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Archiv für die Kategorie ‘Kultur’

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CC gegen das große C

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Medien, Politik, Technologie | 07. Februar 2009 | 18:38:33 | Dirk Kirchberg

Wer das Prinzip von Creative Commons noch nicht ganz verstanden hat, dem empfehlen wir an diesem regnerischen Wochenende ein erhellendes Portrait von Lawrence Lessig, dem CC-Begründer. Gefunden haben wir das Filmchen übrigens via die Kollegen von netzpolitik.org. , denen wir Allzeit Gute Fahrt mit der Deutschen Bahn wünschen und zum Sieg gegen den Blogwart gratulieren.

Und weil wir schon mal dabei sind, können wir uns ja auch gleich nochmals die 13. Folge des Mario Sixtus’schen Elektrischen Reporters anschauen, der ebenfalls Lawrence Lessig interviewt hat. mehr… »

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mbc09: Die Café-Nachlese

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Medien, Mobilität, Technologie | 26. Januar 2009 | 03:30:31 | Dirk Kirchberg

Wenn für Blogger schon einmal der rote Teppich ausgerollt wird wie am vergangenen Wochenende in Hamburg anlässlich der mbc09, der Microblogging Conference, packen wir vom Café Digital natürlich sofort unsere miniaturisierte Reporterausrüstung ein und machen uns auf den Weg. Organisator der mbc09 ist Cem Basman, der in seinem privaten Blog Sprechblase seine Motivation so beschreibt: „Vogel fliegt. Fisch schwimmt. Ich blogge.“ Cem ist Unternehmer, Webaktivist und leidenschaftlicher Microblogger. Letzteres veranlasste ihn, die mbc09 ins Leben zu rufen. Und viele kamen. Ich war für’s Café dabei – hier mein Bericht.
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„Go North, young man!“

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur | 13. Januar 2009 | 06:50:32 | Roland Müller

Wenn es denn ein Klischeebild von Kaifornien im Allgemeinen und von der Bay Area im Speziellen gibt, dann ist es groß, lang, eisern, rot gestrichen und das sprichwörtliche Tor nach Kalifornien. Und wer noch nie drübergefahren ist, hat etwas verpasst. Für alle, denen dies noch nicht beschieden war, ist dem obigem Foto ein kurzes, unbearbeitetes Video unterlegt. Verwackelt zwar, mit fürchterlichen Windgeräuschen versehen, direkt aus dem offenen Cabrio mit der Flip Mino aufgenommen… aber nichtdestotrotz urlaubsgefühlverheißend. Jedenfalls für uns Touristen. Für die zahllosen Einwanderer, die legalen wie illegalen indes, verhieß und verheißt es bis heute weit mehr – „Go North, young man!“ beschreibt bis heute die nahezu magische Wirkung der Bay Area auf junge Mexikaner, Asiaten und andere Vertreter zahlloser Ethnien, die hier ihr Glück zu machen versuchen, so oder so. Und von denen ein nicht unbeträchtlicher Teil der kalifornischen wie auch der US-Wirtschaft insgesamt immer noch reichlich gut lebt.

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5 Tropfen roter Traubensaft

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Kunst, Literatur | 09. Januar 2009 | 11:09:09 | Dirk Kirchberg

Als ich Anfang der neunziger Jahre noch zur Schule ging und nachts noch vorm Fernseher rumhing, begegnete ich einmal einem Mann mit schwarzer Brille, der eine Zigarre rauchend über Dinge sprach, von denen ich damals keine Ahnung hatte. Ich verstand wenig, aber die Art, wie er über die Dinge sprach, leise und reflektiert, fast flüsternd, faszinierte, bannte mich. Die Begegnung begann und endete wie die Begegnung zweier Menschen, die auf der Straße aneinander vorbeilaufen. Sie kommen aufeinander zu, verbringen eine kurze Zeit auf gleicher Höhe, um sich Bruchteile einer Sekunde später wieder zu trennen und um sich wahrscheinlich nie wieder zu sehen.

Doch diesem Mann begegnete ich nochmals, während meines Studiums, und wieder schlugen mich seine Worte, seine Verweise, seine Sprachrätsel in den Bann. Ich studierte seine Werke und Schriften, lernte, versuchte zu verstehen, scheiterte, errang kleine Siege und war mir sicher, dass Sprache das Großartigste ist – wenn man sie zu gebrauchen versteht.

Der Mann, von dem ich hier schreibe, wäre heute 80 Jahre alt geworden: Heiner Müller. Auch heute noch gebe ich mich gern geschlagen, wenn ich seine Texte lese. Er hat mich für die Möglichkeiten von Hypertext begeistert, er war ein Blogger ohne Internet. Er erklärte sich nicht, sondern setzte Wissen und Verständnis für die vielen kleinen Anspielungen und Querverweise voraus, wollte man ihn ansatzweise verstehen.

1995 starb Müller an Krebs. Seine Gespräche mit Alexander Kluge – eines dieser Gespräche hatte ich Anfang der neunziger Jahre nachts im Fernsehen gesehen – sind bei der Cornell Universität abrufbar. Ich empfehle Mein Rendezvous mit dem Tod.

ZAHNFÄULE IN PARIS / Etwas frißt an mir / Ich rauche zu viel / Ich trinke zu viel / Ich sterbe zu langsam

 

aus: Sonder-ZEICHEN 5: Heiner Müller, Alexander Verlag Berlin / Foto via Ruhr-Uni Bochum

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Terror Generated Content: Call Wolfgang

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Kunst, Technologie | 07. Dezember 2008 | 13:28:40 | Dirk Kirchberg

Der Künstler Johannes Kreidler, der schon den GEMA-Anmeldeterror sehr kreativ ad absurdum führte – er meldete ein 30 Sekunden kurzes Stück mit 70.200 musikalischen Zitaten an, pro Zitat ein Anmeldeformular… –, hat sich erneut ein aktuelles Reizthema vorgenommen. Den Überwachungswahn des Bundeswolfgangs thematisiert Kreidler mit der Installation Call Wolfgang, die aus zwei miteinander telefonierenden Computern besteht. Die Stimmen sind generiert, die Stichwörter, die beim BKA den Pawlowschen Überwachungsreflex auslösen, sind generiert, und das Beste an der Nummer: Die computer-konspirative Unterhaltung läuft über einen Server im Iran!

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