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Das Ende einer Ära

Veröffentlicht in Apple & Co, Gesellschaft, Internet, multimedia, Technologie | 25. August 2011 | 21:51:29 | Roland Müller

Jobs_Abschied

„Ich habe immer gesagt, dass wenn jemals der Tag kommen sollte, an dem ich nicht länger meine Aufgaben und Erwartungen als CEO von Apple erfüllen kann, ich der erste wäre, der Euch das wissen lässt. Leider ist dieser Tag gekommen.
Ich trete hiermit als CEO von Apple zurück. Ich möchte, so der Aufsichtsrat dies für möglich hält, als Vorsitzender des Aufsichtsrats, als Aufsichtsratsmitglied und Mitarbeiter von Apple behilflich sein.
Was meinen Nachfolger angeht, empfehle ich mit Nachdruck, dass wir unseren Nachfolgeplan erfüllen und Tim Cook zum CEO von Apple ernennen.
Ich glaube, dass die besten und innovativsten Tage noch vor Apple liegen. Und ich freue mich darauf, den Erfolg von Apple in einer neuen Rolle zu sehen und dazu beizutragen.
Ich habe bei Apple einige der besten Freunde in meinem Leben gefunden und ich danke Euch allen für die vielen Jahre, die ich neben Euch arbeiten konnte.

Steve“

So lautet gemäß aktueller Apple Pressemitteilung der Text des Briefes, mit dem sich Steve Jobs am 24. August 2011 offiziell beim Apple Aufsichtsrat und der Community des Technologiekonzerns verabschiedet hat. Chapeau für einen Mann, der offenbar bis zuletzt seine Pflichten wahrzunehmen sich abgerungen hatte. Und ohne  nun in Nostalgie zu verfallen, kann man nur größte Hochachtung vor dem Lebenswerk haben, das er nun in neue, wenn auch bekannte Hände übergeben hat. Noch 1996 stand Apple am wirtschaftlichen Abgrund. Heute, 15 Jahre später, hat das Unternehmen nicht nur den turn-around geschafft, sondern ist in spektakulärer Weise aufgestiegen zum wertvollsten  börsennotierten Unternehmen des Planeten – mit einer Verdreißigfachung des Aktienkurses innerhalb der letzten 10 Jahre. Was zuallererst Steve Jobs zu verdanken ist, dessen leidenschaftliche Visionen im Verein mit einem kompromisslosen Umsetzungswillen nicht nur den PC-Markt grundlegend verändert haben, sondern weit mehr als das. Nämlich die Art und Weise, mit der Menschen heute mit Technik umgehen. Allein dafür gebührt Steve Jobs unser Dank.

Mehr zu schreiben, heute, am Tag nach seinem offiziellen Rücktritt vom CEO-Posten, würde wie ein Nachruf klingen…

©Foto: Roland Müller / Café Digital

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2 Antworten zu “Das Ende einer Ära”

  1. 29. August 2011 um 00:07:29 | RollingFlo sagt:

    Ich sag’s ganz ehrlich, ich war regelrecht geschockt, auch wenn man es natürlich für irgendwann erwartet hatte. Schon komisch wie einem solch ferne „Stars“ doch ans Herz wachsen (und Fanboi bin ich sicher nicht).
    Nun bleibt zu hoffen, dass dies alles nicht bedeutet, dass die Erkrankung(en) von Jobs immer schlimmer werden, sondern dass er mit mehr Ruhe wieder zu Kräften kommt.

    Ihr seid eine der wenigen Seiten, die ein eigenes (gutes, wenn auch älteres) Photo von Jobs in so einem Artikel bringen können, in Deutschland sowieso. Respekt!

    Vielleicht etwas zynisch, aber natürlich mache ich mir auch über Apple Gedanken.
    Tim Cook hat sicher die Fähigkeit, die Firma zu führen, aber ob er den visionären Weitblick eines Steve Jobs hat, wäre nur eine rhetorische Frage. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Erfolg der letzten Jahre wiederholt werden kann. Für die nächsten paar braucht man sich aber keine Sorgen machen.

  2. 06. Oktober 2011 um 12:17:46 | DrWatson sagt:

    Das ist eigentlich auch heute noch, wo ein Nachruf leider seinen Platz fände, genug der Worte.

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