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Schokolade

Frankfurter Buchmesse 2014 (2): Beste Bücher und andere

Veröffentlicht in Kultur, Kunst, Literatur | 09. Oktober 2014 | 23:44:41 | Roland Müller

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Das beste Buch der Welt – kann man das auf der Frankfurter Buchmesse finden? Gibt es das überhaupt. Aber ja! Zumindest, wenn man Peter Stjernström glauben darf. Der die Chuzpe hatte, sein neues Werk mit dem frechen Titel “Världens Bästa Bok” zu versehen (oder war’s sein Verlag?). Eben “Das beste Buch der Welt”. Wobei der Titel bereits darauf hinweist, worum es sich handelt: eine Fiktion, deren Inhalt so einfach wie naheliegend ist: Zwei Autoren, der eine mäßig, der andere sehr erfolgreich, beschließen nach hinreichendem Alkoholgenuss, gemeinsam ein Buch zu schreiben, das nicht nur in einem Genre die gängigen Bestsellerkriterien erfüllt, sondern gleich in mehreren. Das kann zwar niemals gelingen, ist aber überaus amüsant zu lesen und eigentlich eine glänzende Satire aufs Autoren- und Verlagshandwerk. Auf Deutsche erschienen bei Dumont. Und uns gleich zu Anfang dieser dritten Messerunde einen Lesetipp wert!

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Frankfurter Buchmesse 2014 (1): Auf geht’s!

Veröffentlicht in Kultur, Kunst, Literatur | 08. Oktober 2014 | 23:12:24 | Roland Müller

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Da stehen wir also nun wieder. Statt vorm Fernseher zu sitzen wie ein nicht unbeträchtlicher Prozentsatz unserer lieben Mitmenschen, mit einer Tüte Chips bewaffnet und einem Dosenbier. LOL. Dies ist die sechste Frankfurter Buchmesse, von der wir ausführlich berichten. Und wie es scheint, wird es eine der bislang spannendsten Ausgaben dieser Monstermesse werden. Stürzen wir uns also hinein ins Gewühl. Auch wenn das am ersten Fachbesuchertag, gleich morgens, noch gar nicht so wild war…

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Frankfurter Buchmesse 2014 (0): Der Tag davor

Veröffentlicht in Kultur, Kunst, Literatur | 07. Oktober 2014 | 23:29:48 | Roland Müller

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Pünktlich mit dem Eintreffen eines diesigen, regennassen Herbstschmuddelwetters hält sie wieder Einzug in der Mainmetropole: die Frankfurter Buchmesse 2014. Zugleich Jahrmarkt der literarischen Eitelkeiten und Werkschau des weltweiten Publishing-Geschäfts. Einmal mehr macht sie für wenige Tage Frankfurt zur Welthauptstadt des Verlags- und Buchwesens. Und wie alle Jahre wolle wir wieder davon berichten, was uns auffiel, was uns anzog, ab- oder aufstieß und vor allem, was wir außerhalb des offensichtlichen Mainstreams für bemerkenswert halten. Auf geht’s am Tag X minus 1. Dem Tag vor dem ersten offiziellen Fachbesuchertag. Vorbehalten der akkreditierten Presse. Der im Rahmen der traditionellen Eröffnungspressekonferenz Wesentliches zur diesjährigen Buchmesse vermittelt werden sollte. Wir waren dabei. Auf geht’s!

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Zu Gast in Tilos Hotterie

Veröffentlicht in Genuss | 20. September 2014 | 16:43:05 | Roland Müller

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“Currywurst und Pommes” – mein Gott, wie das klingt. Unwillkürlich assoziieren wir triefendes Fett, den Geruch von altem Frittieröl, undefinierbare Soßen aus Kanistern und ein Übermaß an Mayonnaise und Ketchup. Igitt. Und doch… Unbestritten sind Currywurst und Pommes Frites eine kulturelle Erungenschaft Mitteleuropas. Und längst existieren auch hierzulande Imbiss-Stände, die beides in anspruchsvoller Qualität anzubieten wissen. Allerdings eher in Hamburg oder Berlin – beides Städte, die sich brüsten, die Currywurst erfunden zu haben. Doch in Frankfurt? Nun, ausgerechnet in Frankfurt haben wir etwas gefunden, was sich “Tilos Hotterie” nennt und seit gerade mal einem Monat von einem Inhaber betrieben wird, der sich ganz im Sinne des Zen der nie endenden Suche nach der perfekten Fritte verschrieben hat. Tilo Schaller ist sein Name, und ihn haben wir unlängst besucht, um uns selbst ein kulinarisches Bild zu machen.

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Ein Tag mit Octavio Solis

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Kunst, Literatur, Musik | 31. Mai 2014 | 15:57:09 | Roland Müller

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Octavio Solis, nie gehört? Das kann gut sein hier in der Bildungsrepublik Deutschland, wo uns von den großen Dramatikern allenfalls Bert Brecht ein Begriff ist. Oder, wenn wir in der Schule im Englischunterricht aufgepasst haben, vielleicht noch Eugene O’Neill, dessen gebrochenen, jeden Glauben verlorenen Charaktere bereits in den zwanziger Jahren die Kehrseite des amerikanischen Traums in einer Weise darstellten, wie sie heute im Angesicht des zerfallenden US-Mittelstands wieder von erschreckender Aktualität ist. Eben dieser Eugene O’Neill war es, der uns Ende Mai diesen Jahres in seinen Bann und damit ins sonnige Kalifornien gezogen hat. Genauer gesagt nach Danville unweit von Oakland, wo der Literaturnobel- und  Pulitzerpreisträger mit seiner dritten Ehefrau sieben Jahre seines Lebens verbracht hatte. Im sogenannten Tao House, heute eine National Historic Site mit leider gar nicht so einfachem öffentlichem Zugang. Genau hier waren wir auf Einladung der Eugene O’Neill Foundation mit Freunden verabredet, um im historischen Ambiente der im Rahmen der ‘Playwright’s Theater Series’ zur intimen Theaterbühne umgebauten Scheune “The Old Barn at Tao House” der Aufführung von “El Paso Blue” beizuwohnen, einem der mittlerweile mehr als 20 Theaterstücke eben jenes Octavio Solis, der vielen Kennern der US-Literaturszene nicht erst seit der Pulitzerpreis-Nominierung seines Stückes “Lydia” als einer der bedeutendsten Dramatiker der Gegenwart gilt. Wir hatten die Chance, uns an historischem Ort selbst zu vergewissern, ob dem so ist…

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