Kamera
Schokolade

Archiv für März 2008

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Einmal ist schon zu viel

Veröffentlicht in Fotografie, Gesellschaft, Medien | 31. März 2008 | 16:33:35 | Dirk Kirchberg

Es gibt kaum einen Film, der mich so nachhaltig beeindruckt hat wie The Killing Fields. Ich habe die Geschichte der beiden Reporter Sydney Schanberg und Dith Pran unzählige Male gesehen. Dith Pran überlebte vier Jahre lang die Killing Fields der Roten Khmer, flüchtete dann nach Thailand, wanderte in die USA aus, wurde Fotograf für die Times und gründete das The Dith Pran Holocaust Awareness Project, das sich für die Anerkennung der Opfer des kambodschanischen Völkermords einsetzt.

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Am gestrigen Sonntag ist Dith Pran im Alter von 65 Jahren an Krebs gestorben. Die New York Times würdigte sein Lebenswerk in einem Nachruf und veröffentlichte ein Video, das Dith Prans Leben nachzeichnet wird und in dem er sein letztes Interview gibt.

Wir vom Café verneigen uns vor Dith Pran und seinem Lebenswerk.

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Der ultimative Kaffeetest (2)

Veröffentlicht in Genuss | 29. März 2008 | 17:04:28 | Roland Müller

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Nachdem Kollege Dirk unlängst ganz frech unsere Serie von Kaffeetests gestartet hat und das ausgerechnet auch noch mit einem Jamaican Blue Mountain, wiil ich mich nicht länger zurückhalten. Die vielleicht einzige Kaffeesorte, die einen Blue Mountain zu toppen vermag, ist ein reinsortiger Hawaiianischer Kona. Und um genau den soll es hier gehen. Allerdings, und das ist sicher eine Besonderheit dieses Tests, im Anschluss werde ich die Bezugsquelle auf Hawaii verraten, ein paar Worte zum Eigenimport verlieren und dezent darauf hinweisen, dass dieser rund 50 Prozent billiger kommt als der Einkauf hierzulande – brutto, inklusive aller Nebenkosten!

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Hilliary

Veröffentlicht in Apple & Co, Gesellschaft, Internet, Medien | 25. März 2008 | 17:54:13 | Dirk Kirchberg

Ich verstehe ja, dass Politiker im Wahlkampf gern mal ein wenig ausschmücken, was sie getan haben, dass sie schönen, was sie falsch gemacht haben, und dass so manche offensichtlich hirnrissige Aussage trotzdem getätigt wird, weil man sich ein paar Stimmen davon verspricht. Ich erinnere nur mal an die blühenden Landschaften

Hillary Clinton hat mal behauptet, sie wäre maßgeblich am Friedensprozess in Nordirland beteiligt gewesen – nicht richtig –, sie sagte, sie sei in wichtige Sicherheitsentscheidungen involviert gewesen – nicht richtig (sie hatte nicht die nötige Sicherheitsfreigabe…). Aber nun hat Hillary Clinton eine Bruchlandung hingelegt, die von den Medien süffisant immer und immer wieder vorgespielt und widerlegt wird.

Worum es geht? Nun, Hillary erinnert sich daran, dass sie als First Lady 1996 in Tuzla unter Beschuss gelandet und zu ihrem Fahrzeug gelaufen ist. Das Problem ist: CBS war dabei und hat gefilmt, was damals passiert ist.

Es wurde nicht geschossen, niemand musste laufen, und die Landezone war sogar so sicher, dass ein kleines Mädchen ein Gedicht aufsagen und Hillary küssen konnte.

Hillary und ihre Kampagnenköppe sprechen nun von einem minor blip. Wie resümiert die CBS-Dame so schön? »Memory should always match the videotape…« Wie wahr…

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Die Lust an der List (2)

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur | 20. März 2008 | 21:46:33 | Roland Müller

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So, heute wird es wie versprochen konkret. Damit sich ein jeder schon mal einen ersten Eindruck vom Sinngehalt der 36 Strategeme machen kann, werde ich sie im folgenden erst einmal alle auflisten. Allerdings bin ich so frei, sie der leichteren Verständlichkeit halber mit deutschen Bezeichnungen zu versehen, ihren von Sun Wu (siehe oben) inspirierten kriegerischen Gehalt ziviler fassen und jenen deutschen Sprichwörtern zuzuordnen, die dem Sinngehalt des chinesischen Urtextes am ehesten (wenn auch nicht hundertprozentig!) entsprechen. Ansonsten werde ich Harro von Senger folgen und diese 36 Strategeme in fünf (eigentlich sieben, doch dazu später mehr) logische Gruppen zusammengefasst präsentieren und besprechen.
 Hier also erst einmal der große Überblick, der für den geneigten Leser schon einiges durchblicken lässt und eine vielleicht etwas wenig christliche, aber dafür umso anregendere Osterlektüre hergibt…

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re:publica 08 – Das Café ist dabei

Veröffentlicht in Gesellschaft, Internet, Kultur, Medien | 19. März 2008 | 17:26:08 | Dirk Kirchberg

Nach dem 1. BarCamp in Hannover (123) fahre in nun Anfang April zur re:publica 08 nach Berlin. Der Info-Text und das Beta-Programm klingen spannend. Zugfahrkarte ist gebucht, Zimmer hoffentlich auch bald im DNA-lastigen Heart of Gold-Hostel, Ticket für die drei Tage dauernde Konferenz wird gleich geblockt. Und dann kann’s los gehen. Worum es eigentlich geht? Darum:

Zwischen Kultur, Medien, Politik und alltäglich genutzter Technik: Vom 2. bis 4. April 2008 treffen sich in Berlin Blogger und andere Netzbewohner zur re:publica’08. Das Konferenz-Motto “Die kritische Masse” steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.

Harvard-Professor Viktor Mayer-Schönberger von der John F. Kennedy-School of Government wird die Keynote über “Nützliches Vergessen” halten: Wie funktioniert Datenschutz im Web 2.0 heute – wie könnte er besser funktionieren? Und wer ist dafür zuständig?

re:publica 08

Die ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann wird mit den Besuchern diskutieren, wie die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Anstalten im digitalen Zeitalter aussehen könnte. Die Internet-Strategie der ARD soll dabei einem Realitätscheck unterzogen werden. Im direkten Gespräch zwischen denen, die das neue Web gestalten und Vertretern des herkömmlichen Rundfunks sollen dabei Wege und Irrwege aufgezeigt werden. Der Schriftsteller Peter Glaser wird mit Tim Pritlove in einem Live-Podcast für Chaosradio Express über “Die kritische Masse” diskutieren.

Bereits jetzt stehen gut 50 Programmpunkte für die dreitägige Konferenz im vorläufigen Programm. Die Veranstalter erwarten, dass die Besucher im April die Wahl zwischen fast 100 Vorträgen, Diskussionen und Workshops haben werden.

Sehen wir uns in Berlin?

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