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Archiv für die Kategorie ‘Gesellschaft’

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United States of America – Relaunch!

Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik | 20. Januar 2009 | 21:39:04 | Roland Müller

Inauguration Day. Nein, wir vergleichen das heutige Spektakel nicht mit den trockenen, distanzierten, betulichen und bemühten Ritualen heimischer demokratischer Tradition. Das wäre mehr als unfair. Was wir aber sehr wohl tun wollen, ist, einen vielleicht ungelenken Versuch zu unternehmen, zu schildern, wie die vergangenen Stundenauf uns gewirkt haben. Und auf gute Freunde jenseits des Atlantik, in der Bay Area, die intellektuell und politisch dem 44. Präsidenten nahe stehen…

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„Go North, young man!“

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur | 13. Januar 2009 | 06:50:32 | Roland Müller

Wenn es denn ein Klischeebild von Kaifornien im Allgemeinen und von der Bay Area im Speziellen gibt, dann ist es groß, lang, eisern, rot gestrichen und das sprichwörtliche Tor nach Kalifornien. Und wer noch nie drübergefahren ist, hat etwas verpasst. Für alle, denen dies noch nicht beschieden war, ist dem obigem Foto ein kurzes, unbearbeitetes Video unterlegt. Verwackelt zwar, mit fürchterlichen Windgeräuschen versehen, direkt aus dem offenen Cabrio mit der Flip Mino aufgenommen… aber nichtdestotrotz urlaubsgefühlverheißend. Jedenfalls für uns Touristen. Für die zahllosen Einwanderer, die legalen wie illegalen indes, verhieß und verheißt es bis heute weit mehr – „Go North, young man!“ beschreibt bis heute die nahezu magische Wirkung der Bay Area auf junge Mexikaner, Asiaten und andere Vertreter zahlloser Ethnien, die hier ihr Glück zu machen versuchen, so oder so. Und von denen ein nicht unbeträchtlicher Teil der kalifornischen wie auch der US-Wirtschaft insgesamt immer noch reichlich gut lebt.

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5 Tropfen roter Traubensaft

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Kunst, Literatur | 09. Januar 2009 | 11:09:09 | Dirk Kirchberg

Als ich Anfang der neunziger Jahre noch zur Schule ging und nachts noch vorm Fernseher rumhing, begegnete ich einmal einem Mann mit schwarzer Brille, der eine Zigarre rauchend über Dinge sprach, von denen ich damals keine Ahnung hatte. Ich verstand wenig, aber die Art, wie er über die Dinge sprach, leise und reflektiert, fast flüsternd, faszinierte, bannte mich. Die Begegnung begann und endete wie die Begegnung zweier Menschen, die auf der Straße aneinander vorbeilaufen. Sie kommen aufeinander zu, verbringen eine kurze Zeit auf gleicher Höhe, um sich Bruchteile einer Sekunde später wieder zu trennen und um sich wahrscheinlich nie wieder zu sehen.

Doch diesem Mann begegnete ich nochmals, während meines Studiums, und wieder schlugen mich seine Worte, seine Verweise, seine Sprachrätsel in den Bann. Ich studierte seine Werke und Schriften, lernte, versuchte zu verstehen, scheiterte, errang kleine Siege und war mir sicher, dass Sprache das Großartigste ist – wenn man sie zu gebrauchen versteht.

Der Mann, von dem ich hier schreibe, wäre heute 80 Jahre alt geworden: Heiner Müller. Auch heute noch gebe ich mich gern geschlagen, wenn ich seine Texte lese. Er hat mich für die Möglichkeiten von Hypertext begeistert, er war ein Blogger ohne Internet. Er erklärte sich nicht, sondern setzte Wissen und Verständnis für die vielen kleinen Anspielungen und Querverweise voraus, wollte man ihn ansatzweise verstehen.

1995 starb Müller an Krebs. Seine Gespräche mit Alexander Kluge – eines dieser Gespräche hatte ich Anfang der neunziger Jahre nachts im Fernsehen gesehen – sind bei der Cornell Universität abrufbar. Ich empfehle Mein Rendezvous mit dem Tod.

ZAHNFÄULE IN PARIS / Etwas frißt an mir / Ich rauche zu viel / Ich trinke zu viel / Ich sterbe zu langsam

 

aus: Sonder-ZEICHEN 5: Heiner Müller, Alexander Verlag Berlin / Foto via Ruhr-Uni Bochum

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Schnappschuss (8)

Veröffentlicht in Fotografie, Genuss, Gesellschaft, Schnappschuss | 01. Januar 2009 | 18:05:33 | Dirk Kirchberg

Während unsere rasenden Reporter Gila und Roland gerade ihren transteichlichen Flug hinter sich bringen, bin ich ein wenig durch die Nachbarschaft gelaufen. Jugendliche suchten nach Blindgängern, während in Gaza die Menschen vermutlich verzweifelt auf Blindgänger hoffen. Ein politisch unausgewogener Kommentar in einem Nebensatz muss erlaubt sein. Ist doch all das unausgewogen, was nicht in Kenntnis allen Wissens postuliert wird – damit also alles. Und mit dieser profanphilosophischen Neujahrsüberlegung widmen wir uns wieder dem hervorragenden 2007er Sauvignon der Familie Grassa und hoffen auf Frieden zwischen den Menschen.

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Schnappschuss (7)

Veröffentlicht in Fotografie, Gesellschaft, Schnappschuss | 24. Dezember 2008 | 01:26:29 | Dirk Kirchberg

Das Café Digital-Team wünscht frohe Weihnachten – oder welche Feste Ihr auch immer feiern mögt. Wir wünschen Euch ein wenig Besinnlichkeit, gutes Essen, leckere Weine und delikaten Kaffee sowie das ein und / oder andere schöne Geschenk. Bis in ein paar Tagen, wenn Roland und Gila die Bay Area unsicher machen.

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