Titel der Veranstaltung schlicht schlechtes und damit missverständliches Deutsch beinhaltet: Die Götter und die Demokratie mögen uns davor bewahren, dass die Ereignisse jener Pogromnacht wiederkehren, sich also erneut vollziehen! Aber genug der Kritik an verschobenem Zeitpunkt und verschrobener Betitelung. Es war, davon konnten wir uns überzeugen, eine wichtige und bewegende Gedenkstunde, eröffnet vom neuen Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmannmehr… »

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